Aufschlussbohrungen

Wasserwirtschaftsamt Weilheim

Bezeichnung des Auftrags durch den Auftraggeber: Sylvensteinspeicher - Nachrüstung des Dammes - Aufschlussbohrungen. Durchführung von Baugrunderkundungsarbeiten, hydrogeologischen und bodenmechanischen Versuchen im Bohrloch sowie geotechnische Probeentnahmen. Der ca. 48 m hohe Talsperrendamm am Sylvensteinspeicher in Oberbayern soll ertüchtigt werden. In diesem Zusammenhang sind von der ca. 175 m langen Dammkrone aus 7 bis 8 Aufschlussbohrungen nach DIN 4021 mit Tiefen zwischen ca. 12 m und ca. 140 m, insgesamt ca. 550 bis 600 Bohrmeter, im Lockergestein und im Fels abzuteufen. Eine ca. 55 m tiefe Bohrung im Fels soll um ca. 10° gegen die Vertikale geneigt, die anderen Bohrungen sollen vertikal ausgeführt werden. In den Bohrlöchern sind umfangreiche Bohrlochversuche (bislang geplant: ca. 15 Bohrlochaufweitungsversuche nach DIN EN ISO 22476 bzw. DIN 4094-5 im Locker-gestein und im Fels, ca. 15 bis 20 Sicker-/bzw. Auffüllversuche im Lockergestein i. Anl. a. E DIN 18130-2, ca. 5 bis 10 WD-Tests) durchzuführen. 2 bis 4 Bohrungen (jeweils ca. 85 m bis 100 m tief) sollen mit Messrohren (Inklinometer-Gleitmikrometer-Kombina tionsrohre) ausgebaut werden. Bodenproben aller Güteklassen nach DIN 4021 sind zu entnehmen. Die Bohrungen sind im Lockergestein im Rammkernbohrverfahren und im Fels im Rotationskernbohrverfahren auszuführen. Die Bohrstrecken liegen ausgehend von der Dammkrone im Bereich des Damm-Dichtungskerns (bentonitvergüteter Kies-Sand) und der unmittelbar benachbarten Stützkörper (Kies-Sand), unterhalb der Dammsohle in Flussschottern (Kiese, Sande, untergeordnet Schluffe und Tone) und in größeren Tiefen im Fels (Dolomit). Die Flussschotter wurden in der Vergangenheit zur Herstellung einer Dichtschürze mit Zement-Ton-Suspension injiziert. Angaben zur Festigkeit der injizierten Bereiche liegen nicht vor. Während der Bohrungen befindet sich der Sylvensteinspeicher im Stau. Entsprechende persönliche Erfahrungen des eingesetzten Bohrpersonals ist Voraussetzung. Bei den Bohrungen sind nach DIN 18301:2006-10 folgende Boden- und Felsklassen zu erwarten: - Bodenklassen: BN1, BN2, BB2 bis BB4, Zusatzklassen BS1 bis BS4, - Felsklassen: FV2 bis FV6, Zusatzklassen FD1 bis FD4. Die Bohrungen sind in einem Kernlager auszulegen und die Bohrkerne vollständig fotografisch zu dokumentieren. Verkehrssicherung und -regelung im Bereich der auf der Dammkrone verlaufenden öffentlichen Straße sowie Spartenklärung und geodätische Einmessung der Bohrungen sind gleichfalls auszuführen.

Deadline

Die Frist für den Eingang der Angebote war 2009-05-04. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2009-04-08.

Wer? Wie? Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2009-04-06 Auftragsbekanntmachung
Auftragsbekanntmachung (2009-04-06)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Titel: Aufschlussbohrungen
Volltext:
Bezeichnung des Auftrags durch den Auftraggeber: Sylvensteinspeicher - Nachrüstung des Dammes - Aufschlussbohrungen. Durchführung von Baugrunderkundungsarbeiten, hydrogeologischen und bodenmechanischen Versuchen im Bohrloch sowie geotechnische Probeentnahmen. Der ca. 48 m hohe Talsperrendamm am Sylvensteinspeicher in Oberbayern soll ertüchtigt werden. In diesem Zusammenhang sind von der ca. 175 m langen Dammkrone aus 7 bis 8 Aufschlussbohrungen nach DIN 4021 mit Tiefen zwischen ca. 12 m und ca. 140 m, insgesamt ca. 550 bis 600 Bohrmeter, im Lockergestein und im Fels abzuteufen. Eine ca. 55 m tiefe Bohrung im Fels soll um ca. 10° gegen die Vertikale geneigt, die anderen Bohrungen sollen vertikal ausgeführt werden. In den Bohrlöchern sind umfangreiche Bohrlochversuche (bislang geplant: ca. 15 Bohrlochaufweitungsversuche nach DIN EN ISO 22476 bzw. DIN 4094-5 im Locker-gestein und im Fels, ca. 15 bis 20 Sicker-/bzw. Auffüllversuche im Lockergestein i. Anl. a. E DIN 18130-2, ca. 5 bis 10 WD-Tests) durchzuführen. 2 bis 4 Bohrungen (jeweils ca. 85 m bis 100 m tief) sollen mit Messrohren (Inklinometer-Gleitmikrometer-Kombina tionsrohre) ausgebaut werden. Bodenproben aller Güteklassen nach DIN 4021 sind zu entnehmen. Die Bohrungen sind im Lockergestein im Rammkernbohrverfahren und im Fels im Rotationskernbohrverfahren auszuführen. Die Bohrstrecken liegen ausgehend von der Dammkrone im Bereich des Damm-Dichtungskerns (bentonitvergüteter Kies-Sand) und der unmittelbar benachbarten Stützkörper (Kies-Sand), unterhalb der Dammsohle in Flussschottern (Kiese, Sande, untergeordnet Schluffe und Tone) und in größeren Tiefen im Fels (Dolomit). Die Flussschotter wurden in der Vergangenheit zur Herstellung einer Dichtschürze mit Zement-Ton-Suspension injiziert. Angaben zur Festigkeit der injizierten Bereiche liegen nicht vor. Während der Bohrungen befindet sich der Sylvensteinspeicher im Stau. Entsprechende persönliche Erfahrungen des eingesetzten Bohrpersonals ist Voraussetzung. Bei den Bohrungen sind nach DIN 18301:2006-10 folgende Boden- und Felsklassen zu erwarten: - Bodenklassen: BN1, BN2, BB2 bis BB4, Zusatzklassen BS1 bis BS4, - Felsklassen: FV2 bis FV6, Zusatzklassen FD1 bis FD4. Die Bohrungen sind in einem Kernlager auszulegen und die Bohrkerne vollständig fotografisch zu dokumentieren. Verkehrssicherung und -regelung im Bereich der auf der Dammkrone verlaufenden öffentlichen Straße sowie Spartenklärung und geodätische Einmessung der Bohrungen sind gleichfalls auszuführen.
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Ort der Leistung
Weilheim-Schongau 🏙️
Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Bauleistung
Verordnung: Europäische Gemeinschaften, mit GPA-Beteiligung
Originalsprache: Deutsch 🗣️

Verfahren
Verfahrensart: Offenes Verfahren
Vergabekriterien
Niedrigster Preis
Angebotsart: Gesamtangebot
Art des öffentlichen Auftraggebers: Körperschaften
Haupttätigkeit: Allgemeine öffentliche Verwaltung E - Umwelt O - Sonstiges

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Name des öffentlichen Auftraggebers: Wasserwirtschaftsamt Weilheim
Land: Deutschland 🇩🇪
Kontakt
Internetadresse: http://www.wwa-wm.bayern.de/ 🌏

Referenz
Daten
Veröffentlichungsdatum: 2009-04-08 📅
Empfangsdatum: 2009-04-06 📅
Absendedatum: 2009-04-06 📅
Einreichungsfrist: 2009-05-04 📅
Versanddatum der Vertragsunterlagen: 2009-04-27 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer (Legacy): 98147-2009
ABl. S-Ausgabe: 68/2009
Verweist auf Bekanntmachung: 31459-2009

Objekt
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Aufschlussbohrungen 📦
Mit Schachtbohrungen verbundene unterstützende Dienstleistungen 📦
Quelle: OJS 2009/S 068-098147 (2009-04-06)
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