Beschreibung der Beschaffung
Allgemeines
Der Rombachtunnel befindet sich im Zuge der Westumgehung der B29 bei Aalen. Der Tunnel unterquert im Bereich des Südportals die Bahnlinie Stuttgart-Aalen, in Tunnelmitte die Weilerstrasse sowie den Rombach und Sauerbach.
Der Tunnel ist von Süd nach Nord orientiert und ist ca. 870 m lang. Das Bauwerk wurde 2001 erbaut und ist als Rechteckquerschnitt in offener Bauweise (weiße Wanne/WU-Beton) ausgeführt. Beginnend am südlichen Tunnelportal ist auf ca. 160 m eine Mittelwand zwischen den Fahrstreifg von ca. 3m Breite hat.
Am nördlichen Portal schließt ein Trogbauwerk (Grundwasserwanne) an, das ca. 440 m lang ist. Im unteren Bereich sind die Wandsockel im Rampenbereich vollständig aus Stahlbeton hergestellt und treppenförmigen ausgebildet. Die Wandflächen oberhalb der Wandsockel sind mit Lochziegeln verkleidet. Die Trogwände der Grundwasserwanne sind im Bereich hinter der Verkleidung ebenfalls aus Stahlbeton erbaut, jedoch mit geringer Breite als im Sockelbereich.
Träger des Vorhabens und Baulastträger der Bundesstraße ist die BRD, vertreten durch das Regierungspräsidium Stuttgart.
Vorgeschichte der Planung
Der Rombachtunnel wurde 2001 gebaut und in Betrieb genommen.
Im Rahmen der turnusmäßigen Bauwerksprüfungen sowie einer Betonuntersuchung hinsichtlich Chloridbelastung wurden Schäden festgestellt, die im Zuge der Arbeiten zur Nachrüstung und Instandsetzung des Tunnels behoben werden sollen.
Auf Grundlage der aktuellen Vorschriften, ist ein Löschwasserbecken, Löwaleitungen ggf. (Auffang)-/Havariebecken einzuplanen. In Zusammenarbeit mit dem Fachplaner für die Technische Ausrüstung sind die Fluchttüren entsprechend nach den aktuellsten Vorschriften u. Stand der Technik zu erneuern.
Für die betriebliche Ausrüstung ist eine Erweiterung des Betriebsgebäudes ausserhalb des Tunnels als Neubau vorgesehen.
Planungsaufgabe
Im Rahmen der Ingenieurleistungen werden Leistungen der Objektplanung nach §43, HOAI sowie Tragwerksplanung §51 HOAI benötigt.
Aus dem Leistungsbild der Objektplanung nach HOAI §43 sollen beauftragt werden:
Leistungsphase 1 - Grundlagenermittlung 2%
Leistungsphase 2 - Vorplanung 18,8%
Leistungsphase 3 - Entwurfsplanung 24,5%
Leistungsphase 5 - Ausführungsplanung 8%
Leistungsphase 6 -Vorbereitung bei der Vergabe 13%
Insgesamt 66,3%
Aus dem Leistungsbild der Tragwerksplanung nach HOAI §51 sollen beauftragt werden:
Leistungsphase 1 - Grundlagenermittlung 3%
Leistungsphase 2 - Vorplanung 10%
Leistungsphase 3 - Entwurfsplanung 15%
Leistungsphase 6 - Vorbereitung der Vergabe 2%
Insgesamt 30%
Die Planung des Ingenieurbauwerks wird vom RP Stuttgart beauftragt / durchgeführt. Die Planungen sind entsprechend zu koordinieren.
Randbedingungen und Zwangspunkte
Im Rahmen der angefragten Ingenieurleistungen sind bereits erbrachten Planungssowie Untersuchungsergebnisse wie folgt zu berücksichtigen.
- Untersuchungsbericht Chloriduntersuchung, Stand Mai 2020
- Zustandsberichte Bauwerksprüfungen, Haupt-und Einzelprüfungen, Stand 2019
- Unterlagen der laufenden und abgeschlossenen Vorabmaßnahmen
Entwässerung, Löschwasserversorgung, Fluchtwege, Lüftertrennwände Portale
Vorgenannte Unterlagen werden bei Auftragserteilung zur Verfügung gestellt.
Weitere Randbedingungen und Zwangspunkte werden im Folgenden beschrieben und sind als Besondere Leistung zu berücksichtigen.
Parallel zu den angefragten Ingenieurleistungen wird ein Fachplaner für die Technische Ausrüstung nach §53 HOAI beauftragt. Für die Gesamtmaßnahme ist die Koordination sowie Schnittstellenlösungen als besondere Leistungen miteinzukalkulieren.
Der Bieter hat sich vor der Abgabe des Angebotes unbedingt über die bestehenden örtlichen Verhältnisse zu informieren.