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Bezeichnung des Auftrags durch den Auftraggeber: Projekt: Sanierung der Oper und Neubau des Schauspielhauses und der Produktionsstätten in Köln, Offenbachplatz. Planungsleistungen für Brandschutz. Siehe II.1.1) sowie: Das denkmalgeschützte Opernhaus aus dem Jahr 1957 mit ca. 1 300 Plätzen soll generalsaniert werden. Für das Schauspielhaus mit ca. 650 Plätzen sowie bisher ausgelagerte Werkstätten ist am Offenbachplatz ein Neubau geplant. Die Baumaßnahme umfasst neben insgesamt vier Spielstätten (Oper, Kinder-/Kammeroper, Schauspiel und Studiobühne) u.a. die für den Betrieb der Spielstätten notwendigen künstlerischen, kaufmännischen und technischen Funktionsbereiche, Proberäume für Musiktheater, Schauspiel und Ballett, Künstlergarderoben sowie Betriebs- und Aufenthaltsräume für die technischen Abteilungen. Sie verlangt die Integration komplexer Funktionsanforderungen aus den Bereichen Bühne, Zuschauerhaus, Magazine, Foyers, Garderoben, theaterspezifischen Werkstätten (u.a. Schlosserei, Schreinerei, Malersaal/Spritzkabinen, Plastiker/Tiefziehraum, Chemikalienlager mit Drucklufteinrichtungen , Schweißrauchanlagen, Gefahrstofflager etc.), Ateliers, Büros sowie Kantine für ca. 800 Mitarbeiter und Gastronomie für die Spielstätten. Der im Rahmen eines Architektenwettbewerbs zur Realisierung bestimmte Entwurf weist einen Bruttorauminhalt der Gebäude von ca. 340 000 cbm auf, davon entfallen ca. 166 000 cbm auf den Neubau und ca. 174 000 cbm auf das bestehende Opernhaus. Bei dem neuen Haus für das Schauspiel handelt es sich gemäß Planungsstand aus dem Wettbewerb um einen 9-geschossigen Baukörper mit zwei Untergeschossen. Der Neubau wird über einen zweigeschossigen unter der Platzfläche liegenden Baukörper für Werkstätten und den sogenannten Werkstatthof mit dem bestehenden Opernhaus verbunden. Im Bestandsgebäude sind sowohl innerhalb als auch unter- und oberhalb der bestehenden Raum- und Tragwerkstrukturen teilweise massive Veränderungen geplant Das denkmalgeschützte Gebäude muss im Zuge der Generalsanierung voraussichtlich überwiegend bis auf den Rohbau zurückgebaut werden. Die Fassade soll unter Beachtung der denkmalpflegerischen Prämissen mit verbessertem Wärmeschutz ausgebildet, die Haustechnik nach dem neuesten Stand der Technik und den geltenden Vorschriften ersetzt werden. Die geplante Baumaßnahme zeichnet sich zusammenfassend wie folgt aus: 1. Kulturbau (Theater und Oper) und Produktions-/Werkstattgebäude (theaterspezifische Produktionsstätten); 2. Bauen im Bestand, insbesondere Generalsanierung und Ausführungen in denkmalgeschützter Substanz, Neubau sowie Kombination von Alt- und Neubausubstanz; 3. 67 000 qm BGF; 4. geschätzte Kosten Kostengruppe 300 von rd. 72 000 000 EUR netto und Kostengruppe 400 von rd. 72 000 000 EUR netto (davon rd. 30 000 000 EUR netto für Bühnentechnik). Zur Unterstützung des Objektplaners und der Fachplaner sind Planungsleistungen für Brandschutz in Anlehnung an das vom AHO-Arbeitskreis Brandschutz aufgestellte Leistungsbild zu erbringen. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um alle Grundleistungen des Leistungsbildes, die eine kontinuierliche fachtechnische Begleitung des Brandschutzes in allen Leistungsphasen der Planung und Ausführung sicherstellen. Des Weiteren sind optional projektspezifische Besondere Leistungen, wie z.B. Prüfen von Ausführungsplänen und Leistungsverzeichnissen auf Einhaltung des zu erstellenden Brandschutzkonzeptes, Mitwirken bei der Ausführungsplanung, Mitwirken bei VOB-Abnahmen und Erstellen oder Prüfen von Fluchtweg- und Rettungsplänen zu erbringen. Die Leistungen sind in enger Zusammenarbeit mit den anderen fachlich Beteiligten zu erbringen. Eine losweise Vergabe ist aufgrund der Komplexität der Bauaufgabe nicht vorgesehen. Die vorgesehene Vergabe umfasst die Leistungsphasen 1-9 gem. AHO-Arbeitskreis Brandschutz. Nach den Baumaßnahmen soll im Ergebnis ein architektonisch hochwertiges Gebäudeensemble mit technisch optimalen Anlagen zur Verfügung stehen, welches über lange Jahre einen künstlerisch hervorragenden sowie wirtschaftlichen und ressourcenschonenden Betrieb ermöglichen Die baulichen Maßnahmen, Baustoffe, Bauteile sowie Fluchtwegplanung zum vorbeugenden Brandschutz sowie die gebäudetechnischen Anlagen zum vorbeugenden Brandschutz sollen sich optimal ergänzen und ein wirtschaftliches und ressourcenschonendes Gesamtkonzept zum vorbeugenden Brandschutz darstellen, das die aktuellen bauordnungsrechtlichen Anforderungen durchgängig umsetzt und das architektonische Konzept optimal unterstützt. Folgender Zeitrahmen ist für die Planung der Architekten und Fachplaner sowie die Realisierung der Gesamtmaßnahme festgehalten: Planung, Ausschreibung und Vergabe bis Oktober 2010, Baubeginn November 2010, Abschluss der Baumaßnahmen einschließlich Einzug in die Häuser bis Oktober 2013, Aufnahme des Spielbetriebs in den neuen Häusern Oktober 2013. Die Gesamtkosten dieser Maßnahme betragen 231 000 000 EUR (Bruttogesamtbaukosten Kgr. 200-700 einschließlich 19 % MwSt.).