Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen

Stadt Köln – Der Oberbürgermeister, Zentrales Vergabeamt der Stadt Köln

Bezeichnung des Auftrags durch den Auftraggeber: Projekt: Sanierung der Oper und Neubau des Schauspielhauses und der Produktionsstätten in Köln, Offenbachplatz. Planungsleistungen für Freianlagen gemäß HOAI § 15 und Planungsleistungen für Ingenieurbauwerke und Verkehrsanlagen gemäß HOAI § 55 sowie optional Leistungen gem. HOAI §57 (1) und optional Teilleistungen der Verkehrsplanung gem. HOAI § 61a (s. a. Ziff. Siehe II.1.1 sowie: Das denkmalgeschützte Opernhaus aus dem Jahr 1957 mit ca. 1 300 Plätzen soll generalsaniert werden. Für das Schauspielhaus mit ca. 650 Plätzen sowie bisher ausgelagerte Werkstätten ist am Offenbachplatz ein Neubau geplant. Die Baumaßnahme umfasst neben insgesamt 4 Spielstätten (Oper, Kinder-/Kammeroper, Schauspiel und Studiobühne) u. a. die für den Betrieb der Spielstätten notwendigen künstlerischen, kaufmännischen und technischen Funktionsbereiche, Proberäume für Musiktheater, Schauspiel und Ballett, Künstlergarderoben sowie Betriebs- und Aufenthaltsräume für die technischen Abteilungen. Bei dem neuen Haus für das Schauspiel handelt es sich gemäß Planungsstand aus dem Wettbewerb um einen an der Nord-Süd-Fahrt situierten kompakten 9-geschossigen Solitär, der über einen mehrgeschossigen unter der Platzfläche liegenden Baukörper für Werkstätten und den so genannten Werkstatthof mit dem bestehenden Opernhaus verbunden wird. Das Ensemble bildet 2 Stadtplätze aus, den Offenbachplatz, dem Opernhaus zugeordnet, und den als neuen Stadtplatz konzipierten Operngarten zwischen Krebsgasse und neuem Schauspielhaus/Werkstatthof. Die Hauptzugänge der Spielstätten und der neu geplanten Gastronomie im Obergeschoss des Neubaus für das Schauspiel befinden sich am Offenbachplatz. Der im Rahmen des Architektenwettbewerbs zur Realisierung bestimmte Entwurf weist bei einer Grundstücksfläche von ca. 22 000 m² eine überbaute Fläche von rd. 10 000 m² auf. Gegenstand der Planung und Maßnahmen ist die Gestaltung und Gliederung des gesamten öffentlichen Raumes, die Gestaltung der Plätze, Bewegungsräume und Aufenthaltbereiche für Fußgänger sowie die Gliederung und Gestaltung der angrenzenden Fahrbahnen einschließlich Sicherung des Park- und Lieferverkehrs, Führung des Fahrradverkehrs im Straßenraum, Einordnung von Abstellanlagen und Gestaltung der Überquerungsstellen für Fahrrad- und Fußgängerverkehr. Außerdem sind die Planung der Verkehrsströme am Platz und im angrenzenden Opernquartier während der Bauzeit und die Organisation der verschiedenen Bauzustände Bestandteil des Auftrags. Der in den 50er Jahren von Wilhelm Riphahn als Entree für die Bühnen gestaltete, aus den Proportionen des Opernhauses und im Zusammenhang mit der Vis-a-Vis-Bebauung entwickelte Offenbachplatz hat aufgrund seiner planerischen Geschlossenheit und Großzügigkeit eine hohe städtebauliche wie auch baukünstlerische Bedeutung für Köln. Er ist mit einem wertvollen Brunnen des Künstlers Jürgen Hans Grümmer ausgestattet, der zusammen mit der Gestaltung der Platzfläche unter Denkmalschutz steht, sodass die Planungen mit der Denkmalpflege abzustimmen sind. Als urbanes Forum und Repräsentationsraum soll er gestalterisch wie funktional qualifiziert werden und als Eingangsbereich für die Bühnen eine bessere Aufenthaltsqualität erhalten. Der gegenwärtig nachgeordnete Vorplatz zum Schauspielhaus an der Brüderstraße, der als Operngarten eine gänzliche Neuplanung erfährt, soll als baumbestandener Quartiersplatz neu konzipiert werden. Bei der Freiraumplanung ist darauf zu achten, dass die beiden neu zu planenden Stadtplätze als Fortsetzung und Ergänzung der (Innenraum-) Konzepte für das Opern- und das Schauspielhaus und der wegetouristischen Erschließung der Kulturdiagonale der Kölner Innenstadt zu verstehen sind. Vorhandene Sicht- und Wegebeziehungen, der Baumbestand (Glockengasse, Offenbachplatz) und der restaurativ wiederherzustellende Brunnen auf dem Offenbachplatz sind in das Gesamtkonzept gestalterisch einzubinden. Basis für die Gestaltung der Verkehrsflächen sind die zur Umsetzung vorgesehenen verkehrsplanerischen Vorgaben des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik, die unter www.planungskultur.de (Menüpunkt: Ausschreibungen) eingesehen werden können (s.a. Ziff. Der Offenbachplatz mit angrenzender Nord-Süd-Fahrt ist als Bodendenkmal in der Liste der Bodendenkmäler der Stadt Köln bereits erfasst, sodass im Zuge der Baumaßnahmen archäologische Grabungen durchgeführt werden müssen. Ausgeschrieben sind die Planungsleistungen für A Freianlagen gem. § 15 HOAI sowie B Leistungen entsprechend dem Leistungsbild Objektplanung für Ingenieurbauwerke und Verkehrsanlagen nach §55 HOAI sowie optional Leistungen gem. HOAI §57 (1) und optional Teilleistungen der Verkehrsplanung gem. A Planungsleistungen für Freianlagen gem. Die vorgesehene Vergabe umfasst die Grundleistungen der Leistungsphasen 1 – 4 gem. §15 HOAI sowie Teile der Leistungsphasen 5 - 9, da voraussichtlich ein GU eingesetzt wird, sowie eine Option auf die Leistungsphasen 5 – 9, sofern der Rat der Stadt Köln eine GU-Vergabe ablehnt bzw. die Leistungsphasen 5 – 9 nicht durch den GU erbracht werden; die Leistungen der Leistungsphase 7 HOAI §15 werden in jedem Fall nur teilweise vergeben werden. Die Größe der zu bearbeitenden Freiflächen beträgt voraussichtlich ca. Die Aufgabe besteht darin, auf der Grundlage des Hochbauentwurfs eine unverwechselbare, gestalterisch anspruchsvolle, die Architektursprache unterstützende aber auch zweckorientierte Gestaltung für die von der Baumaßnahme betroffenen Freiflächen (einschließlich Oberflächengestaltung der straßenbegleitenden Gehwege sowie verkehrsberuhigten Flächen und Straßenbegleitgrün) zu entwickeln, die alle funktionalen aber ebenso auch repräsentative Anforderungen erfüllt und sich gleichermaßen in den städtebaulichen Kontext einfügt. Dabei sind die aus dem Denkmalschutz resultierenden Anforderungen neben sicherheitstechnischen Ansprüchen und Anforderungen hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit in Erstellung und Betrieb zu berücksichtigen. Die Integration der Anforderungen behinderter Menschen ist durchgängig zu gewährleisten. Insbesondere die Stadtplätze sollen den Bühnen ein angemessenes Entrée bieten, Spielstätten, Gastronomie und Freiraum zu einem ganzheitlichen Erlebnis verbinden sowie einen einzigartigen Anziehungspunkt in der Innenstadt von Köln darstellen und das Areal in das städtische Gefüge optimal einbinden. Für die Planung und Umsetzung sind Erfahrungen mit der Gestaltung repräsentativer innerstädtischer Plätze, fundierte Kenntnisse bezüglich Nutzungs- und Unterhaltungsanforderungen, gute Material- und Gestaltungsdetailkenntnisse, kosten- und umweltbewusstes Handeln wie auch Kenntnisse im Immissionsschutz erforderlich. Die Planung muss in enger Abstimmung mit den Objektplanern und den weiteren an der Planung beteiligten Fachplanern sowie den beteiligten städtischen Dienststellen erfolgen. Die Leistungen der Lichtplanung werden separat vergeben. B Leistungen der Objektplanung für Ingenieurbauwerke und Verkehrsanlagen gemäß HOAI § 55 sowie optional Leistungen gem. HOAI §57 (1) und optional Verkehrsplanerische Leistungen gem. Die vorgesehene Vergabe umfasst die Grundleistungen der Leistungsphasen 1 – 3 gem. HOAI § 55, sowie Teile der Leistungsphasen 5 - 9, da voraussichtlich ein GU eingesetzt wird, sowie eine Option auf die Leistungsphasen 5 – 9, sofern der Rat der Stadt Köln eine GU-Vergabe ablehnt bzw. die Leistungsphasen 5 – 9 nicht durch den GU erbracht werden; die Leistungen der Leistungsphase 7 HOAI §55 werden in jedem Fall nur teilweise vergeben werden. Anstatt der Bauoberleitung (Leistungsphase 8) gem. HOAI §55 wird optional ggf. die Objektüberwachung gem. Leistungsbild HOAI §57 (1) Bestandteil des Auftrags. Optional werden außerdem Teilleistungen gem. HOAI § 61 a (z. B. Parkraumanalysen) erforderlich. Die Größe der zu bearbeitenden Verkehrsflächen beträgt voraussichtlich ca. Die Anforderung besteht darin, die von den Preisträgern des Architektenwettbewerbs vorgeschlagenen Umgestaltungs-/Neuordnungsvorschläge unter verkehrsplanerischen und -technischen Gesichtspunkten zu detaillieren bzw. weiterzuentwickeln und ggf. den Entwurf unterstützende Varianten aufzuzeigen. Die Planungsaufgabe umfasst die Gestaltung und Vernetzung aller für die unterschiedlichen Verkehrszweige erforderlichen Anlagen auf dem Grundstück des Offenbachplatzes sowie Teile des angrenzenden Opernquartiers unter Berücksichtigung aller für den Lade- und Lieferverkehr, für die Feuerwehr und die für die Ver- und Entsorgung sowohl der Einrichtungen der Bühnen als auch der weiteren gewerblichen Anlieger und der Anwohner erforderliche Flächen sowie der notwendigen Stellplatzflächen (Anwohner, Gewerbetreibende, Taxenstellplätze, Stellplätze für mobilitätseingeschränkte Mitarbeiter und Besucher der Spielstätten). Im Ergebnis der Baumaßnahmen soll das Opernquartier städtebaulich aufgewertet und die Verkehrsabläufe der unterschiedlichen verkehrlichen Interessen (Fußgänger, PKW/LKW, Feuerwehr, Radfahrer) angemessen und stadtverträglich berücksichtigt und gewährleistet sein. Die Anforderungen an eine umweltgerechte Bauweise sind einzuhalten sowie hohe städtebauliche, gestalterische, funktionale und technische Qualitäten umzusetzen. Der Bewerber muss in der Lage sein, seine Leistungen auf das komplexe Anforderungsprofil von innerstädtischen Verkehrsanlagen in städtebaulich und baukünstlerisch anspruchsvollen Stadträumen abzustimmen und zu koordinieren. Die Planung muss in enger Abstimmung mit den beteiligten Fachplanern, insbesondere dem Objektplaner, sowie den beteiligten städtischen Dienststellen erfolgen. Ziel der Maßnahmen ist eine hohe Gestalt- und Aufenthaltsqualität des öffentlichen Raums – der Plätze, Fußgängerbereiche, Mischverkehrsflächen und Straßenräume – sowie attraktive Fahrrad- und Fußgängerverbindungen in Koexistenz mit dem motorisierten Verkehr. Folgender Zeitrahmen ist für die Planung sowie die Realisierung der Gesamtmaßnahme festgehalten: Planung, Ausschreibung und Vergabe bis August 2010, vorgezogene Maßnahmen (Abbruch, Bodendenkmalpflege, Baugrubenerstellung) ab September 2010, Abschluss der gesamten Baumaßnahmen einschließlich Einzug in die Häuser bis Oktober 2013, Aufnahme des Spielbetriebs in den neuen Häusern Oktober 2013. Die Gesamtkosten dieser Maßnahme betragen 231 000 000 EURO (Bruttogesamtbaukosten Kgr. 200 – 700 einschließlich 19 % MwSt.).

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2009-07-27. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2009-06-30.

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Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2009-06-26 Auftragsbekanntmachung
2009-06-30 Ergänzende Angaben
Auftragsbekanntmachung (2009-06-26)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Titel: Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen
Volltext:
“Bezeichnung des Auftrags durch den Auftraggeber: Projekt: Sanierung der Oper und Neubau des Schauspielhauses und der Produktionsstätten in Köln,...”    Mehr anzeigen
Ort der Leistung
Köln, Kreisfreie Stadt 🏙️
Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Dienstleistungsauftrag
Verordnung: Europäische Gemeinschaften, mit GPA-Beteiligung
Originalsprache: Deutsch 🗣️

Verfahren
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot
Angebotsart: Gesamtangebot
Art des öffentlichen Auftraggebers: Körperschaften
Haupttätigkeit: Allgemeine öffentliche Verwaltung

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Name des öffentlichen Auftraggebers: Stadt Köln – Der Oberbürgermeister, Zentrales Vergabeamt der Stadt Köln
Land: Deutschland 🇩🇪
Kontakt
Internetadresse: www.stadt-koeln.de 🌏

Referenz
Daten
Veröffentlichungsdatum: 2009-06-30 📅
Empfangsdatum: 2009-06-26 📅
Absendedatum: 2009-06-26 📅
Einreichungsfrist: 2009-07-27 📅
Versanddatum der Vertragsunterlagen: 2009-07-23 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer (Legacy): 178270-2009
ABl. S-Ausgabe: 122/2009

Objekt
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen 📦
Quelle: OJS 2009/S 122-178270 (2009-06-26)
Ergänzende Angaben (2009-06-30)
Objekt
Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Ergänzende Angaben

Öffentlicher Auftraggeber
Kontakt
Internetadresse: zentrales-vergabeamt@stadt-koeln.de 📧

Referenz
Daten
Veröffentlichungsdatum: 2009-07-02 📅
Empfangsdatum: 2009-06-30 📅
Absendedatum: 2009-06-30 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer (Legacy): 180073-2009
ABl. S-Ausgabe: 124/2009
Verweist auf Bekanntmachung: 178270-2009
Quelle: OJS 2009/S 124-180073 (2009-06-30)
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