Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen

Stadt Köln – Der Oberbürgermeister, Zentrales Vergabeamt der Stadt Köln

Sanierung Bühnen Köln, Offenbachplatz - Auftrag: Planungsleistungen für Freianlagen gemäß HOAI § 38. Siehe II.1.1) sowie: Entsprechend Beschluss des Rats der Stadt Köln sollen die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude der Bühnen Köln am Offenbachplatz - Opernhaus aus dem Jahr 1957 mit ca. 1 300 Plätzen und Schauspielhaus aus dem Jahr 1962 mit ca. 650 Plätzen – ggf. unter Einbeziehung der Sanierung der Opernterrassen (1957/58) generalsaniert werden. Ziel der Baumaßnahme ist eine Behebung bauphysikalischer, akustischer und konstruktiver Schwachpunkte in der vorhandenen Substanz, die Beseitigung infrastruktureller und sicherheitstechnischer Defizite sowie eine Optimierung der betrieblichen und künstlerischen Abläufe. Weiterhin soll die Raumakustik in den Bühnen- und Zuschauerräumen optimiert und die gesamte Bühnentechnik erneuert werden. Gegenstand der Baumaßnahme ist zudem eine nachträgliche Unterbauung des kleinen Offenbachplatzes, des Kantinenhofs sowie des Betriebshofs und eine neue gemeinsame Anlieferung für beide Theater im Bereich des Betriebshofs an der Krebsgasse. Die Baumaßnahme umfasst insgesamt neben zwei bis vier Spielstätten (Oper und Schauspiel und ggf. Kinder-/Kammeroper und Studiobühne) u.a. die für den Betrieb der Spielstätten notwendigen künstlerischen, kaufmännischen und technischen Funktionsbereiche, Proberäume für die drei Sparten Musik-, Sprechtheater und Tanz, Künstlergarderoben sowie Betriebs- und Aufenthaltsräume für die technischen Abteilungen. Sie verlangt die Integration komplexer Funktionsanforderungen aus den Bereichen Bühne, Zuschauerhaus, Magazine, Foyers, Garderoben, Ateliers, Büros sowie Kantine für ca. 650 Mitarbeiter der Spielstätten. Die Maßnahmen für die Kinderoper und Studiobühne sowie der Umgang mit dem Bauteil Opernterrassen werden derzeit nochmals vertieft untersucht. Der Bruttorauminhalt der bestehenden Gebäude beträgt ca. 234 000 cbm, davon entfallen ca. 167 500 cbm auf das Opernhaus, ca. 57 500 cbm auf das Schauspielhaus und ca. 9 000 cbm auf die Opernterrassen. Die Erweiterungsbaumaßnahmen (ober- und unterirdisch) haben eine Größenordnung von mind. rd. 43 000 cbm und optional bis zu rd. Das Gebäudeensemble der Bühnen Köln bildet zwei unterschiedlich geartete Plätze aus, dem Opernhaus vorgelagert den großen Offenbachplatz und zwischen Schauspielhaus und Opernterrassen den kleinen Offenbachplatz. Die Hauptzugänge der Spielstätten sind jeweils zu den ihnen vorgelagerten öffentlichen Plätzen orientiert. Zwischen Opernhaus und Schauspielhaus befindet sich außerdem der sog. "Kantinenhof", der derzeit den Mitarbeitern vorbehalten und nicht öffentlich zugänglich ist. Die freiraumplanerisch zu bearbeitende Fläche hat insgesamt eine Größe von ca. Sie umfasst die beiden Platzanlagen und den Kantinenhof sowie ergänzende Fußgängerbereiche. Der in den 50er Jahren von Wilhelm Riphahn als Entree für die Bühnen gestaltete, aus den Proportionen des Opernhauses und im Zusammenhang mit der Vis-a-Vis-Bebauung entwickelte Offenbachplatz hat aufgrund seiner planerischen Geschlossenheit und Großzügigkeit eine hohe städtebauliche wie auch baukünstlerische Bedeutung für Köln. Er ist mit einem wertvollen Brunnen des Künstlers Jürgen Hans Grümmer ausgestattet, der unter Denkmalschutz steht. Aus der Lage an der stark frequentierten Nord-Süd-Fahrt resultieren allerdings starke Verkehrslärmbelastungen an diesem bedeutenden Stadtplatz. Gegenstand der Planung und Maßnahmen ist die Gestaltung der Plätze, der Bewegungsräume und Aufenthaltsbereiche für Fußgänger sowie die Gestaltung der für die unterschiedlichen Verkehrszweige erforderlichen Anlagen auf dem Grundstück des Offenbachplatzes (Radverkehr, Feuerwehr sowie ggf. Lade- und Lieferverkehr, Stellflächen für z.B. Ü-Wagen sowie Stellplätze). Die beiden Stadtplätze sind als Fortsetzung und Ergänzung der Innenräume von Opern- und Schauspielhaus und der wegetouristischen Erschließung der Kulturdiagonale der Kölner Innenstadt zu verstehen. Der Offenbachplatz als urbanes Forum und Repräsentationsraum soll gestalterisch wie funktional qualifiziert werden und als Eingangsbereich für die Bühnen eine bessere Aufenthaltsqualität erhalten. Bei der Gestaltung der Platzfläche sind Abstimmungen mit der Denkmalpflege und den Urheberrechtsinhabern erforderlich. Bei dem gegenwärtig nachgeordneten kleinen Offenbachplatz am Schauspielhaus sollen die Eigenräumlichkeit gestärkt und die Aufenthaltsqualität erhöht werden. Der Kantinenhof ist entsprechend Machbarkeitsstudie als öffentlicher Raum - die Machbarkeitsstudie sieht eine Öffnung der dort befindlichen Kantine im Opernhaus zum Freiraum und teilweise gastronomische Nutzung mit Außenplätzen vor – in die Freiraumgestaltung einzubinden. Da für die Umsetzung des Baumaßnahmen insbesondere die beiden Plätze für Baustelleneinrichtungen genutzt werden müssen, ist von großflächigen Beschädigungen auszugehen. Der Offenbachplatz mit angrenzender Nord-Süd-Fahrt ist als Bodendenkmal in der Liste der Bodendenkmäler der Stadt Köln erfasst. Nach Abstimmungen mit dem Römisch-Germanischen Museum kann derzeit davon ausgegangen werden, dass im gesamten Baufeld bis zu einer Tiefe von 48,00 mNN vollflächig archäologische Grabungen stattfinden werden. In der Machbarkeitsstudie ist ein Kostenansatz für die Außenanlagen, im wesentlichen für die Wiederherstellung der Flächen nach Abschluss der Baumaßnahmen, von insgesamt rd. 2 100 000 EUR netto enthalten (KG 500 excl. KG 540); die Leistungen der Lichtplanung werden jedoch separat vergeben. Für die Ausführung der Baumaßnahmen ist eine losweise und eine gewerkeweise Vergabe vorgesehen. Die Baumaßnahmen werden ggf. teilweise bei laufendem Betrieb erfolgen. Die Bauphase erfolgt ggf. im 2-Schicht-Betrieb (Früh- und Spätschicht). Die beabsichtigte Vergabe umfasst die Leistungen der Leistungsphasen 1 bis 8 gem. HOAI § 38. Ziff. Ziel der Maßnahmen ist eine hohe Gestalt- und Aufenthaltsqualität des öffentlichen Raums unter Berücksichtigung der unterschiedlichen verkehrlichen Interessen (insbesondere Fußgänger, Feuerwehr, Radfahrer). Die Aufgabe besteht darin, eine unverwechselbare, gestalterisch anspruchsvolle, die Architektursprache unterstützende aber auch zweckorientierte Gestaltung für die Freiflächen zu entwickeln, die alle funktionalen aber ebenso auch repräsentative Anforderungen erfüllt. Dabei sind die aus dem Denkmalschutz sowie aus urheberrechtlichen Belangen resultierenden Anforderungen neben sicherheitstechnischen Ansprüchen und Anforderungen hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit in Erstellung und Betrieb zu berücksichtigen. Die Integration der Anforderungen mobilitätseingeschränkter Menschen ist durchgängig zu gewährleisten. Für die Planung und Umsetzung sind Erfahrungen mit der Gestaltung repräsentativer innerstädtischer Plätze, fundierte Kenntnisse bezüglich Nutzungs- und Unterhaltungsanforderungen, gute Material- und Gestaltungsdetailkenntnisse, kosten- und umweltbewusstes Handeln wie auch Kenntnisse im Immissionsschutz erforderlich. Die Planung muss in enger Abstimmung mit den Objektplanern und den weiteren an der Planung beteiligten Fachplanern sowie den beteiligten städtischen Dienststellen erfolgen. Eine losweise Vergabe der Planungsleistungen ist aufgrund der Komplexität der Bauaufgabe nicht beabsichtigt. Bewerbungen eines wirtschaftlich mit dem Projektsteuerer verflochtenen Büros sind nicht zulässig und führen zum Ausschluss der/des Bewerber/s vom Verfahren. Die Vergabe erfolgt stufenweise ohne Rechtsanspruch auf die Beauftragung aller Leistungsstufen. Maßnahmenbeginn/Beauftragung der Fachplanungsleistungen: voraussichtlich Frühjahr 2011, 2.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2011-01-26. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2010-12-24.

Wer?

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Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2010-12-21 Auftragsbekanntmachung
Auftragsbekanntmachung (2010-12-21)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Titel: Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen
Volltext:
“Sanierung Bühnen Köln, Offenbachplatz - Auftrag: Planungsleistungen für Freianlagen gemäß HOAI § 38. Siehe II.1.1) sowie: Entsprechend Beschluss des Rats...”    Mehr anzeigen
Ort der Leistung
Köln, Kreisfreie Stadt 🏙️
Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Dienstleistungsauftrag
Verordnung: Europäische Gemeinschaften, mit GPA-Beteiligung
Originalsprache: Deutsch 🗣️

Verfahren
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot
Angebotsart: Gesamtangebot
Art des öffentlichen Auftraggebers: Körperschaften
Haupttätigkeit: Allgemeine öffentliche Verwaltung

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Name des öffentlichen Auftraggebers: Stadt Köln – Der Oberbürgermeister, Zentrales Vergabeamt der Stadt Köln
Land: Deutschland 🇩🇪
Kontakt
Internetadresse: http://www.stadt-koeln.de 🌏

Referenz
Daten
Veröffentlichungsdatum: 2010-12-24 📅
Absendedatum: 2010-12-21 📅
Einreichungsfrist: 2011-01-26 📅
Versanddatum der Vertragsunterlagen: 2011-01-20 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer (Legacy): 384163-2010
ABl. S-Ausgabe: 250/2010

Objekt
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen 📦
Code: Dienstleistungen von Architekturbüros bei Freianlagen 📦
Quelle: OJS 2010/S 250-384163 (2010-12-21)