Volltext
Bezeichnung des Auftrags durch den Auftraggeber: Erweiterung und Sanierung Graf-Stauffenberg-Gymnasium, 65439 Flörsheim; Objektplanung Gebäude, § 33 u. Anlage 11 HOAI 2009. Sanierung und Neubau mit Erweiterung für den öffentlichen Auftraggeber: Die zu erbringenden Leistungen umfassen das Leistungsbild Objektplanung Gebäude, § 33 u. Anlage 11 HOAI 2009. Es ist beabsichtigt, zunächst Leistungen der Leistungsphasen 1 - 3 nach § 33 u. Anlage 11 HOAI 2009 zu vergeben. Der Auftraggeber behält sich vor, dem Architekt bei Fortsetzung der Planung und Durchführung der Baumaßnahme weiterer Leistungen - einzeln oder im Ganzen - der Leistungsphasen 4-9 nach § 33 u. Anlage 11 HOAI 2009 zu übertragen. Ein Rechtsanspruch auf Übertragung dieser Leistungen besteht nicht. Das Schulgebäude der Graf-Stauffenberg-Schule stammt aus den 70-er (1972) Jahren und setzt sich aus fünf Gebäudeteilen zusammen: Bauteil A-Verwaltung und Klassenräume, Bauteil B-Klassenräume, Bauteil D- naturwissenschaftliche Räume, Bauteil N: Klassenräume und einer bereits sanierten Aula zwischen den Bauteilen A und N. Es handelt sich hierbei um mehrgeschossige Massivbauten die zum Teil als Stützen-Riegel-Konstruktion in Stahlbeton-Sandwich-Bauweise ausgeführt worden sind, der Bauteil D ist teilweise unterkellert. Der Umfang der Bau- und Planungsmaßnahmen sieht folgendermaßen aus: Bauteil A (Verwaltungstrakt + Klassenräume): Abbruch des zweigeschossigen Verwaltungstraktes und Errichtung eines dreigeschossigen Neubaus mit Neugestaltung des Haupteingangs, Errichtung eines Verwaltungstraktes einer neuen Cafeteria , eines Speiseraumes mit ca. 250 qm, einer Ausgabeküche mit den dazugehörigen Räumen sowie einer Schülerbücherei im Erdgeschoss. In den Geschossen 1.OG. und 2. OG soll je nach Entwurf die Verwaltung und im 2. OG. neue Klassenräume untergebracht werden. Bauteil B (Klassenräume): Überbauung des zweigeschossigen Bestandsgebäudes mit einem zusätzlichen Geschoss, Abbruch der bestehenden Treppenhäuser und Neugestaltung (Neubau) der Erschließungssituation mittels eines vorgelagerten Flurs und 2 Treppenhäusern. In dem geplanten Neubau (Bauteil B) im 2. OG werden 6 neue Klassenräume ein Nebenraum sowie ein Gruppenraum geschaffen. Abbruch und dreigeschossige Neuerrichtung eines Verbindungsbaus (Musikraum) zwischen den Bauteilen B und D. Sanierung der gesamten Innenbereiche sowie der Außenfassade. Die Tragwerkskonstruktion der neu zu errichtenden Bauteile ist vom Entwurf abhängig, und wird vom Tragwerksplaner mitgestaltet. Bauteil D (Naturwissenschaften): Sanierung des gesamten Innenbereiches sowie eine Fassadensanierung mit Fenstererneuerung. Die neuen zu errichteten Gebäudeteile müssen unmittelbar an den Bestand angeschlossen werden, der Bauteil A wird zweiseitig angeschlossen und der Bauteil B überbaut. Diese durchaus aufwendigen Anbindungen an den Bestand, stellen hohe Anforderungen an den Architekt, Tragwerks- und Haustechnikplaner. Die Bruttogrundfläche der Gebäudeteile setzt sich wie folgt zusammen: Bauteil A: Bestand = rd. 2 735 m², geplanter Neubau = rd. 1 450 m², geplanter Neubau (Aufstockung) = rd. 3 500 m², Sanierung. In den Jahren 2002 und 2008 wurden die Dächer der Aula und des Bauteils D bereits saniert, der Bauteil N wurde erst im Jahre 2002 errichtet. Die Bauteile N (Baujahr 2002) und Aula werden nicht Bestandteil dieser Baumassnahme. Im Zuge der anstehenden Sanierung erfolgt eine komplette brandschutz-, schallschutz- und wärmeschutztechnische Ertüchtigung sämtlicher zu sanierenden Gebäudeteile. Die Erneuerung sämtlicher Bodenbeläge, abgehängten Decken, Türen, Einbauteile, Wandoberflächen gehört ebenso zum Sanierungsumfang, wie die Fassadenerneuerung nach energietechnischen Gesichtspunkten. Der Umbau und Erneuerung der Sanitärbereiche ist ebenfalls vorgesehen. In dem Bauteil D umfasst die Sanierung zusätzlich noch die Haustechnik und den Fensteraustausch. Für die Dauer der Umbau- und Sanierungsarbeiten werden zum Teil Ausgleichsräume für den laufenden Schulbetrieb mittels Container geschaffen. Da hierdurch jedoch nicht der komplette Bedarf abgedeckt werden kann, müssen die Arbeiten in mehreren Abschnitten, parallel zum laufenden Betrieb durchgeführt werden. Die zur Leistungserbringung erforderlichen CAD-Zeichnungen sind zwingend in AutoCAD (ADT) ab Version 2000 bis einschl. 2009 in 2D-Format zu erstellen. Mit der Leistungserbringung ist direkt nach Vertragsabschluss (geplant Januar 2010) zu beginnen. Der Beginn der Maßnahmen ist für Anfang Mai 2010 geplant.