Beschreibung der Beschaffung
Ersatzbeschaffung oder Aufrüstung des vorhandenen Systems auf einen kompakten, hochauflösenden 1,5T und 3T Magnetresonanztomographen (MRT) zur Ganzkörper-Bildgebung.
Für die Radiologie Nord des Klinikums Nürnberg sollen die beiden vorhandenen 1,5 T und 3 T MRT zur Ganzkörper-Bildgebung aktualisiert werden. Eine Ersatzbeschaffung oder eine Aufrüstung der vorhandenen Systeme ist möglich.
Die beiden Systeme sollen kurze Untersuchungszeiten zur Erzielung eines hohen Patientendurchsatzes bei gleichzeitig großer Anwendungsbreite ermöglichen.
Die beiden Systeme müssen einen effizienten Workflow ermöglichen durch einfache Lagerung des Patienten, schnellen Spulen-Setup, und einer einfachen Auswertung der geforderten Untersuchungstechniken.
Die beiden Systeme müssen in die jeweils vorhandenen Untersuchungsräume passen. Eine Besichtigung der beiden Räume vor der Abgabe des Angebots wird deshalb vom öffentlichen Auftraggeber mit Nachdruck empfohlen.
Die beiden Systeme sollen an das bauseits vorhandene Kaltwasser (6°C/12°C) angeschlossen werden. Die bauseitigen Leistungen beinhalten die Zuleitung (einschl. Isolierung) bis zum Übergabepunkt im Technikraum. Der Anschluss erfolgt bauseits.
Die beiden Systeme sollen einschließlich der elektrischen Unterverteiler an die bauseits vorhandene Elektrozuleitung angeschlossen werden. Die Peripheriegeräte (Not-Aus, Betriebsanzeige mit EIN/AUS einschließlich Installation) werden von der bauseitigen Elektrofirma am Unterverteiler zum Anschluss bereitgestellt.
Die beiden alten Systeme (Siemens Magnetom Espree und Siemens Magnetom Skyra) müssen demontiert und abtransportiert oder entsprechend umgebaut werden.
Die Untersuchungsräume wurden mit einer Flächenlast von 3,5 kN/m² geplant. An den bisherigen Positionen der MRT wurde mit einer zusätzlichen Last von 61 kN kalkuliert. Die Position des MRT im jeweiligen Untersuchungsraum muss entsprechend beibehalten werden. Die kalkulierten Lasten müssen durch den Bieter eingehalten werden.
Der Bieter übernimmt die Projektabwicklung/-koordinierung vom Abbau der zu ersetzenden Geräte bis zur Übergabe der angebotenen Systeme (bei Abbau).
Der Zeitraum zwischen Übergabe des jeweiligen Raumes an den Auftragnehmer (Start Umbauphase) bis zur Übergabe des Raumes an das Klinikum Nürnberg (Ende Inbetriebnahme) muss möglichst kurzgehalten werden. In diesem Zeitraum muss, falls notwendig, das jeweilige aktuelle Altgerät ausgebaut und die Fassade geöffnet werden. Zusätzlich müssen der Bodenbelag, die Kälteinstallation und zum Teil die Beleuchtung erneuert werden, sowie die Innenkabine auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden. Ebenso muss die Anpassung oder ggf. der Rückbau des Quenchrohres erfolgen, und das neue Gerät eingebaut und in Betrieb genommen werden. Die Aufgabenverteilung erfolgt in Rücksprache mit der Bauabteilung des Klinikums Nürnberg.
Neun Wochen stehen für die Umbauphase der beiden Teilprojekte zur Verfügung. Zwischen den beiden Teilprojekten soll eine Pause von mindestens zwei Wochen eingeplant werden. Das Konzept zur Umbauphase und der Inbetriebnahme erstreckt sich daher über mindestens elf Wochen.
Ein Konzept zur Umbauphase und der Inbetriebnahme muss dem Leistungsverzeichnis als Anlage für beide MRT beigefügt werden.
Die beiden Systeme sollen nacheinander getauscht bzw. aufgerüstet werden um den klinischen Betrieb aufrecht zu erhalten. Dabei muss gewährleistet sein, dass das jeweils andere System einsatzfähig bleibt.
Liegt die Umrüstungszeit (Umbauphase und Inbetriebnahme) bei < fünf Wochen, werden die Betriebszeiten am zweiten MRT entsprechend verlängert.
Liegt die Umrüstungszeit (Umbauphase und Inbetriebnahme) bei > fünf Wochen, ist ein mobiler MRT-Container für den Zeitraum zu stellen. Der mobile MRT-Container wird kostenlos zur Verfügung gestellt. Ansonsten müssen die Kosten im Angebot aufgeführt werden.