Flugsimulatoren

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR)

Flugsimulator/Flugsimulationszentrum. Kurzbeschreibung des Gesamtaufbaus. In Braunschweig soll im Rahmen einer gemeinsamen Initiative von DLR und TU BS ein leistungsfähiges Zentrum für Forschungsflugsimulation errichtet werden. Es werden zwei repräsentative Cockpits aufgebaut, und zwar die eines Verkehrsflugzeuges vom Typ Airbus A320 sowie eines Hubschraubers vom Typ Eurocopter EC135. Die Cockpits können wahlweise auf einem Bewegungssystem oder in einem Festsitzsimulator mit gleichermaßen hochwertigen Sichtsystemen betrieben werden. Der Aufbau der wesentlichen Komponenten, wie des Bewegungssystems, der Sichtsysteme und der Cockpits, erfolgt in Zusammenarbeit mit geeigneten Zulieferfirmen. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für Ende 2012 geplant. Aufgaben. Die Anlage soll einerseits die Aufgabe der Systemsimulation zur Vorbereitung von Flugversuchen mit ATRA(Advanced Technologies Research Aircraft) und FHS (Flying Helicopter Simulator) erfüllen, andererseits sollen Simulationen zur Flugforschung auf höchstem Niveau durchgeführt werden können. Systemsimulation. Zur Systemsimulation muss die Simulationsanlage alle relevanten Systemeigenschaften der fliegenden Versuchsträger ATRA und FHS nachbilden. Ziel ist die effektive Flugversuchsvorbereitung. Zentrales Forschungsgebiet ist die dynamische Interaktion zwischen Mensch und Luftfahrzeug, insbesondere für Transportflugzeuge und Hubschrauber. Im Bereich der Hubschrauber sollen Fragestellungen zur Allwetterfähigkeit und Pilotenunterstützung bei reduzierter Außensicht, zum Einsatz aktiver Steuerelemente, zum Lastpendeln und Langfristig zur Fliegbarkeit neuer Konfigurationen untersucht werden. Im Bereich der Transportflugzeuge sollen Fragestellungen zur Gefährdungsbewertung und Pilotenunterstützung beim Flug in gestörter Atmosphäre, zur Fliegbarkeit neuer Flugzeugkonfigurationen (z. B. Nurflügler) und militärischer Transportflugzeuge in speziellen Missionen, zur Entwicklung standardisierter Testverfahren hinsichtlich virtueller Zertifizierung und Langfristig zur Untersuchung neuer Bedienelemente und Automatisierungskonzepte und deren Akzeptanz durch die Cockpitbesatzung untersucht werden. Simulatorforschung. Es soll der Zusammenhang zwischen der Wiedergabegenauigkeit eines Flugsimulators (simulator fidelity) und der Trainingseffektivität ermittelt werden. In die Wiedergabegenauigkeit gehen die Qualität der Simulation bzw. der Nachbildung der realen Außensichten, der Bewegungen, der Geräusche, der Ergonomie, der Steuerkräfte und des dynamischen Verhaltens des Luftfahrzeugs ein. Die Trainingseffektivität ist ein Maß für den Lerneffekt, den ein Pilot im Simulator erfährt, und dessen Übertragbarkeit auf das reale Luftfahrzeug. Für das Simulatorzentrum sollen beschafft werden: 1. Nachbauten von Cockpits für den Einsatz in Flugsimulatoren mit Bewegungssystem der Luftfahrzeuge: — Airbus A320 ATRA, — Eurocopter EC135 FHS mit Zugangsmöglichkeit durch die Cockpittüren. Ein Bewegungssimulator inklusive der folgenden Komponenten: — Hexapod-Bewegungssystem mit elektro-mechanisch angetriebenen Aktuatoren, — Domhülle für den Aufbau auf das Bewegungssystem, — Cockpit-Wechselsystem für die oben genannten Cockpits, — Ausstattung des Domes mit: —— einer Operator-Kabine inklusive Arbeitsplätze, —— einem Lüftungskonzept für Dom und Operator-Kabine, —— Sichtsystemprojektoren und Projektionsfläche ohne Imagegeneratoren für den Einsatz für den Bewegungssimulator, — einem Zugangssystem zum Bewegungssimulator. Zusätzlich sollen folgende Komponenten für den Aufbau eines Festsitzsimulators optional angeboten werden: — feste Unterkonstruktion für die Aufnahme des Festsitzsimulators, — Lichtdichte und geräuschhemmende Hülle für den Aufbau auf die Unterkonstruktion, — Ausstattung der Hülle mit: —— einem Cockpit-Wechselsystem für die oben genannten Cockpits, —— einer Operator-Kabine inklusive Arbeitsplätze, —— einem Lüftungskonzept für die Hülle und die Operator-Kabine, —— Sichtsystemprojektoren und Projektionsfläche ohne Imagegeneratoren für den Einsatz für den Festsitzsimulator, — einem Zugangssystem zum Festsitzsimulator. Eine präzisere Beschreibung der zu beschaffenden Komponenten liefern die ausführlichen Dokumente. Diese sind Teil der Ausschreibungsunterlagen und werden auf Anfrage zur Verfügung gestellt. Die ausführlichen Unterlagen können unter I.1. beim Auftraggeber postalisch oder per Email angefordert werden.

Deadline

Die Frist für den Eingang der Angebote war 2010-05-21. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2010-04-01.

Wer? Wie? Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2010-03-30 Auftragsbekanntmachung
Auftragsbekanntmachung (2010-03-30)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Titel: Flugsimulatoren
Volltext:
“Flugsimulator/Flugsimulationszentrum. Kurzbeschreibung des Gesamtaufbaus. In Braunschweig soll im Rahmen einer gemeinsamen Initiative von DLR und TU BS ein...”    Mehr anzeigen
Ort der Leistung
Braunschweig 🏙️
Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Lieferauftrag
Verordnung: Europäische Gemeinschaften, mit GPA-Beteiligung
Originalsprache: Deutsch 🗣️

Verfahren
Verfahrensart: Beschleunigtes Verhandlungsverfahren
Vergabekriterien
Nicht definiert
Angebotsart: Nicht definiert
Art des öffentlichen Auftraggebers: Andere
Haupttätigkeit: Sonstiges

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Name des öffentlichen Auftraggebers: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR)
Land: Deutschland 🇩🇪
Kontakt
Internetadresse: www.dlr.de 🌏

Referenz
Daten
Veröffentlichungsdatum: 2010-04-01 📅
Absendedatum: 2010-03-30 📅
Einreichungsfrist: 2010-05-21 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer (Legacy): 95920-2010
ABl. S-Ausgabe: 64/2010

Objekt
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Flugsimulatoren 📦
Quelle: OJS 2010/S 064-095920 (2010-03-30)