Beschreibung der Beschaffung
Der Hauptbahnhof Frankfurt am Main ist hinsichtlich des Verkehrsaufkommens einer der größten
Reisezugbahnhöfe Europas. Um dieser Herausforderung und den aktuellen Anforderungen
gerecht zu werden, ist eine der Gegenwart angepasste Technik und Qualität gefordert. Das
oberste Ziel der Maßnahme ist eine Verbesserung der Sicherheit, Qualität und des Komforts für
die Reisenden.
Um dieses hohe Ziel zu erreichen, wird bei der Maßnahme eine Veränderung der
Wegebeziehungen durchgeführt. Die Veränderung führt durch die Vervielfältigung der Wege
zwischen den Anbindungen zu mehr Komfort und gleichzeitig zu einer höherwertigen Gestaltung.
Der Hauptbahnhof Frankfurt am Main wird täglich von bis zu 450.000 Reisenden genutzt und ist
somit der innerstädtische Verkehrsknotenpunkt. Es bestehen Umsteigemöglichkeiten zwischen
ÖPNV, S- und U-Bahn sowie zum Regional- und Fernverkehr.Die bestehenden technischen Anlagen (Heizung/ Lüftung/ Sanitär/ Kälte/ Elektro) des farbig
markierten Projektumfangs sind abgängig. Die Anlagen, größtenteils aus den 70-er Jahren, sind
nicht mehr instandsetzbar. Bei einem Ausfall müssten Verkehrs- und Vermarktungsflächen in
dem jeweiligen Bereich stillgelegt werden.
Der Brandschutz entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen.
Der Projektumfang zum jetzigen Zeitpunkt umfasst die Schalterhalle/Empfangsgebäude
angrenzend zum Querbahnsteig – Bahnsteigbereich, den Nordbau des Empfangsgebäudes
(Kellergeschoss bis Dachgeschoss), den Vorplatz inklusive der Treppenaufgänge die als
Stadtverbindung dienen, die gesamte B-Ebene (Verteilerebene zur U- und S-Bahn und
Verbindung zur Stadt, alle Geschosse) und die gesamten Technikzentralen/Nebenflächen (50
Hz, ITK, BMA, SAA, GLT) unterhalb der aufgezählten Bereiche. Insgesamt ergibt dies eine
Nettogeschossfläche (NGF) von rd. 53.600 qm.
Ziel ist es, sowohl die Aufenthaltsqualität als auch das Sicherheitsempfinden für die Reisenden
zu steigern und die innerstädtische Verbindung aufzuwerten. Mit den Maßnahmen erfolgt
gleichzeitig eine Optimierung und Erweiterung der Verkehrs- und Vermarktungsflächen.Es ist vorgesehen, die bestehenden Ladenvorbauten in der Empfangshalle und auf dem
Querbahnsteig zurück zu bauen. Untergeordnete Lagerflächen und stillgelegte
Vermietungsflächen werden reaktiviert. Durch die Umsetzung des neuen Nutzungskonzeptes, bei
dem die zuvor genannten Maßnahmen berücksichtigt werden, ergeben sich Synergieeffekte. Die
Verkehrsflächen werden durch eine neue Verteilerebene im Bereich des Kellergeschosses
Nordbau erweitert. Dadurch werden zusätzliche Verkehrswegebeziehungen innerhalb des
Hauptbahnhofs erschlossen.
Dies führt zu einer besseren Übersichtlichkeit in den infrastrukturellen Bereichen und zur
Verbesserung der Zugänglichkeit für mobilitätseingeschränkte Personen.
Die technischen Gewerke (Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektro, TK etc.) werden im Projektbereich
komplett erneuert.