Industriepark Schwarze Pumpe; Modernisierung eines Teilabschnittes des Ableiters 1 der Abwasserbehandlungsanlage I (ABA I); Planungsleistungen LP 1-9

Zweckverband Industriepark Schwarze Pumpe (ZV ISP) vertreten durch die ASG Spremberg GmbH als Treuhänder

Die 2004/2005 errichtete anaerobe/aerobe biologische Kläranlage (ABA I) im Industriepark Schwarze Pumpe ist Eigentum des Zweckverbandes Industriepark Schwarze Pumpe und wird von der ASG Spremberg GmbH (ASG) betrieben. Die ABA I reinigt hauptsächlich Abwasser der Papiermaschine PM1 der Hamburger Rieger GmbH (Tochtergesellschaft der Prinzhorn Holding GmbH), Papierfabrik Spremberg, aber auch Abwässer von weiteren Erschließungsflächen. Weiterhin betreibt die ASG am Standort des Industrieparks Schwarze Pumpe die kommunale Kläranlage ABA II. Das vollbiologisch behandelte Abwasser der ABA I und ABA II wird über den Ableiter 1 (geschlossener Freispiegelkanal) in die Spree eingeleitet. Das Abwasser der ABA I ist stark kalkabscheidend. Zur Wiederherstellung der erforderlichen hydraulischen Leistungsfähigkeit muss der Ableiter 1 regelmäßig durch mechanische und chemische Verfahren von Kalkablagerungen befreit werden. Infolge der notwendigen Kanalreinigungsarbeiten in den zurückliegenden Betriebsjahren ist der vorhandene Ableiter auf einer Strecke von ca. 600 m stark verschlissen. Der betreffende Kanalabschnitt DN 500-600 (Ablaufbauwerk ABA I bis Schacht "R1.2") besteht aus GFK-Rohren und wurde im Jahr 2004 errichtet. Der sich daran anschließende Kanalabschnitt bis zur Einleitstelle in die Spree wurde in Betonbauweise ausgeführt. Im Vergleich zu anderen Kanalabschnitten in Betonbauweise ist der GFK-Kanal durch die intensive Kanalreinigung (Drücke > 100 bar; Frästechnik etc.) frühzeitig an seine Verschleißgrenze gekommen. Die zunehmende intensive Kanalreinigung und der damit einhergehende Verschleiß des Kanals liegt u.a. in geänderten Randbedingungen begründet. In den zurückliegenden Betriebsjahren gab es grundlegende Änderungen in der Charakteristik des Zuflusses aus der Papierfabrik. Mit Errichtung der PM2 am Standort des Industrieparks Schwarze Pumpe durch die Firma Hamburger Rieger wurde unter anderen das Produktspektrum auf der PM1 angepasst. Die Umstellung der Papierproduktion führte u.a. zu einer Erhöhung der Calciumkonzentration. Aufgrund des hohen Kalkabscheidungspotentials des Papierabwassers führt dies zu einer Zunahme der Kalkablagerungen. Darüber hinaus weisen die Ablagerungen deutlich höhere Festigkeiten auf. Um den vermehrten Ablagerungen entgegenzuwirken, musste in den zurückliegenden Jahren der Kanal häufiger gereinigt werden. Die Änderung der Festigkeit der Ablagerungen erforderte den Einsatz neuer Reinigungstechnologien (Höchstdruck, Fräsroboter, chemische Reinigung). Beide Faktoren, Erhöhung der Reinigungszyklen und Umstellung der Technologie, führen zu einem erhöhten Verschleiß des GFK-Kanals. Für diese Belastungen wurde der betreffende Kanalabschnitt ursprünglich nicht konzipiert, sodass davon ausgegangen werden muss, dass der GFK-Kanal den geänderten Randbedingungen auf Dauer nicht mehr Stand hält.

Deadline

Deadline 2026-11-27

Wer? Wie? Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2026-10-28 Auftragsbekanntmachung
Auftragsbekanntmachung (2026-10-28)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Titel: Industriepark Schwarze Pumpe; Modernisierung eines Teilabschnittes des Ableiters 1 der Abwasserbehandlungsanlage I (ABA I); Planungsleistungen LP 1-9
Referenznummer: 2026 - ASG - FB5 - 17
Kurze Beschreibung:
Die 2004/2005 errichtete anaerobe/aerobe biologische Kläranlage (ABA I) im Industriepark Schwarze Pumpe ist Eigentum des Zweckverbandes Industriepark Schwarze Pumpe und wird von der ASG Spremberg GmbH (ASG) betrieben. Die ABA I reinigt hauptsächlich Abwasser der Papiermaschine PM1 der Hamburger Rieger GmbH (Tochtergesellschaft der Prinzhorn Holding GmbH), Papierfabrik Spremberg, aber auch Abwässer von weiteren Erschließungsflächen. Weiterhin betreibt die ASG am Standort des Industrieparks Schwarze Pumpe die kommunale Kläranlage ABA II. Das vollbiologisch behandelte Abwasser der ABA I und ABA II wird über den Ableiter 1 (geschlossener Freispiegelkanal) in die Spree eingeleitet. Das Abwasser der ABA I ist stark kalkabscheidend. Zur Wiederherstellung der erforderlichen hydraulischen Leistungsfähigkeit muss der Ableiter 1 regelmäßig durch mechanische und chemische Verfahren von Kalkablagerungen befreit werden. Infolge der notwendigen Kanalreinigungsarbeiten in den zurückliegenden Betriebsjahren ist der vorhandene Ableiter auf einer Strecke von ca. 600 m stark verschlissen. Der betreffende Kanalabschnitt DN 500-600 (Ablaufbauwerk ABA I bis Schacht "R1.2") besteht aus GFK-Rohren und wurde im Jahr 2004 errichtet. Der sich daran anschließende Kanalabschnitt bis zur Einleitstelle in die Spree wurde in Betonbauweise ausgeführt. Im Vergleich zu anderen Kanalabschnitten in Betonbauweise ist der GFK-Kanal durch die intensive Kanalreinigung (Drücke > 100 bar; Frästechnik etc.) frühzeitig an seine Verschleißgrenze gekommen. Die zunehmende intensive Kanalreinigung und der damit einhergehende Verschleiß des Kanals liegt u.a. in geänderten Randbedingungen begründet. In den zurückliegenden Betriebsjahren gab es grundlegende Änderungen in der Charakteristik des Zuflusses aus der Papierfabrik. Mit Errichtung der PM2 am Standort des Industrieparks Schwarze Pumpe durch die Firma Hamburger Rieger wurde unter anderen das Produktspektrum auf der PM1 angepasst. Die Umstellung der Papierproduktion führte u.a. zu einer Erhöhung der Calciumkonzentration. Aufgrund des hohen Kalkabscheidungspotentials des Papierabwassers führt dies zu einer Zunahme der Kalkablagerungen. Darüber hinaus weisen die Ablagerungen deutlich höhere Festigkeiten auf. Um den vermehrten Ablagerungen entgegenzuwirken, musste in den zurückliegenden Jahren der Kanal häufiger gereinigt werden. Die Änderung der Festigkeit der Ablagerungen erforderte den Einsatz neuer Reinigungstechnologien (Höchstdruck, Fräsroboter, chemische Reinigung). Beide Faktoren, Erhöhung der Reinigungszyklen und Umstellung der Technologie, führen zu einem erhöhten Verschleiß des GFK-Kanals. Für diese Belastungen wurde der betreffende Kanalabschnitt ursprünglich nicht konzipiert, sodass davon ausgegangen werden muss, dass der GFK-Kanal den geänderten Randbedingungen auf Dauer nicht mehr Stand hält.
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Art des Vertrags: Dienstleistungen
Produkte/Dienstleistungen: Dienstleistungen von Ingenieurbüros 📦
Geschätzter Wert ohne MwSt: 250 000 EUR 💰
Beschreibung
Interne Kennung: 2026 - ASG - FB5 - 17
Diese Auftragsvergabe ist auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) geeignet ✅
Beschreibung der Beschaffung:
Unter Berücksichtigung der Randbedingungen soll die Modernisierung des betreffenden Kanalabschnittes geplant werden. Dabei spielen die Materialauswahl, die Dimensionierung der Rohrleitung, Behelfe während der Bauphase sowie die Ermittlung der Bauzeit eine entscheidende Rolle. Auch eine mögliche zusätzliche Beschichtung des neuen Kanalabschnittes zur Verbesserung der Reinigungsleistung ist zu betrachten. Es ist die vollständige Trasse vom Ablaufschacht ABA I bis R1.2 zu modernisieren. Die Haltung vom AW1 bis AW2 wurde nachträglich überbaut und stellt daher einen Sonderfall dar. Für diese Haltung ist eine Trassenverschiebung in östliche oder westliche Richtung zu prüfen. - Prüfung der Bestandsunterlagen, Sichtung der Dokumentationsunterlagen - Betrachtung Modernisierung inkl. Vorschlägen zu einer möglichen Beschichtung, um den Reinigungsaufwand zu erleichtern, mit hydraulischem Nachweis (Qsoll = 300 - 350 m³/h; Freispiegelabfluss) - Modernisierung der Schächte mit gleichbleibender Haltungslänge - Materialauswahl (unter Berücksichtigung der chemischen Eigenschaften des Abwassers, des ansteigenden Verkalkungspotentials, der Reinigungstechnik mittels Hochdruck- oder Säurespülung sowie einer Optimierung des Reinigungsregimes) - Aufstellung einer Kostenschätzung inkl. Variantenvergleich aus unterschiedlichen Materialien (Beton, Stahl, etc.) mit und ohne Beschichtung - Einteilung möglicher Bauabschnitte unter Beachtung betrieblicher Nutzungszeiten sowie eventuelle Behelfsbauwerke / mobile Pumpstationen für die Abwasserüberleitung während der Bauphase - Realisierungszeitraum unter Beachtung der Betreibervorgaben - Erstellung von Genehmigungsunterlagen, Abstimmung mit Dritten - Erstellung einer vollständigen Unterlage für den Fördermittelantrag (LP 4) - Zur Vorbereitung des Antrags sind insbesondere folgende baufachlichen Fragen zu klären: o Bedarfsnachweis o Standort - Nutzbarkeit der Liegenschaft o Konzeption - Abstimmung zur Vorentwurfsplanung o Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen, Variantenuntersuchungen o Kostenermittlung
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Zusätzliche Informationen:
#Besonders auch geeignet für:freelance#, #Besonders auch geeignet für:selbst#, #Besonders auch geeignet für:other-sme#
Zusätzliche Produkte/Dienstleistungen: Postanschrift: An der Heide/ Straße A- Mitte
Postleitzahl: 03130
Stadt: Spremberg
Land: Deutschland 🇩🇪
Ort der Leistung: Spree-Neiße 🏙️
Dauer: 24 Monate
Titel
Los-Identifikationsnummer: LOT-0001

Verfahren
Art des Verfahrens
Offenes Verfahren ✅
Rechtsgrundlage: Richtlinie 2014/24/EU
Zentrale Elemente des Verfahrens:
Der Ablauf des Vergabeverfahrens ist in Anlage Bewerbungsbedingungen / Vergabeverfahren beschrieben.
Administrative Informationen
Frist für den Eingang von Angeboten oder Teilnahmeanträgen: 2026-11-27 12:00:00 📅
Bedingungen für die Öffnung der Angebote: 2026-11-27 12:00:00 📅
Sprachen, in denen Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können: Deutsch 🗣️
Mindestzeitraum, in dem der Bieter das Angebot aufrechterhalten muss: 49 Tage
Bedingungen für die Einreichung eines Angebots
Die Bieter können mehrere Angebote einreichen
Eröffnungstermin: 2026-11-27 12:00:00 📅
Elektronische Rechnungsstellung: Zulässig
Frist für die Anforderung zusätzlicher Informationen: 2026-11-20 23:59:59 📅
Zusätzliche Informationen:
Fehlende Unterlagen können von der Vergabestelle nachgefordert werden. Bei nicht fristgemäßer Vorlage muss das entsprechende Angebot wegen Unvollständigkeit ausgeschlossen werden.
Der Vertrag enthält Bedingungen zur Vertragsausführung ✅

Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Informationen
Bedingungen für den Vertrag
Bedingungen für die Vertragserfüllung:
Sämtliche geforderte Nachweise sind in deutscher Sprache vorzulegen. Sofern Originaldokumente in einer anderen Sprache verfasst sind, ist mit dem Dokument eine beglaubigte Übersetzung vorzulegen. Die geforderten Nachweise dürfen nicht älter als 12 Monate sein. Mit dem Angebot sind vorzulegen: - Angaben gemäß Anlage Bewerbungsbedinungen_Vergabeverfahren - Angaben zur Eintragung in das Handels- oder Berufsregister mit Angabe der Registriernummer - Nachweis einer projektbezogenen Berufshaft/- bzw. Betriebshaftpflichtversicherung mit folgenden Deckungssummen: - für Personenschäden: 2.000.000,00 Euro - für Sach-/Vermögensschäden: je 1.000.000,00 Euro
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Öffentlicher Auftraggeber
Name und Adressen
Name: Zweckverband Industriepark Schwarze Pumpe (ZV ISP) vertreten durch die ASG Spremberg GmbH als Treuhänder
Nationale Registrierungsnummer: 12-121397524861444-55
Postanschrift: An der Heide/ Straße A- Mitte
Postleitzahl: 03130
Postort: Spremberg
Region: Spree-Neiße 🏙️
Land: Deutschland 🇩🇪
E-Mail: info@asg-spremberg.de 📧
Telefon: +49 3564-32980 📞
Fax: +49 3564-3299933 📠
URL: https://www.zv-isp.de/ 🌏
Art des öffentlichen Auftraggebers
Einrichtung des öffentlichen Rechts
Haupttätigkeit
Wirtschaft und Finanzen
Kommunikation
Dokumente URL: https://vergabemarktplatz.brandenburg.de/VMPSatellite/notice/CXP9YEZH31S/documents 🌏
Teilnahme-URL: https://vergabemarktplatz.brandenburg.de/VMPSatellite/notice/CXP9YEZH31S 🌏
URL des Beschaffungsinstruments: https://vergabemarktplatz.brandenburg.de/VMPSatellite/notice/CXP9YEZH31S 🌏
Elektronische Einreichung: Erforderlich

Ergänzende Informationen
Zusätzliche Informationen
#Bekanntmachungs-ID: CXP9YEZH31S#
Körper überprüfen
Name: Vergabekammer des Landes Brandenburg
Nationale Registrierungsnummer: t:03318661719
Postanschrift: Heinrich-Mann-Allee 107
Postleitzahl: 14473
Postort: Potsdam
Region: Spree-Neiße 🏙️
Land: Deutschland 🇩🇪
URL: http://mwe.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.482109.de# 🌏
Dienststelle, bei der Informationen über das Überprüfungsverfahren eingeholt werden können
Wie: Körper überprüfen
Informationen über elektronische Arbeitsabläufe
Die elektronische Rechnungsstellung wird akzeptiert
Bekanntmachungsangaben
Bevorzugtes Datum der Veröffentlichung: 2026-10-28+01:00 📅
Quelle: OJS 2026/S 210-751819 (2026-10-28)