Beschreibung der Beschaffung
Die Stadtteilschule (STS) Am Heidberg ist neben dem Gymnasium Heidberg und der Grundschule Am Heidberg eine von 3 Schulen, die den Campus Heidberg im Norden Hamburgs bilden. Die 3 Schulen nutzen gemeinsam die Schulgrundstücke Tangstedter Landstraße 300 und Fritz-Schumacher-Allee 200, die sich in direkter Nachbarschaft im Stadtteil Langenhorn befinden. Mit dem Schulentwicklungsplan (SEPL) 2019 hat die BSB die Notwendigkeit der Entwicklung der Stadtteilschule Am Heidberg (STS) von jetzt 5 auf 7 Züge festgestellt. Darüber hinaus hat die BSB in 2021der STS das Führen einer eigenen, 3zügigen Oberstufe am Standort Tangstedter Landstraße zugebilligt. Diese ist bisher in Kooperation mit einer anderen Stadtteilschule ausgelagert.
Gemäß der dadurch bedingten Bestellung der BSB an den Schulbau Hamburg (SBH) sollen für Unterrichts- und Fachräume sowie für Gemeinschafts-, Verwaltungs- und Inklusionsflächen 3568 m² Hauptnutzfläche realisiert werden. Hierfür ist der Rückbau des Gebäude 11 an der Tangstedter Landstraße Planungsbestandteil. Hinzu kommen 2 Sporthallenflächen, deren Setzung im Schulgelände noch festzulegen sind. Machbarkeitsstudien dazu liegen vor, es wird eine Zweifeldsporthalle (derzeit zwei gekoppelte Einfeldhallen mit einem Gesamtspielfeld von 27m x 30 m) auf dem Gelände des Gymnasiums favorisiert.
Die in der Machbarkeitsstudie favorisierte Verortung der Sporthalle sieht vor, dass die Nutzungen eines bestehendes Doppel-H-Gebäudes in 2 sogenannte Hamburger Klassenhäuser ausgelagert werden, das Doppel-H-Gebäude zurückgebaut wird und an dem Standort die Sporthalle entsteht.
Da der Rückbau des Doppel-H-Gebäudes, die Erstellung der Hamburger Klassenhäuser bisher nur Bestandteil einer favorisierten Lösung sind, sind diese Leistungen optional anzubieten.
Bei der Begleitung der Maßnahmen zu den Hamburgerklassenhäusern ist zu berücksichtigen, dass die bereits standardisierten Planungen zu adaptieren sind und die Leistungen ab der Leistungsphase 5 durch einen Generalübernehmer übernommen werden. Derzeit ist geplant, die Leistungen anhand einer Funktionalen Leistungsbeschreibung (FLB) auszuschreiben. Die entsprechenden reduzierten Leistungen sind durch die Bieter in den Leistungsphasen zu berücksichtigen.
Im Rahmen einer sogenannten Phase 0 wurde die Konkretisierung des Raumkonzeptes durch einen pädagogischen Bauberater gemeinsam mit der Schule der BSB und SBH entwickelt.
Mit der Planung des Projektes wird Ende 2023 begonnen werden. Der Baubeginn für das Unterrichtsgebäude an der Tangstedter Landstraße ist für 2025 geplant, die Fertigstellung soll 2027 erfolgen. Beginn und Fertigstellung der Sporthalle(n) sind davon abgekoppelt terminlich zu betrachten, jedoch wird eine gemeinsame Gesamtfertigstellung in 2027 angestrebt.
Das Projektbudget der KG 300 und 400 beträgt rund 14,6 Mio. Euro brutto für die Sporthalle und das Klassenhaus..
Das Projektbudget der KG 300 und 400 beträgt rund 7,4 Mio. Euro brutto für die Hamburger Klassenhäuser (Typ 1c rd. 3,2 Mio. € brutto, Typ 2A rd. 4,2 Mio. Euro brutto).
Das Projektbudget der KG 300 und 400 beträgt rund 0,62 Mio. Euro brutto für die Rückbauten (rd. 0,076 Mio. für das Gebäude 11 und rd. 0,544 Mio. für das Doppel-H-Gebäude.
Die Baumaßnahmen werden im laufenden Schulbettrieb durchgeführt werden müssen. Die enge Abstimmung mit den 3 beteiligten Schulen ist notwendig und gewünscht.
Schulbau Hamburg hat zur Unterstützung der Projektleitung ein externes Projektsteuerungsbüro, rsdp GmbH, hinzugezogen.
Das Büro Dohse und Partner Architekten war in 2020 und 2022 mit Machbarkeitsstudien zur Setzung der Zubauten beauftragt.
Das Büro BKSA-Architekten hatte in 2018/19 den Zubau Mensa, Gebäude 14 im Lageplan, als Objektplaner durchgeführt, mit der Sanierung und dem Umbau des Gebäudes 5 war das Büro Knaack & Prell Architekten in 2020/2021 als Objektplaner beauftragt.
Die Phase 0 wurde durch den Schulbauberater Egon Tegge in Kooperation mit Tun-Architektur begleitet,
zusätzlich wurde die Stadteilschule in der Phase 0 durch das Büro Therra Architekten zu dem Thema Hamburger Klassenhaus informiert. Die vorbenannten Büros sind von der Teilnahme an dem Verfahren nicht ausgeschlossen.
Die zu vergebenden Leistungen bestehen aus:
Abbruch des Klassenpavillons, Klassenneubau und Neubau Zweifeldhalle:
- Leistungsphasen 1 und 2 Objektplanung gem. § 34 HOAI;
- Leistungsphasen 3-8 Objektplanung gemäß § 34 HOAI als optionale Beauftragung durch Festlegung des AG, ggf. in noch vom AG festzulegenden Stufen;
- Besondere Leistung: Einbindung der erforderlichen Beteiligten für eine DGNB-Zertifizierung als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (ggf. in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen);
- Besondere Leistung: Stufenweiser Kostenanschlag als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (ggf. in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen);
- Besondere Leistungen in allen Leistungsphasen Objektplanung gem. §§ 33 HOAI als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (ggf. in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen).
Erstellung Klassenhäuser und Rückbau Doppel-H-Gebäude:
- Leistungsphasen 1-8 Objektplanung gem. § 34 HOAI als optionale Beauftragung durch Festlegung des AG, ggf. in noch vom AG festzulegenden Stufen;
- Abbruch/Rückbau in Anlehnung an AHO Planungsbereich „Baufeldfreimachung“ Nr. 18 der Schriftenreihe des AHO;
- Besondere Leistungen in allen Leistungsphasen Objektplanung gem. §§ 33 HOAI als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (ggf. in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen).
Durch die im Teilnahmewettbewerb ausgewählten Büros sollen in der Verhandlungsphase Lösungsvorschläge gem. § 76 (2) VgV erarbeitet werden. Das voraussichtliche Leistungsbild des geforderten Lösungsvorschlags in Form einer Machbarkeitsstudie. Im Lösungsvorschlag soll lediglich der Neubau des Klassenhauses berücksichtigt werden. Diese Lösungsvorschläge werden mit einem pauschalen Bearbeitungshonorar von 3.000 Euro (netto) pro Bieter durch den Auftraggeber vergütet.
Neben dem Auswahlgremium des Auftraggebers werden ggf. Vertreter des Nutzers sowie weitere Vertreter aus behördlichem Kontext und der externen Projektsteuerung in beratender Funktion an den Vergabeverhandlungen teilnehmen.
Die Vergabestelle lässt sich in der operativen Umsetzung des VgV-Verfahrens durch das Büro D&K GmbH aus Hamburg unterstützen und beratend begleiten.