Beschreibung der Beschaffung
Im Rahmen des Auftrags ist für die Stadteilschule das Gebäude 01 (optional) und 02 zu sanieren und in Teilen zu erneuern.
Die Schule Alter Teichweg befindet sich im Stadtteil Dulsberg in unmittelbarer Nähe des Olympia Stützpunktes und ist Hamburger Elite-Schule des Sports. Hierdurch besteht eine enge Kooperation mit dem benachbarten Olympiastützpunkt, von dem ebenfalls große Teile in den kommenden Jahren baulich erneuert werden. Zudem hat die Schule eine enge Verbindung mit dem Bezirk und trägt zur sozialen und kulturellen Entwicklung des Stadtteils bei, indem sie Ressourcen bereitstellt, die der Stadtteil benötigt. Der Schulbau beherbergt neben der Schule diverse bezirkliche Nutzer, die gemeinsam mit der Schule im Stadtteil wirken. Der Stadtteil Dulsberg ist RISE-Fördergebiet, wodurch Teile der zu gestaltenden Außenanlagen über RISE-Mittel gefördert werden. Für diese Maßnahme wurden RISE-Fördermittel aus dem Programm „Fördergebiet Hamburg Dulsberg“ beantragt. Die Grundlagen der RZBau sind hier maßgeblich und müssen berücksichtigt werden. Die generellen Bauherrenaufgaben verbleiben bei der SBH zur Erfüllung der Vorgaben des Zuwendungsgebers.
Bauaufgabe Neubau:
Bei der Schule Alter Teichweg handelt es sich um eine Grund- und Stadtteilschule in Form einer Langformschule. Die Grundschule ist zurzeit dreizügig und soll aufgrund des großen Zulaufs auf eine Vierzügigkeit erweitert werden. Hierfür soll die Schule einen komplexen Neubau erhalten. Das Raumprogramm hierfür wird unter Punkt 4 im Einzelnen erläutert. Neben den schulischen Flächen gibt es am Standort ATW auch diverse bezirkliche Nutzer.
Im Laufe der Voruntersuchungen haben sich am Standort Alter Teichweg mehrere Projekte ergeben, wozu im Vorwege zwei Machbarkeitsstudien erstellt wurden. Diese wurden jeweils im Zusammenhang mit einer „Phase Null“ beauftragt. Für das Grundschulgebäude wurde eine Phase Null ohne eine Machbarkeitsstudie erstellt.
Den ersten Teil bildet die Grundschule, Klassen 1-4 ab, im zweiten Teil geht es um das Gebäude 2, in dem die Sekundarstufe 1 (Klassen 5-8) untergebracht werden soll. Die dritte Phase Null bildet den denkmalgeschützten Schumacherbau ab, in dem die Sekundarstufe 2 (Klassen 9-14) in Zukunft Platz finden wird. Die beiden zu sanierenden Gebäude für die Stadtteilschule sind Inhalt dieses Verfahrens. Sanierung BEG 70 Standard.
Für die Leistungen der Technischen Ausrüstung für den Neubau sind bereits Abrufe aus dem TGA-Pool erfolgt.
Sanierungsaufgabe Bestand:
Während der Gebäudebestand der Stadtteilschule zu erhalten, umfassend zu sanieren und umzustrukturieren ist, ist der Bereich für die Grundschule umfassend neu zu planen. Im Rahmen der geplanten Grundsanierung sollen die Räumlichkeiten den aktuellen Bedürfnissen der Schule angepasst werden und gleichwohl für die Anforderungen der Zukunft ausgestattet werden. Zudem ist die technische Gebäudeausstattung hinsichtlich Heizung, Lüftung und Sanitär zu modernisieren und die elektrotechnischen Anlagen, mit Ausnahme der Alamierungszentrale, zu erneuern.
Darüber hinaus soll der in Gebäude 01 (Denkmalschutz) installierte Aufzug erneuert werden. Der vorhandene Aufzug in Gebäude 02 wird bereits in einer vorgezogenen Maßnahme erneuert. Bei dem gesamten Projekt sind die Auflagen des Denkmalschutzamtes stehts zu berücksichtigen und einzuhalten. Eine Auslagerung in mobile Klassenräume während der Bauzeit wird gewährleistet und findet direkt auf dem Schulgelände statt.
Mietfläche:
Rd. 4.181 m² NRF Neubau (Grundschule)
Rd. 1.301 m² NRF Neubau (Erw. Sekundarstufe II)
Rd. 660 m² Ersatzneubau Einfeldhalle
Rd. 302 m² bezirkliche Nutzer
6.444 m² NRF Neubau (gesamt)
Rd. 1.238 m² NRF Abriss
ca. 6100 m² Außenanlagen und Siele (nur 1.BA)
Termine:
Abriss Gebäude 05 und 06: 2024
Fertigstellung Neubau Geb. 13: 2026
Außenanlagen und Siele 1.BA: 2027
Sanierung Geb. 02: 2028
Sanierung Schumacherbau Geb. 01: 2029
Abriss Gymnastikhalle Geb.07: 2029 (im Anschluss an die Baumaßnahmen)
Abriss Gebäude 04, 09, 10, 11: 2026 (im Anschluss an die Baumaßnahmen)
Außenanlagen & Siele 2.BA: 2031
Aufgrund des inhaltlichen und logistischen Zusammenhangs der dargestellten Teilprojekte, siehe Projektstrukturplan werden diese Planungsleistungen in den jeweiligen Vergabeverfahren für die Leistungsbilder Objekt-, TA- und Freianlagenplanung zeitlich gestaffelt und inhaltlich aufeinander aufbauend ausgeschrieben.
Die projektbezogenen Teilleistungen der einzelnen Leistungsbilder werden als optionale Beauftragung durch Festlegung des Auftraggebers in festzulegenden Stufen ausgeschrieben.
Es ist beabsichtigt, dass Abriss und Erstellung der Interimsmaßnahmen für die Gebäude 05 und 06 zum Zeitpunkt der Beauftragung bereits erfolgt sind.
Das Projektbudget (KG 200-700) für alle Projekte inkl. PS beträgt ca. 84,8 Mio. Euro brutto.
Die zu vergebenden Leistungen bestehen aus:
• Leistungsphase 2 technische Ausrüstung gem. § 55 HOAI Anlagengruppe 1-4, 6-8
• Leistungsphasen 3 bis 8 technische Ausrüstung gem. § 55 HOAI Anlagengruppe 1-4, 6-8 als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (ggf. in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen)
Besondere Leistungen als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG:
• Besondere Leistungen in allen Leistungsphasen Objektplanung gem. §§ 53 HOAI als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (ggf. in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen).
• Detaillierter Wirtschaftlichkeitsnachweis
• Detaillierte Betriebskostenberechnungen
• Mitwirkung in allen beauftragten Leistungsphasen bei der Ermittlung und Beantragung von Investitions- und Fördermitteln sowie bei der Erstellung von Zwischen- und Verwendungsnachweisen
• Mitwirkung in allen beauftragten Leistungsphasen bei der Nachhaltigkeitszertifizierung
Die Vergabestelle lässt sich in der operativen Umsetzung dieses VgV-Verfahrens durch das büro luchterhandt & partner unterstützen.