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Bezeichnung des Auftrags durch den Auftraggeber: Beschaffung einer Standardsoftware Wirtschaftliche Jugendhilfe und soziale Arbeit sowie zugehörige Softwarepflege- und Schulungsleistungen. Die drei Professionen Bezirkssozialarbeit (BSA), Wirtschaftliche Jugendhilfe (WJH) und Vermittlungsstelle (VMS) sowie der Bereich Controlling nutzen ein gemeinsames Verfahren im Zuge der Planung, Leistungserbringung, Analyse und Steuerung städtischer Produkte. Ein großer Teil der Fälle mit Jugendhilfebezug, die bei der BSA anlaufen, werden von der Vermittlungsstelle und der Wirtschaftlichen Jugendhilfe weiterbearbeitet. Um eine Mehrfacherfassung von Daten zu vermeiden, ist die Bildung eines gemeinsam genutzten Gesamtdatenbestands im Sozialreferat sinnvoll. Jede Profession kann auf die Daten zurückgreifen und diese zur Erfüllung ihrer Aufgaben fortschreiben. Darüber hinaus ist die Bezirkssozialarbeit der Landeshauptstadt München auch in den Bereichen Erwachsenenhilfe und Wohnen tätig. In diesen beiden Bereichen gibt es keine Schnittstelle zur Vermittlungsstelle und der Wirtschaftlichen Jugendhilfe. Durch die Schaffung eines zentralen Datenbestands können verschiedene Stellen die gewünschten Statistiken und Auswertungen aus dem System abrufen. Die Landeshauptstadt München strebt vorrangig ein Webverfahren an. Das Verfahren soll über eine integrierte Terminverwaltung verfügen und durch administrative Maßnahmen - etwa zur Erweiterung um Datenfelder – flexibel anpassbar sein. Insgesamt werden ca. 890 Beschäftigte mit dem System arbeiten. Davon sind ca. 200 Beschäftigte lediglich mit lesendem Zugriff auszustatten. Es sollen folgende Hauptziele erreicht werden: 1. die drei Fachlichkeiten BSA, VMS und WJH nutzen gemeinsam ein am Markt bewährtes Fachverfahren 2. das Fachverfahren erleichtert die Abwicklung der Falldokumentation und des Schriftverkehrs der Arbeitsbereiche Jugendhilfe, Erwachsenenhilfe und Wohnen. mit dem Fachverfahren können Jugendhilfeleistungen berechnet werden 4. mit dem Fachverfahren können Jugendhilfeleistungen ausgezahlt werden 5. Daten für - regionalisierte, produktbezogene u.a. - Statistiken und Auswertungen fallen als Nebenprodukt der Fallbearbeitung so weit wie möglich automatisiert an 6. das Fachverfahren erleichtert die Auswertung und deren Anpassung an aktuelle Informationsbedarfe Das Verfahren steht mittelfristig als mit Limux (LINUX-Version der Landeshauptstadt München) kompatible Lösung (Webverfahren etc.) zur Verfügung. — Lieferung des Systems und Übertragung von entsprechenden Nutzungsrechten (Lizenzen), — Anpassung des Systems an das Umfeld des Sozialreferats (Sozialbürgerhäuser, Stadtjugendamt), — Konfiguration des Systems in Kenntnis des Umfelds (wie z.B. Abbildung der Aufbauorganisation) in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber, insbesondere Anlegen der verschiedenen Musterrollen gemäß Ist-Darstellung, — Bereitstellung der Schriftgutunterstützung (Bei Aufruf von Vorlagen werden die zu übernehmenden Falldaten und Sachbearbeiterdaten automatisch in die entsprechenden Felder übernommen.), — Installation und Inbetriebnahme des Systems auf dem Testserver, — Herstellung der geforderten Schnittstellenanbindungen, — Beratung und Unterstützung zu und Einrichtung eines Hintergrundverfahrens (administrative Funktionen), — Lieferung einer umfassenden Verfahrensdokumentation mit Bekanntgabe der Datensatzbeschreibung (Benennung der Datenfelder) an das Sozialreferat, — Bereitstellung von Testdaten, Archivierung/Export und Bereitstellung/Import vorhandener Testdatenbestände, — Schulung des Testpersonals und/oder der als Multiplikatoren vorgesehenen Beschäftigten, — Schulung der Betreuerinnen und Betreuer des Hintergrundverfahrens, — Schulung der Auswertungsspezialisten, — Installation und Inbetriebnahme des Systems als Schulungssystem, — Inbetriebnahme des Systems in der Echtumgebung, — Erbringung von Pflegeleistungen (36 Monate), — Bereitstellung als Limux-kompatible Lösung (z.B. Webverfahren), — Herstellung einer Anbindung über eine Schnittstelle (dabei wird ein zu definierender Datensatz mitgegeben) zu der vorhandenen Webanwendung „Qualitätssicherung in Gefährdungsfällen, Hilfeplan und soz. Diagnose (ODER die Integration der Logik der vorhandenen Anwendung in das gesuchte Fachverfahren - siehe Optionen II 2.2), — Herstellung einer Anbindung der vorhandenen Webformulare (dabei wird ein zu definierender Datensatz mitgegeben) der Verlaufsdokumentation über eine Schnittstelle. Dazu gehört mindestens eine aufrufende Funktion im gesuchten System (ODER die Integration der Logik der vorhandenen Anwendung in das gesuchte Fachverfahren siehe Optionen II 2.2), — Herstellung der geforderten Schnittstellenanbindungen (hier Ergänzung wie Z.B. LDAP, Straßenliste, Einnahmenmanagement), — Zahlungsmanagement mit Bedienung der Bankenschnittstelle DTAUS. Die Ausprägung und Details der Leistungserbringung sind Gegenstand des Verhandlungsverfahrens. Einzelne Leistungspunkte nicht wesentlicher Art können im Zuge der Verhandlungen angepasst werden und ggf. auch entfallen.