Das Land Sachsen- Anhalt betreibt im Stadtteil „Frohe Zukunft“ im Norden der Stadt Halle (Saale) eine Justizvollzugsanstalt sowie auf einem angrenzenden Areal mehrere Landesämter bzw. Landesliegenschaften. Das gesamte Areal wird von einem Heizkraftwerk über ein Nahwärmenetz zentral mit Wärmeenergie versorgt. In Verbindung mit dem umfangreichen Umbau und der Sanierung der Justizvollzugsanstalt Halle und des angrenzenden Polizeiversorgungslagers ist perspektivisch die Erneuerung der Energieversorgung des Areals verbunden.
Derzeit werden die Liegenschaften im Rahmen eines Wärmeliefermodells von einem Privatinvestor versorgt. Der im Jahr 1996 geschlossene und im Jahr 2016 verlängerte Vertrag endet am 15.11.2023.
Die Heizzentrale ist in einem eigenen Gebäude mit der Grundfläche von ca. 48 m x 10 m untergebracht, wobei zur Aufstellung der Technik lediglich ca. 320 m² der verfügbaren Fläche genutzt werden. Die Wärmeerzeugungsanlage besteht aus einer Kombination von drei Gasheizkesseln mit insgesamt rund 7.800 Kilowatt Heizleistung sowie einem Blockheizkraftwerk mit 90 Kilowatt thermischer Leistung. Versorgt werden damit drei Bereiche jeweils über einen eigenen Heizkreis:
- Heizkreis Justizvollzugsanstalt, Wilhelm- Busch- Straße 38
- Heizkreis Polizeiversorgungslager, Herbert- Post- Straße 8 / Dessauer Straße 104
- Heizkreis Landesverwaltungsamt, Dessauer Straße 70
Der Jahresbedarf an aus Erdgas gewonnener Energie beträgt bisher, gemessen an den in den Heizkreisen des zentralen Rohrnetzverteilers installierten Wärmemengenzählern, ca. 10.000 … 10.500 MWh/a. Es liegen Angaben zur Wärmeabrechnung der einzelnen Nahwärme-Heizkreise für einige Jahre sowie der Stundenlastgang des Gasverbrauches für 2 Jahre vor. Aufgrund von derzeit stattfindenden Abbruch-, Umbau- und Neubaumaßnahmen von beheizten Gebäuden auf dem Areal des Polizeiversorgungslagers wird sich der Bedarf im Vertragszeitraum voraussichtlich um ca. 1.000 MWh/a verringern.
Die Anlagentechnik ist im Wesentlichen im Jahr 1996 errichtet worden, lediglich das BHKW wurde in 2016 installiert. Die Kesselanlagen haben ihre Grenznutzungsdauer bereits überschritten. Die beiden Großkessel (je 3.700 kW) sind defekt und derzeit nicht am Netz. Die sommerliche Wärmeversorgung der Liegenschaften erfolgt mit dem dritten Niedertemperaturkessel (400 kW Nennwärmeleistung) und dem BHKW, wobei momentan nur der Heizkreis „Justizvollzugsanstalt“ Wärme benötigt. Die sommerliche Heizlast beträgt daher ca. zwischen 100…400 kW.
Für die bevorstehende Heizperiode und darüber hinaus für die Dauer der Vertragslaufzeit sind entsprechende technische Maßnahmen zu ergreifen, um die Versorgungssicherheit der angeschlossenen Liegenschaften zu gewährleisten. Sollte ein Austausch der Heizkessel er-forderlich sein, so sind die Kosten des Rückbaus der defekten Anlagentechnik sowie eine Ersatzinvestition in das Angebot einzukalkulieren.
Entsprechend den bisherigen Planungen ist nach der Heizperiode 2026 / 2027 der Umbau der Wärmeerzeugungsanlage durch den Auftraggeber vorgesehen, mit dem Ziel der Substitution fossiler Brennstoffe durch die verstärkte Nutzung von erneuerbarer Energie. Dafür ist nach Ende der Heizperiode 2026 / 2027 die Übernahme der Wärmeerzeugungsanlage durch den Auftraggeber zum 30.04.2027 geplant.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2023-09-26.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2023-08-24.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Auftragsbekanntmachung (2023-08-24) Objekt Umfang der Beschaffung
Titel: Fernwärme
Referenznummer: D-L 460-23
Kurze Beschreibung:
“Das Land Sachsen- Anhalt betreibt im Stadtteil „Frohe Zukunft“ im Norden der Stadt Halle (Saale) eine Justizvollzugsanstalt sowie auf einem angrenzenden...”
Kurze Beschreibung
Das Land Sachsen- Anhalt betreibt im Stadtteil „Frohe Zukunft“ im Norden der Stadt Halle (Saale) eine Justizvollzugsanstalt sowie auf einem angrenzenden Areal mehrere Landesämter bzw. Landesliegenschaften. Das gesamte Areal wird von einem Heizkraftwerk über ein Nahwärmenetz zentral mit Wärmeenergie versorgt. In Verbindung mit dem umfangreichen Umbau und der Sanierung der Justizvollzugsanstalt Halle und des angrenzenden Polizeiversorgungslagers ist perspektivisch die Erneuerung der Energieversorgung des Areals verbunden.
Mehr anzeigen Metadaten der Bekanntmachung
Originalsprache: Deutsch 🗣️
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Lieferungen
Verordnung: Europäische Union
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Fernwärme📦
Zusätzlicher CPV-Code: Dienstleistungen im Energiebereich📦 Ort der Leistung
NUTS-Region: Halle (Saale), Kreisfreie Stadt🏙️
Verfahren
Verfahrensart: Offenes Verfahren
Angebotsart: Angebot für alle Lose
Vergabekriterien
Niedrigster Preis
Referenz Daten
Absendedatum: 2023-08-24 📅
Einreichungsfrist: 2023-09-26 📅
Veröffentlichungsdatum: 2023-08-29 📅
Datum des Beginns: 2023-11-16 📅
Datum des Endes: 2027-04-30 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2023/S 165-521342
ABl. S-Ausgabe: 165
Zusätzliche Informationen
“Die Angebote sind nur elektronisch in Textform zugelassen. Für die Angebotsabgabe ist eine Registrierung auf der Vergabeplattform des Bundes erforderlich,...”
Die Angebote sind nur elektronisch in Textform zugelassen. Für die Angebotsabgabe ist eine Registrierung auf der Vergabeplattform des Bundes erforderlich, Hinweise dazu stehen unter nachfolgendem Link zur Verfügung:
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Quelle: OJS 2023/S 165-521342 (2023-08-24)
Bekanntmachung über vergebene Aufträge (2024-06-03) Objekt Umfang der Beschaffung
Titel: Wärmeliefervertrag für die Zentrale Wärmeversorgungsanlage für die Landesliegenschaften im Stadtteil Frohe Zukunft in Halle (S.)
Kurze Beschreibung:
“Das Land Sachsen- Anhalt betreibt im Stadtteil „Frohe Zukunft“ im Norden der Stadt Halle (Saale) eine Justizvollzugsanstalt sowie auf einem angrenzenden...”
Kurze Beschreibung
Das Land Sachsen- Anhalt betreibt im Stadtteil „Frohe Zukunft“ im Norden der Stadt Halle (Saale) eine Justizvollzugsanstalt sowie auf einem angrenzenden Areal mehrere Landesämter bzw. Landesliegenschaften. Das gesamte Areal wird von einem Heizkraftwerk über ein Nahwärmenetz zentral mit Wärmeenergie versorgt. In Verbindung mit dem umfangreichen Umbau und der Sanierung der Justizvollzugsanstalt Halle und des angrenzenden Polizeiversorgungslagers ist perspektivisch die Erneuerung der Energieversorgung des Areals verbunden. Derzeit werden die Liegenschaften im Rahmen eines Wärmeliefermodells von einem Privatinvestor versorgt. Der im Jahr 1996 geschlossene und im Jahr 2016 verlängerte Vertrag endet am 15.11.2023. Die Heizzentrale ist in einem eigenen Gebäude mit der Grundfläche von ca. 48 m x 10 m untergebracht, wobei zur Aufstellung der Technik lediglich ca. 320 m² der verfügbaren Fläche genutzt werden. Die Wärmeerzeugungsanlage besteht aus einer Kombination von drei Gasheizkesseln mit insgesamt rund 7.800 Kilowatt Heizleistung sowie einem Blockheizkraftwerk mit 90 Kilowatt thermischer Leistung. Versorgt werden damit drei Bereiche jeweils über einen eigenen Heizkreis: - Heizkreis Justizvollzugsanstalt, Wilhelm- Busch- Straße 38 - Heizkreis Polizeiversorgungslager, Herbert- Post- Straße 8 / Dessauer Straße 104 - Heizkreis Landesverwaltungsamt, Dessauer Straße 70 Der Jahresbedarf an aus Erdgas gewonnener Energie beträgt bisher, gemessen an den in den Heizkreisen des zentralen Rohrnetzverteilers installierten Wärmemengenzählern, ca. 10.000 … 10.500 MWh/a. Es liegen Angaben zur Wärmeabrechnung der einzelnen Nahwärme-Heizkreise für einige Jahre sowie der Stundenlastgang des Gasverbrauches für 2 Jahre vor. Aufgrund von derzeit stattfindenden Abbruch-, Umbau- und Neubaumaßnahmen von beheizten Gebäuden auf dem Areal des Polizeiversorgungslagers wird sich der Bedarf im Vertragszeitraum voraussichtlich um ca. 1.000 MWh/a verringern. Die Anlagentechnik ist im Wesentlichen im Jahr 1996 errichtet worden, lediglich das BHKW wurde in 2016 installiert. Die Kesselanlagen haben ihre Grenznutzungsdauer bereits überschritten. Die beiden Großkessel (je 3.700 kW) sind defekt und derzeit nicht am Netz. Die sommerliche Wärmeversorgung der Liegenschaften erfolgt mit dem dritten Niedertemperaturkessel (400 kW Nennwärmeleistung) und dem BHKW, wobei momentan nur der Heizkreis „Justizvollzugsanstalt“ Wärme benötigt. Die sommerliche Heizlast beträgt daher ca. zwischen 100…400 kW. Für die bevorstehende Heizperiode und darüber hinaus für die Dauer der Vertragslaufzeit sind entsprechende technische Maßnahmen zu ergreifen, um die Versorgungssicherheit der angeschlossenen Liegenschaften zu gewährleisten. Sollte ein Austausch der Heizkessel er-forderlich sein, so sind die Kosten des Rückbaus der defekten Anlagentechnik sowie eine Ersatzinvestition in das Angebot einzukalkulieren. Entsprechend den bisherigen Planungen ist nach der Heizperiode 2026 / 2027 der Umbau der Wärmeerzeugungsanlage durch den Auftraggeber vorgesehen, mit dem Ziel der Substitution fossiler Brennstoffe durch die verstärkte Nutzung von erneuerbarer Energie. Dafür ist nach Ende der Heizperiode 2026 / 2027 die Übernahme der Wärmeerzeugungsanlage durch den Auftraggeber zum 30.04.2027 geplant.
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Art des Vertrags: Lieferungen
Produkte/Dienstleistungen: Fernwärme📦
Gesamtwert der Beschaffung (ohne MwSt.): 2121450.18 EUR 💰
Beschreibung
Beschreibung der Beschaffung:
“Folgender Leistungsumfang und folgende Lieferbedingungen sollen der mit dem Land Sachsen- Anhalt zu schließende Wärmeliefer- und Betreuungsvertrag...”
Beschreibung der Beschaffung
Folgender Leistungsumfang und folgende Lieferbedingungen sollen der mit dem Land Sachsen- Anhalt zu schließende Wärmeliefer- und Betreuungsvertrag beinhalten: - Wärmelieferung ab dem 16.11.2023 für den Zeitraum bis 30.04.2027 in Höhe von ca. 9.000 … 9.500 MWh/a mit der Möglichkeit einer 4-maligen halbjährlichen Verlängerung - Die definierte Anschlussleistung liegt bei ca. 3.582 kW. Es ist mit einer Reserveleistung von 50 % auf die Anschlussleistung zu berechnen. - Bindefrist für Arbeits- und Leistungspreis mind. 1 Jahr - Abrechnung nach Auslaufen der Preisbindung erfolgt monatsgenau anhand gesetzlich geeichter Wärmemengenzähler sowie den von der EEX Leipzig veröffentlichten EGIX- Monatsdurchschnittswerte für den Gaspreis - Ausweisen aller Preisbestandteile zur Ermittlung des Arbeitspreises (Netzentgelte, Steuern, Umlagen etc.) einschl. der CO2-Bepreisung sowie des detaillierten Berechnungsgangs der Preisgleitklausel nach Ablauf der Preisbindung - Anlagenbetreuung und -überwachung ganzjährig, 24 Stunden pro Tag, 7 Tage pro Woche - Zugriffszeit im Störfall von maximal 4 Stunden - Gewährleistung der Versorgungssicherheit der angeschlossenen Abnehmer als primäre Aufgabe - Gesetzeskonforme Erzeugung der Wärmeenergie im Hinblick auf den Primärenergiefaktor, den CO2-Ausstoß und den erneuerbaren Anteil - Durchführen des Genehmigungsverfahrens nach 44. Bundesimmissionsschutzverordnung (44. BImschV) Im einzureichenden Angebot sind Leistungs- und Arbeitspreise sowie ggf. Rückübertragungskosten auszuweisen.
Auftragsvergabe
Ein Auftrag/Los wird vergeben ✅
Los-Identifikationsnummer: LOT-0000
Vertragsnummer: Lot
Datum des Vertragsabschlusses: 2024-01-22 📅
Informationen über Ausschreibungen
Anzahl der auf elektronischem Wege eingegangenen Angebote: 2
Angaben zum Wert des Auftrags/der Partie (ohne MwSt.)
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 2121450.18 EUR 💰
Name und Anschrift des Auftragnehmers
Name: GETEC heat & power GmbH
Nationale Registrierungsnummer: 002
Postleitzahl: 39108
Postort: Magdeburg
Region: Magdeburg, Kreisfreie Stadt🏙️
Land: Deutschland 🇩🇪
Öffentlicher Auftraggeber Name und Adressen
Name: Landesbetrieb Bau- und Liegenschaftsmanagement Sachsen-Anhalt (LB BLSA), Zentrale Vergabestelle
Nationale Registrierungsnummer: 15-1401-49
Postanschrift: Otto-Hahn-Str. 1 + 1a
Postleitzahl: 39106
Postort: Magdeburg
Region: Magdeburg, Kreisfreie Stadt🏙️
Land: Deutschland 🇩🇪
E-Mail: vergabestelle.blsa@sachsen-anhalt.de📧
Telefon: 0049 391 567📞
URL: http://www.blsa.sachsen-anhalt.de🌏 Art des öffentlichen Auftraggebers
Regional- oder Kommunalbehörde
Haupttätigkeit
Wirtschaft und Finanzen
“Die Angebote sind nur elektronisch in Textform zugelassen. Für die Angebotsabgabe ist eine Registrierung auf der Vergabeplattform des Bundes erforderlich,...”
Die Angebote sind nur elektronisch in Textform zugelassen. Für die Angebotsabgabe ist eine Registrierung auf der Vergabeplattform des Bundes erforderlich, Hinweise dazu stehen unter nachfolgendem Link zur Verfügung: https://www.evergabe-online.de/start.html; Die Registrierung ist unkompliziert und kostenlos, eine elektronische Signatur ist nicht erforderlich. Durch die Registrierung werden Sie automatisch über Änderungen der Vergabeunterlagen, Nachsendungen, Bieterfragen, Antwortschreiben u. ä. unterrichtet.
Mehr anzeigen Körper überprüfen
Name: Vergabekammer beim Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt
Nationale Registrierungsnummer: 000
Postanschrift: Ernst-Kamieth-Straße 2
Postleitzahl: 06112
Postort: Halle (Saale)
Region: Halle (Saale), Kreisfreie Stadt🏙️
Land: Deutschland 🇩🇪
Fax: +49 345-5141115 📠 Dienststelle, bei der Informationen über das Überprüfungsverfahren eingeholt werden können
Name: Landesbetrieb Bau- und Liegenschaftsmanagement Sachsen-Anhalt, Direktion, FB 11
Nationale Registrierungsnummer: 001
Postanschrift: Otto-Hahn-Str. 1 + 1a
Postleitzahl: 39106
Postort: Magdeburg
Region: Magdeburg, Kreisfreie Stadt🏙️
Land: Deutschland 🇩🇪
Quelle: OJS 2024/S 107-327143 (2024-06-03)