Wasseraufbereitungsanlage

Gelsenwasser AG

Auftragsgegenstand, Optionsrechte: CPV: 45232430. Bezeichnung des Auftrags durch den Auftraggeber: Erweiterung Wasserwerk Essen-Horst. Eine Entscheidung über die Realisierung des Projektes ist zur Zeit nicht möglich. Wir behalten uns vor, das Verfahren "Aufruf zum Wettbewerb" nach der Bewerberauswahl bis zum 4.11.2002 aufzuheben. Für den Fall der Aufhebung des Verfahrens können die Bewerber keinerlei Ersatz für bereits erbrachte Aufwendungen verlangen. Die Erweiterung des Wasserwerks Essen-Horst (WW-EH) um eine Anlage zur weitergehenden Aufbereitung von Bodenfiltrat wird an einen Generalunternehmer vergeben, der die schlüsselfertige Erstellung mit allen erforderlichen zusätzlichen Planungsleistungen, der kompletten maschinentechnischen Ausrüstung, der elektrischen Leistungsversorgung, der MSR- und Automatisierungstechnik sowie mit allen Bauleistungen liefert. Planungsleistungen des Bieters Auf der Basis einer Funktionalausschreibung sind vom Bieter Planungsleistungen zum Angebot und Planungsleistungen nach Auftragserteilung zu erbringen. Das Angebot hat alle Lieferungen und Leistungen zu enthalten, die zur vollständigen Errichtung und Inbetriebnahme der Wasseraufbereitungsanlage sowie deren Anbindung an das bestehende System erforderlich sind. Nach Auftragserteilung sind alle Detailplanungen für die schlüsselfertige und funktionsfähige Erstellung der Anlage zu erstellen. Verfahrens- und Maschinentechnik Die vorhandenen Wasserwerksanlagen sind um eine Anlage zur weitergehenden Aufbereitung von Bodenfiltrat zu ergänzen, deren Aufbereitungskapazität zwischen QAufbereitung Min = 1 500 m³/h und QAufbereitung Max=6 500 m³/h liegt. Die neue Aufbereitungsanlage beinhaltet folgende verfahrenstechnischen Komponenten: Entnahme des Bodenfiltrats aus dem bestehenden System und Förderung mit neu zu erstellendem Pumpwerk zur neuen Aufbereitungsanlage (ca. 120 m Entfernung), Zugabe von 0,3 bis 1,5 mg/l Ozon, das vor Ort aus flüssigem Sauerstoff hergestellt wird, Ca. 10 Minuten Reaktionszeit in 4 Reaktionsbecken mit einem Volumen von jeweils 250 m³, Zugabe von 0,01 bis 1,5 mg/l Flockungsmittel (Poly-Aluminiumchlorid PAC), Filtration über 6 geschlossene Betondruckfilter (Dreischichtfilter) mit einer Filterfläche von je 52 m² (Flockungsfiltration), physikalische Entsäuerung durch Verrieselung über eine Füllkörperschüttung, Zwischenspeicherung in 2 Spülwasserkammern mit einem Nutzvolumen von jeweils 300 m³, Desinfektion mit Chlordioxid, Restentsäuerung mit Natronlauge, Speicherung in 2 Trinkwasserkammern mit einem Nutzvolumen von jeweils 2 500 m³, Rückspeisung des aufbereiteten Wassers in das vorhandene Rohrleitungssystem zur Saugkammer des Netzpumpwerkes (ca. 120 m Entfernung). Weiterhin sind für die ordnungsgemäße Funktion und den Betrieb der beschriebenen Trinkwasseraufbereitungsanlage diverse Nebenanlagen erforderlich: Anlage zur Erstellung von Ozon, Lagertank für Flüssigsauerstoff, Equipment für die Filterspülung (Spülwasserpumpen und Spülluftgebläse), Lager- und Dosierstationen für die einzusetzenden Dosierchemikalien, Ansetzstation für Chlordioxid (Herstellung nach dem Chlorit-Chlor-Verfahren), 2 Sedimentstationsbecken mit einem Volumen von jeweils 700 m³ und ein Trockenbeet zur Behandlung der Filterspülabwässer, Rohrleitung für die Ableitung von Klarwasser aus den Absetzbecken zu einem etwa 400 m entfernten Versickerungsbecken. Nach Fertigstellung der neuen Aufbereitungsanlage ist diese fachgerecht in Betrieb zu nehmen und einzufahren. Alle nach Inbetriebnahme nicht mehr benötigten Anlagenteile der Altanlage sind zu demontieren und fachgerecht zu entsorgen. Elektrotechnik und Automatisierung Die vorstehend erwähnte Aufbereitungsanlage ist mit einer neuen elektrotechnischen Ausrüstung zu versehen. Es sind zwei neue Mittelspannungstransformatoren zu installieren, welche aus einer vorhandenen 10kV-Schaltanlage einzuspeisen sind. Weiterhin ist das vorhandene Notstromaggregat gegen ein größeres auszutauschen, welches die komplette Leistung für die neue Aufbereitungsanlage sowie der vorhandenen Notstromeinspeisung übernimmt. Alle Armaturen, Messtechnik, Frequenzumrichter usw. sind über Feldbustechnik an die überlagerten Automatisierungseinrichtungen anzuschließen. Es sind ca. 40 Stk. Automatisierungsgeräte über ein Industrial Ethernet (100 Mbit/s Übertragungsrate) in Ringstruktur mit dem Prozessleitsystem zu vernetzen. Die Werkleitebene erhält ebenfalls ein Industrial Ethernet in Ringstruktur. Hieran sind 5 Stk. Multil-Client-Stationen und mehrere Koppelrechner zu integrieren. Die vorhandenen Automatisierungseinrichtungen der auf der anderen Ruhrseite befindlichen Voraufbereitungsanlage (Fa. Siemens Typ Teleperm M) sind zu neuen Leitsystem PCS7 zu migrieren. Die Bussysteme sind in LWL-Technologie zu erstellen. Im vorhandenen Pumpwerk sind die Automatisierungseinrichtungen der Netzpumpen (S5 115U) gegen neue Automatisierungsgeräte auszutauschen. Alle Buskomponenten sind über das Prozessleitsystem zu parametrieren. Im Regelbetrieb wird das gesamte Wasserwerk durch eine übergeordnete Gesamtautomatik gesteuert. Das Prozessleitsystem ermöglicht eine sichere und klare Automatisierung des gesamten Prozesses. Das Bedienungs-, Wartungs- und Betriebspersonal wird gezielt unterstützt bei der Verfolgung von Prozessaktivitäten. Die Automatisierungsebene muss so gestaltet sein, dass ein sicherer Betrieb auch ohne Bediener gewährleistet ist. Darüber hinaus ist der Bediener in der Lage über die Multi-Client Stationen mit dem Prozess zu kommunizieren. In die örtliche Steuerung kann auch über die jeweiligen Operator-Panel eingegriffen werden. Für die Dosiereinrichtungen sind zusätzlich konventionelle Regler zu installieren. Es erfolgt eine fachgerechte Visualisierung, Archivierung aller Messdaten und eine allumfassende Protokollierung. Der Baubereich befindet sich im Landschaftsschutzgebiet bzw. in der Trinkwasserschutzzone 3. Bei den Bauarbeiten sind die entsprechenden Vorschriften zu beachten. Bei den Ausschachtungsarbeiten ist zu berücksichtigen, dass der Grundwasserstand aufgrund der räumlichen Nähe zur Ruhr schnell ansteigen kann. Die Baustelle ist eine B 2 Baustelle. Das Bauwerk gliedert sich in zwei Teile. Im Hauptgebäude ist im Wesentlichen die Aufbereitungstechnik mit Spülwasser- und Reinwasserkammer sowie den Druckfiltern und den Räumen zur Lagerung und zum Umgang mit den in Aufbereitungsprozess einzusetzenden Chemikalien untergebracht. Dem Hauptgebäude vorgelagert ist ein weiterer Gebäudeteil, in dem Warte, Aufenthaltsräume, technische Ausrüstung und Treppenhaus integriert sind. Das Gebäude ist aus Stahlbeton bzw. durch eine Stahlträgerkonstruktion zu erstellen. Ebene 1: 2 Spülwasserkammern l=2×250 m³, 2 Reinwasserkammern l=2×2 500 m³, zwischengelagerte Schieberkammer, Behälter aus Stahlbeton B 35 gem. Vertragsbedingungen und dem DVGW Arbeitsblatt W 311, Einbauteile im Beton aus Edelstahl, Werkstoff Nr. 1.4571; Innenwände Sichtbeton; Schieberkammer aus Stahlbeton, Wände und Böden gefliest, Alternativ Industriefußboden. 6 Druckfilter, 2 Kaskadenentsäuerung, Rohrinstallationsbereich, Druckfilter und Kaskadenentsäuerung aus Stahlbeton B 35 gem. Vertragsbedingungen und dem DVGW Arbeitsblatt W 311; Einbauteile im Beton aus Edelstahl, Werkstoff Nr. 1.4571; Innenwände Sichtbeton; Rohrinstallationsbereich Aussenwände in Stahlträgerkonstruktion mit wärmegedämmter Aluminiumfassade, Boden gefliest. 2 Vorlagebehälter l=2×100 m³, 4 Reaktionsbecken als Druckbehälter, Raum für Ozonanlage, Rohrinstallationsbereich, Vorlagebehälter und Reaktionsbecken aus Stahlbeton B 35 gem. Vertragsbedingungen und dem DVGW Arbeitsblatt W 311; Einbauteile im Beton aus Edelstahl, Werkstoff Nr. 1.4571; Innenwände Sichtbeton; Raum für Ozonanlage Außenwände : Stahlträgerkonstruktion mit wärmegedämmter Aluminiumfassade, Böden gefliest; Rohrinstallationsbereich Außenwände Stahlträgerkonstruktion mit wärmegedämmter Aluminiumfassade, Böden gefliest. Wände, Decken und Böden aus Stahlbeton bzw. Stahlträgerkonstruktion, Trennwände aus Stahlbeton oder Mauerwerk KSL/KSV d=115-240 mm, Außenwände: Wärmegedämmte Aluminiumfassade und Mauerwerk mit Wärmedämmputz, Böden der Räume: Aufgeständert h=0,6 m (Kabelverlegung), Decken der Räume: Abgehangen h=0,5 m (Lüftungsleitungen). Fassade: Wellenprofil 27/125/1,0 mm (Hoesch Isowelle) einschl. Wärmedämmung, Fenster: Aluminiumfenster wärmegedämmt mit Wärmeschutzglas (K-Wert 1,6 W/m²K), Außentüren: Aluminium, Innentüren im Vorbau: FH Türen, Holz bzw. Kunststoff, Innentüren in der Aufbereitungsanlage: Edelstahl, Werkstoff Nr. 1.4571, Dach: wärmegedämmtes Trapezblech, Einbauteile, Gitterroste und Treppen: Edelstahl, Werkstoff Nr. Erstellung der Schlammbehandlungsanlagen, Wiederherstellung der Außenanlagen incl. Straßen und Wege, Herstellung der erforderlichen Anlieferflächen und Abfüllplätze nach WHG.

Deadline

Die Frist für den Eingang der Angebote war 2002-07-04. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2002-05-31.

Wer? Wie? Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2002-05-28 Auftragsbekanntmachung
2002-08-27 Ergänzende Angaben
Auftragsbekanntmachung (2002-05-28)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Titel: Wasseraufbereitungsanlage
Volltext:
“Auftragsgegenstand, Optionsrechte: CPV: 45232430. Bezeichnung des Auftrags durch den Auftraggeber: Erweiterung Wasserwerk Essen-Horst. Eine Entscheidung...”    Mehr anzeigen
Ort der Leistung
Essen, Kreisfreie Stadt 🏙️
Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Ausschreibung
Art des Auftrags: Bauauftrag
Verordnung: Europäische Gemeinschaften
Originalsprache: Deutsch 🗣️

Verfahren
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren
Vergabekriterien
Nicht definiert
Angebotsart: Gesamtangebot
Art des öffentlichen Auftraggebers: Bereich der Wasser-, Energie-, Verkehrsversorgung und Telekommunikationssektoren

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Name des öffentlichen Auftraggebers: Gelsenwasser AG
Land: Deutschland 🇩🇪

Referenz
Daten
Veröffentlichungsdatum: 2002-05-31 📅
Empfangsdatum: 2002-05-28 📅
Absendedatum: 2002-05-28 📅
Einreichungsfrist: 2002-07-04 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer (Legacy): 82503-2002
ABl. S-Ausgabe: 104/2002

Objekt
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Arbeiten an Wasseraufbereitungsanlagen 📦
Quelle: OJS 2002/S 104-082503 (2002-05-28)
Ergänzende Angaben (2002-08-27)
Objekt
Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Ergänzende Angaben

Referenz
Daten
Veröffentlichungsdatum: 2002-08-30 📅
Empfangsdatum: 2002-08-27 📅
Absendedatum: 2002-08-27 📅
Einreichungsfrist: 2002-09-19 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer (Legacy): 134699-2002
ABl. S-Ausgabe: 168/2002
Verweist auf Bekanntmachung: 82503-2002
Quelle: OJS 2002/S 168-134699 (2002-08-27)