Beschreibung der Beschaffung
Die Max-Schmeling-Stadtteilschule mit derzeit insgesamt 1.120 Schülern, besteht aus zwei Standorten. Dem Standort am Denksteinweg 17 (450 Schüler) im Hamburger Stadtteil Jenfeld und dem Standort an der Oktaviostraße 143 (670 Schüler) an der Grenze zum Stadtteil Marienthal. An beiden Standorten wird die Sekundarstufe I (Klassen 5-10) derzeit in 3,5 Zügen unterrichtet. Am Standort Oktaviostraße 143 wird zusätzliche die Sekundarstufe II (Klassen 11-13) in vier Zügen unterrichtet.
Aufgrund des hohen Zulaufes der letzten Jahre, soll die Schule an beiden Standorten erweitert werden.
Standort Oktaviostr. 143
Für den Standort Oktaviostraße entsteht hierdurch ein zusätzlicher Raumbedarf von 10 Klassenräumen, 7 Fachklassenräumen, einer Erweiterung der bestehenden Essenseinnahmefläche sowie einer zusätzlichen 1-Feld-Sporthalle mit Nebenflächen. Der o. g. zusätzliche Bedarf an Unterrichts- und Fachklassenräumen soll in einem Klassengebäude mit einer Fläche von 2.035 m² NGF zu Ende 2025 als Neubau realisiert werden.
Der Zubau der o.g. Sporthalle ist dabei aus Platzgründen auf dem Gelände des direkt benachbarten Gymnasiums Marienthal (Holstenhofweg 86) vorgehsehen und ist Bestandteil dieses Vergabeverfahrens.
Die Erweiterung der bestehenden Mensa soll aufgrund der spezifischen Planungsleistungen separat im nationalen Verfahren vergeben werden. Die Gebäude erhalten jeweils ein Gründach (nicht begehbar) sowie eine Photovoltaikanlage und sollen voraussichtlich an das noch zu erweiternde Fernwärmenetz von Hamburger Energiewerke GmbH angeschlossen werden.
Zu berücksichtigen ist ein stark begrenzter Regenentwässerungsanschluss an das städtische Siel. Weiterhin gibt es die Anforderung den Fußabdruck des Neubaus möglichst kompakt zu halten, um die ohnehin wenig auskömmliche Schulhoffläche nicht weiter zu verknappen.
Folgende Leistungen wurden durch das Büro SML Architekten an diesem Schulstandort in der Vergangenheit erbracht.
2013 bis 2016 LPh 2-9:
• Neubau Produktion Küche mit 2 Essenseinnahmeflächen mit insgesamt. 590qm Bestellfläche (HNF - 2/5 für Max-Schmeling-STS und 3/5 für das Gymnasium Marienthal)
• Umbau von 110qm Ganztages- und 45qm Küchenfläche im Bestand (Gymnasium Marienthal)
2013 bis 2016 LPh2-9:
• Zubau Klassenräume (Gymnasium Marienthal): Neubau von 216qm NGF Bestellfläche zzgl. 230qm Umbau
2016-2017 LPh 2-9:
• Umbau Hausmeisterloge (Gymnasium Marienthal) ca. 20qm HNF im Bestand
2021-2022 Machbarkeitsstudie auf dem Gesamtareal:
• Ganztagesfläche (STS) 250qm HNF
• Allgemeiner Unterricht und Dachräume (Max-Schmeling-STS) 1424qm HNF
• Sporthalle (STS) ca. 640qm NUF
Die „Phase 0“ wurde durch das Büro STEG Hamburg mbH 2021-2022 erbracht.
Mit der Angebotsaufforderung beabsichtigt der AG die Ergebnisse der o.g. Machbarkeitsstudie sowie der „Phase 0“ zur Verfügung zu stellen. Als Grundlage dient u.a. die LB-Bau, ein in einer Phase 0 mit der Schule ausgearbeitetes Raumprogramm.
Das Projektbudget (KG 200-700) inkl. PS für den Zubau a. Klassengebäude beträgt ca. 6,93 Mio. Euro brutto.
Das Projektbudget (KG 200-700) inkl. PS für den Zubau b. 1-Feld-Sporthalle beträgt ca. 2,07 Mio. Euro brutto.
Standort Denksteinweg 17
Für den Standort Denksteinweg entsteht hierdurch ein Raumbedarf an fünf zusätzlichen Fachklassen-/Unterrichtsräumen, sowie einem Mensabereich mit Küche, einer Bibliothek und einer Sporthalle mit Nebenflächen. Dieser soll in einem Neubau mit einer Fläche von ca. 1.700 m² NGF zu Anfang 2026 realisiert werden.
Das Gebäude hat den energetischen Standard EG 40 zu erreichen. Die entsprechenden Anforderungen zum Erhalt von Bundesfördermittel sind zu erfüllen. Das Gebäude erhält ein Gründach (nicht begehbar) und eine Photovoltaikanlage und soll an das Fernwärmenetz von Hansewerk Natur angeschlossen werden.
Zu berücksichtigen ist der Denkmalschutz für die im Westen angrenzenden Schulgebäude, sowie eine stark begrenzter Regenentwässerungsanschluss an das städtische Siel.
Als Grundlage dienen u.a. die LB-Bau, ein in einer „Phase 0“, durchgeführt von der Steg Hamburg mbH, mit der Schule ausgearbeitetes Raumprogramm, ein Masterplan für die Außenanlagen, Untersuchungen zum Baugrund und Vorgaben vom Amt für Denkmalschutz.
Das Projektbudget (KG 200-700) inkl. PS für den Zubau beträgt ca. 6,4 Mio. Euro brutto.
Die zu vergebenden Leistungen bestehen aus:
- Leistungsphase 2 gem. § 51 HOAI
- Leistungsphasen 3 bis 6 gem. § 51 HOAI als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen).
- Besondere Leistungen in allen Leistungsphasen, als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen)
Vertreter der BSB, der Schule sowie Vertreter der externen Projektsteuerung nehmen ggf. in beratender Funktion bzw. in der Funktion von Sachverständigen an den Verhandlungen teil.
Hinweis: Der AG behält sich vor, die Verhandlung ohne Verhandlungstermin durchzuführen (vgl. §17 Abs. 11 VgV).