Elektroinstallation nach DIN 18382 - Schwachstrominstallationen
Auf dem Gelände des Klinikums Siloah in Hannover wird ein Krankenhaus-Neubau errichtet. Die Leitungsführung von den Unterverteilungen zu den Endgeräten erfolgt über Kabeltrassen, Hängeschlaufen (Sammelhalter), bzw. unter Putz und in Gipskarton-Ständerwänden sowie in Rohr. Für die Arbeitsplätze wie Sekretariat, Verwaltung und Arztzimmer sind Brüstungskanäle zur Aufnahme der Stark- und Schwachstromapparaturen vorgesehen.
Die Montage der Installationsgeräte, wie Schalter, Steckdosen und FM-Apparaturen, erfolgt größtenteils in Trockenbauwänden. Die Bereiche, in denen mit Feuchtigkeit zu rechnen ist, erhalten Feuchtraum-Unterputz-Installation. Die Technikräume und untergeordneten Bereich werden auf Putz installiert.
Die Kabeltrassen werden auf der Grundlage einer abgestimmten Montageplanung des AN Fernmelde- und In-formationstechnischen Anlagen durch den AN Starkstrom ausgeführt.
Bestandteil der Ausschreibung sind die Trassen in Technikzentralen für Fernmelde- und Informationstechnische Anlagen sowie die Endverlegung von Datenkabeln in Ständerwänden in Rohr.
Ebenso beinhaltet sind sämtliche Schalterdosen und Geräteträger und -becher für das Gewerk Fernmelde- und Informationstechnischen Anlagen.
In Brüstungskanälen erfolgt die Montage durch den AN in Abstimmung mit dem Auftragnehmer Elektroinstallation.
Dies gilt auch für den Einbau der Datendosen in die medizinischen Medienschienen.
In der Regel werden die Trassen in den Fluren oberhalb von reversiblen F30/F90-Deckensystemen geführt.
Ebenso sind die Durchbrüche für die elektrischen Kabel und Leitungen bei der Durchdringung von Brandwänden bzw. sonstigen Wänden mit brandschutztechnischer Anforderung mit zugelassenen Brandschottungen zu verschließen.
Das vorliegende Brandschutzkonzept ist vollumfänglich zu beachten.
Bei der Installation der Schwachstromanlagen sind die DIN 50 174-2 und die VDE 0800 Teil 174-2 09/09 einzuhalten.
Die fernmeldetechnische Versorgung des Krankenhauses erfolgt aus dem Versorgungsnetz der Deutschen Telekom. Das Gebäude erhält ein Fernsprech-Leitungsnetz als strukturierte Verkabelung für eine VoIP-Telekommunikationsanlage zum Anschluß aller Arbeitsplätze, Patientenzimmer und Accesspoints.
Die Apparaturen der Telekommunikationsanlage als VoIP-Anlage gehören, soweit sie nicht Bestandteil der Lichtrufanlage sind, nicht zum Leistungsumfang.
In den Patientenzimmern werden die Datenanschlußdosen in Krankenzimmerinstallationseinheiten montiert.
Die Leistungsbeschreibung beinhaltet die komplette betriebsfertige Errichtung einer Lichtrufanlage ohne Sprechen.
Es ist eine computergestützte Hauptuhrenanlage zur Versorgung von bis zu 30 Nebenuhren in OP-Bereichen zu realisieren.
Das Krankenhaus wird mit einer Satelliten-Empfangsanlage mit Kanalaufbereitung mit IP-Signalwandlung ausgestattet. Alle Patientenzimmer sowie Patienten-Aufenthaltsbereiche erhalten Antennenanschlüsse. Es sind diverse TV- und Rundfunkprogramme sowie ein Hauskanal (z.B. Kirchenandacht) zu übertragen.
Das Gebäude erhält eine Brandmeldeanlage für bis zu ca. 2900 automatische und nichtautomatische Melder. Zum Teil sind Rauchansaugsysteme und Lichtstrahl-Rauchmelder einzusetzen. Die Alarmierung erfolgt durch Hupen und Blitzleuchten und wird auf die Telefon-/Lichtrufanlage aufgeschaltet. Die Brandmeldeanlage wird auf die Alarmierungsanlage der Feuerwehr aufgeschaltet. Die Anlage ist gemäß DIN 14 675 und VDE 0833 zu errichten.
Die Ausgangstüren im Zuge der Flucht- und Rettungswege werden mit Türüberwachungsanlagen ausgestattet.
Einige Eingangstüren und Stationszugangstüren erhalten Türsprechstellen und Rufknopf bzw. Codeschlossmodule.
Die Sprechstellen werden direkt über SiP-Schnittstellen an die VoIP-Anlage angeschaltet.
Einige Zugangstüren werden mit einer netzwerkfähigen Videokamera ausgestattet und über die EDV-Verkabelung zusammengeschaltet.
Diverse Funktions- und Wartebereiche werden mit einer akustischen Aufrufanlage mit Sprechstelle und Lautsprechern ausgestattet.
Es ist eine Gebäudefunkanlage (BOS-Anlage) mit Alarmumsetzer zur Rettungsleitstelle mit den entsprechenden Innen- und Außenantennen sowie Strahlerkabeln aufzubauen.
Das EDV-Netz wird von einem Rechenzentrum betrieben. Die Verkabelung des Rechenzentrums zu den Etagenverteilern wird mittels LWL-Strecken redundant realisiert. Die Versorgung der Arbeitsplätze wird mit Klasse E-Kupferleitungen ausgeführt. Für das Patienten-Monitoring wird ein separates Kupfernetz aufgebaut. Das Datennetz ist nach Klasse E DIN 50173.1 (250 MHz) ungeschirmt aufzubauen.
Die Versorgung der Etagenverteiler für die Schwachstromanlagen erfolgt über Kabeltrassen, in den horizontalen Bereichen und über Steigetrassen in vertikalen Schächten. Die Trassensysteme werden separat von den Starkstromtrassen installiert.
Die Störmeldungen einiger fernmeldetechnischer Anlagen werden als Sammelstörmeldung über ein separates Leitungsnetz zur GLT weitergeschaltet.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2011-03-24.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2011-01-31.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2011-01-31
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Auftragsbekanntmachung
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2011-02-16
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Ergänzende Angaben
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2012-01-13
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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