Flächendeckende Breitbandversorgung der Gemeinde Rellingen

Eigenbetrieb Breitband Rellingen

Der Eigenbetrieb Breitband Rellingen beabsichtigt zur Breitbandversorgung aller Bürger und Gewerbetreibenden im Gemeindegebiet ein Leerrohrnetz inklusive Glasfaserkabel als Basis für ein Next-Generation-Access-Netz (NGA-Netz) errichten zu lassen, dieses zu finanzieren und an den Pächter zu verpachten. Die Umsetzung des Projektes erfolgt auf Grundlage der Rahmenregelung der Bundesregierung zur Bereitstellung von Leerrohren durch die öffentliche Hand zur Herstellung einer flächendeckenden Breitbandversorgung in der von der Kommission am 8.6.2011 genehmigten und ergänzten Fassung der ursprünglich am 12.7.2010 genehmigten Regelung („Bundesrahmenregelung Leerrohre“).
Das Umsetzungsmodell sieht im Kern vor, dass ein Bieter die Leistungen für Planung, Bau, Betrieb und Dienste hinsichtlich des Breitbandnetzes einschließlich der damit verbundenen Vertriebs- und Marketingaktivitäten für das Ausschreibungsgebiet übernimmt. Der Bieter übernimmt auch die Planung und den Bau der passiven Infrastruktur (Leerrohre, Glasfaser), jedoch im Auftrag und auf Rechnung des Eigenbetriebes. Das passive Netz wird an den Bieter verpachtet. Die Erwartung des Eigenbetriebes ist es, ein attraktives Angebot an Endkundenprodukten zu bekommen. Es sollen Mehrfachnutzungen wie Telefon, Internet und TV angeboten werden.
Die finanziellen Mittel für den passiven Ausbau (betriebsfertige passive Infrastruktur) werden von dem Eigenbetrieb bereitgestellt. Voraussetzung dafür ist, dass der Bieter eine vorher definierte Mindestanschlussquote in Form von Kundenverträgen für zuvor definierte Teilabschnitte des Ausbaugebietes erfolgreich geworben hat.
Das passive Netz soll im Eigentum des Eigenbetriebes verbleiben und an den Bieter verpachtet werden.
Es wird eine Mindestversorgung der Endkunden mit 25 Mbit/s angestrebt, wobei es dem Netzbetreiber obliegt auch größere Bandbreiten anzubieten bzw. zu realisieren. Das Ziel ist auch in einem Phasenmodell vorstellbar, das mehrere Ausbaustufen und Schritte – evtl. mit alternativer Technik – beinhaltet. Die passive und aktive Infrastruktur soll so ausgelegt werden, dass auch größere Bandbreiten möglich sind, der Netzbetreiber soll hierzu in seinem Angebot die Upgrade-Fähigkeit des Netzes angeben.
Es wird gefordert, alle Bedarfsstellen in dem Gebiet mit Breitbandanschlüssen zu versorgen. Das Versorgungsgebiet des Eigenbetriebes umfasst alle Ortsteile der Gemeinde Rellingen. Die Breitbandversorgung soll den Bürgern und Gewerbetreibenden permanent zur Verfügung stehen.
Der Bewerber hat zu erläutern, wie und in welchem Umfang er den Anforderungen nachkommen wird. Vom Bewerber ist sicherzustellen, dass es bei einem Anschluss von zusätzlichen Kunden zu keiner Verringerung der Bandbreite oder einem Verlust an Qualität kommen kann. Der Pächter ist verpflichtet, die zu erstellende Infrastruktur anderen Dienstanbietern zu marktüblichen Konditionen zur Nutzung anzubieten. Dies kann entweder durch Bereitstellung von Kollokationsflächen in den zu schaffenden Netzknoten oder durch Zusammenschaltung auf logischer Netzebene erfolgen.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2012-11-20. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2012-09-24.

Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2012-09-24 Auftragsbekanntmachung