EU Tender Rückbau Elbe Düker, sowie sonstige dazugehörige Tätigkeiten
Gegenstand dieser Bekanntmachung ist die Bauleistung zum Rückbau des Bestandsdükers aus der Elbe bei ca. Strom-km 648,9.
Der Düker besteht aus zwei betonummantelten Stahlrohren (DN 750), in denen Erdgas transportiert wird, sowie einem dazwischenliegendem Kabelschutzrohr (DN 700), welches mit diversen Kabeln belegt ist. Die Leitungstrasse verläuft im Bereich des Dükers zwischen der rechten Seite der Hauptelbe im Bereich der Ortschaft Hetlingen und der linken Seite der Hauptelbe im Bereich des nordöstlichen Ufers der Insel Lühesand. Sie liegt zwischen den Bundesländern Schleswig-Holstein und Niedersachen, wobei die Landesgrenze in Strommitte der Elbe verläuft.
Die zum Bau des bestehenden Erdgasdükers hergestellte Überdeckung hat sich durch anthropogene und natürliche Prozesse der Elbe insbesondere hinsichtlich der Morphologie so reduziert, dass ein dauerhaft sicherer Betrieb des Schiffsverkehrs nicht mehr gewährleistet werden kann.
Zur Gewährleistung eines sicheren Betriebes des Dükers, als auch zur Gewährleistung der Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs wird der vorhandene Düker durch einen neuen im Rohrvortriebsverfahren herzustellenden Dükers ersetzt und anschließend der Rückbau des Bestandsdükers durchgeführt. Der Neubau des Ersatzdükers wurde bereits beauftragt und ist zurzeit in Arbeit.
Die Leitungstrasse des neuen Dükers verläuft in einem Abstand von wenigen Metern annähernd parallel oberstromig des Bestandsdükers. Die Einbindung der neuen Leitungsabschnitte erfolgt auf der Insel Lühesand im Bereich des nordöstlichen Ufers und auf der rechten Seite der Elbe im Bereich zwischen dem Landesschutzdeich und der dort befindlichen Absperrstation der GUD.
Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und der geringen Abstände zwischen den neu und den rückzubauenden Leitungen gibt es Überschneidungen bei den auszuführenden Bauleistungen.
Zur Durchführung der Maßnahme war ein Planfeststellungsverfahren erforderlich. Da der Düker grenzüberschreitend zwischen den Bundesländern Schleswig-Holstein und Niedersachen liegt, mussten zwei getrennte Genehmigungsverfahren durchgeführt werden. Es liegen daher Planfeststellungsbescheide vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig Holstein – Amt für Planfeststellung Energie AfPE – und dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie – LBEG (Niedersachsen) vor.
Zusätzlich wird der Auftraggeber eine strom- und schifffahrtspolizeilichen Genehmigung zur Durchführung des Rückbaus beantragen. Daher ist bei der bei Wahl der technischen Ausführung der Baumaßnahme zu beachten, dass zur Gewährleistung der Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffverkehrs und zur Sicherung des für die Schifffahrt erforderlichen Zustands der Bundeswasserstraße als Verkehrsweg Beeinträchtigungen vermieden oder durch Auflagen und Bedingungen auszugleichen sind. Der durchgehende Schiffsverkehr ist fortwährend zu gewährleisten.
Der Düker besteht aus zwei betonummantelten Gashochdruckleitungen 2 x DN 750 und einem Stahlschutzrohr DN 700, belegt mit 11 Kabelschutzrohren DN 140 aus Kunststoff sowie diversen, darin eingezogenen Kabeln. Der Düker ist durch Traversen zu einem Dükerpaket verbunden.
Der Bestandsdüker wurde im Jahr 1974 in offener Bauweise hergestellt, auf der Hetlinger Seite in Verlängerung der Dükerachse als Dreifachdüker montiert und mit Hilfe von Seilwinden, über Grund der Dükerrinne laufend, zur Insel Lühesand eingezogen.
Der Rückbau des Dreifachdükers ist vom Deichvorland des rechten Elbeufers bis wasserseitig des nordöstlichen Ufers der Insel Lühesand angegebenen Ausbaugrenzen vorzunehmen.
Die außerbetrieb genommenen Rohrfernleitungen werden dem Auftragnehmer gasfrei übergeben. Die getrennten Rohrenden der stillzulegenden Landleitungsabschnitte werden bauseits mit Blechdeckeln gas- und wasserdicht verschlossen.
Die vorliegenden Planfeststellungsbeschlüsse sehen als Art der Leistungserbringung vor, dass der Düker in offener Bauweise (Naßbaggerverfahren) zurückgebaut wird. Der Ausbau des Dükers soll mittels Rückzug über eine Deichrampe zum rechten Elbeufer auf eine binnendeichs anzulegende Demontagebahn erfolgen. Die Deichrampe ist überwiegend mit Aushubmaterial herzustellen, welches beim Rohrvortrieb des z.Zt. laufenden Ersatzneubaus gewonnen wird. Die herausgezogenen Rohrleitungsteile des Dükers sollen auf der Demontagebahn getrennt, wegen der nur beschränkt zur Verfügung stehenden Ausbaulänge ggf. zur Seite umgesetzt, zerteilt, von der Baustelle entfernt und ordnungsgemäß entsorgt werden.
Die GUD behält sich vor, die Bieter ggf. auch um Übermittlung eines Angebots zu anderen Arten der Leistungserbringungen aufzufordern.
Die Verbring- und Baggerstellen in der Elbe, an denen Material verbracht (freilegen des Dükers) bzw. aufgebaggert (Verfüllung der Dükerrinne) werden kann, werden vor Ausführungsbeginn durch das örtlich zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt zugewiesen.
Für den Umgang mit dem Aushubmaterial und dem Material, mit dem die Dükerrinne wieder zu verfüllen ist, ist bauseits ein Verbringungskonzept (Bodenmanagementkonzept) zu erstellen. Dieses Konzept wird entsprechend Nebenbestimmungen der Planfeststellungsbeschlüsse mit den zuständigen Fachbehörden abgestimmt und ist vom Auftragnehmer zwingend umzusetzen.
Der Landesschutzdeich am rechten Elbeufer darf für den Rückbau des Dükers nicht geöffnet werden.
Die Durchführung der Baustellentransporte hat unter Beachtung eines planfestgestellten Verkehrskonzeptes zu erfolgen.
Die Insel Lühesand ist nur über den Wasserweg erreichbar, wobei die Anlandung auf der Insel aufgrund behördlicher Vorhaben nur über die Süderelbe gestattet ist.
Die zwischen den Trennschnittbereichen und den Ausbaugrenzen liegenden Leitungsabschnitte, welche sich in den Bereichen des nordöstlichen Ufers der Insel Lühesand und des Landesschutzdeiches am rechten Elbeufer befinden, verbleiben im Boden. Die Rohrleitungsabschnitte sind im Zuge dieser Maßnahme mit Dämmer zu verfüllen.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-01-31.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-12-13.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2013-12-13
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Auftragsbekanntmachung
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2015-07-03
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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