Felderhebungen im Rahmen des Verfahrens „RES“ (siehe zur genaueren Beschreibung Ziffer II.1.5 der EU-Veröffentlichung) der Deutschen Bahn, Vorgang 50D_130010
RES ist das Verfahren der Deutschen Bahn AG zur Ermittlung von Mengen- und Strukturinformationen im Personenverkehr während der Nutzung des Angebots. Es wurde im Jahre 1984 konzipiert und wird seitdem kontinuierlich an die sich verändernde Umwelt angepasst. RES stellt verschiedenen Bereichen des Personenverkehrs Nachfragedaten zur Verfügung. Folgende Anforderungen werden an den Auftragnehmer (AN) gestellt.
— Durchführung von Zählungen und Befragungen von Reisenden in Nah- und Fernverkehrszügen, teilweise auch in Bussen, nach einem vorgegebenen Stichprobensystem,
— Betreuung des eingesetzten Erhebungspersonals sowie Einhaltung der vorgegebenen Qualitätskriterien. Das Gesamtvolumen wird pro Jahr mind. x (wird im Rahmen der Angebotsaufforderung dem qualifizierten Teilnehmer mitgeteilt) Einsätze im Nahverkehr (NV) und x (wird im Rahmen der Angebotsaufforderung dem qualifizierten Teilnehmer mitgeteilt) Einsätze im Fernverkehr (FV) umfassen. NV Einsätze dauern zwischen 15 und 180 Minuten, FV Einsätze durchschnittlich 4 Stunden. Die Erhebungen werden in der Regel von Einzelpersonen durchgeführt,
— Eine gleichmäßige Verteilung der Einsätze über das Jahr wird angestrebt, kann aber nicht garantiert werden. Der Auftragnehmer muss in der Lage sein, ein solches Einsatzvolumen mit Schwankungen zwischen den Monaten von bis zu 40 % über mehrere Jahre ohne Qualitätseinbuße durchzuführen. Änderungen des Stichprobenumfangs können in kleinerem Umfang auch kurzfristig (d.h. etwa 2 Wochen) auftreten,
— Bei der Kodierung der Erhebungsbelege sind die Vorgaben des Auftraggebers exakt einzuhalten. Abweichungen sind nicht zulässig. Die Interviewer müssen für den Umgang mit mehr als 90 verschiedenen DB-Fahrscheingruppen sowie einer Vielzahl von Verbundtarifen geschult sein,
— Ausgefüllte Zähl- und Interviewbögen müssen innerhalb von maximal 4 Arbeitstagen beim Auftraggeber zur Erfassung vorliegen. Eine Zwischenlagerung ist nicht zulässig. Terminüberschreitungen fallen unter Malusregelungen,
— Der Auftragnehmer muss ausreichend Schulung und Vor-Ort Betreuung für die Interviewer bereitstellen, um auf unerwartete Schwierigkeiten in der Feldarbeit sowie auf neue Anforderungen kurzfristig reagieren zu können. Die Qualität der Leistung wird vom Auftraggeber überprüft. Mangelhafte Ausbildung der Interviewer wird mit Malusregelung belegt, ebenso Ausfälle, welche zu statistisch signifikanten Verzerrungen, wie nicht erfüllte Schichten und dergleichen führen.
Die zu erbringenden Leistungen können auch aus den unter III.2 ff. aufgeführten Anforderungen zum Teil abgeleitet werden.
Gesamtmenge bzw. -umfang werden den qualifizierten Teilnehmern separat in den Verdingungsunterlagen mitgeteilt.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-05-06.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-03-28.
Wer?
Wie?
Geschichte der Beschaffung
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Dokument |
2013-03-28
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Auftragsbekanntmachung
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