Menge oder Umfang
– Mit dem DFB-Fußballmuseum entsteht in Dortmund ein neues Gebäude am südlichen Zugang vom Hauptbahnhof in die Innenstadt.Über die Katharinenstraße als Nord-Süd-Achse und über die südlich des Grundstücks gelegene Erschließungsstraße als Teil der Kunst- und Kulturmeile ist das Museum an das fußläufige Wegesystem des Stadtzentrums angebunden.– Die räumliche Einheit des DFB-Fußballmuseums wird aus 3 Grundelementen gebildet:- Das Podium- Der durchlaufende öffentliche Raum- Der schwebende KörperDiese 3 Elemente prägen das architektonische Erscheinungsbild. Ein ebenerdiges Plateau vermittelt zwischen den unterschiedlichen Geländehöhen entlang der Grundstückskanten. Außenraum und Innenraum werden als fließendes Raumkontinuum erlebbar.Auf diesem Plateau wird das neue DFB Fußballmuseum platziert. Der Gebäudekörper wird im Wesentlichen durch das transparente Erdgeschoß und die metallene Haube, die die Ausstellungsebenen birgt, gegliedert. Das Erdgeschoß mit der direkt angebundenen Multifunktionsarena zeigt sich offen und volksnah. Hier sind die öffentlichen und halböffentlichen Funktionen wie Service, Gastronomie und Shop untergebracht. Das dramaturgische Ausstellungskonzept von TRIAD präsentiert sich im Wesentlichen in den zwei Ausstellungsebenen, die den schwebenden Körper gliedern.Beschreibung der Ausstellung– Die Ausstellung ist eine durch den DFB betriebene Dauerausstellung zur Geschichte des deutschen Fußballs.– Die Ausstellungsbereiche sind 6 Tage die Woche im Zeitraum von 10:00 – 18:00 Uhr geöffnet undorganisieren sich über zwei Etagen, im 1. + 2. OG.– Die Kernfläche der aus 30 Themenbereichen bestehenden Ausstellung beträgt ca. 2400 qm.– Die Raumhöhe im 1. OG beträgt 5,50 m und die im 2. OG 5,00 m.Besucher– 800 – 1200 Personen pro Tag– 250.000 – 350.000 pro JahrBesucherführung– Inszenierte Skulpturen im Außen- und Spielfeldbereich des Museums dienen als Blickfang und lenken die Aufmerksamkeit des Besuchers auf das Gebäude.– Ein „Walk of Fame“ mit Fussabdrücken und Namenszügen bildet einen Boulevard, der die Besucher in das Foyer und auf den Empfang hinführt.– Die hinter dem Tresen gelegene Rolltreppe zieht die Besucher intuitiv in die Ausstellung und führt sie in das 2. OG, wo der Ausstellungsrundgang beginnt. Über zwei Geschosse erlebt der Besucher in 30 thematisch unterschiedlichen Ausstellungsräumen die Geschichte des Fußballs.– Verbunden werden die zwei Ausstellungsgeschosse durch die Multivision, ein Kino, in dem die Erfolgsgeschichte der deutschen Nationalmannschaft in Szene gesetzt wird. Über den Ausgang dieses Kinos gelangt der Besucher in das 1. Geschoss, wo er die weitere Ausstellung durchläuft. Über eine an die Hall of Fame angegliederte, inszenierte Treppe verlässt der Besucher die Ausstellung und gelangt in den aktivenSpielbereich, die Arena.– In der Arena selbst wird die Lust des Besuchers am Selber-Spielen geweckt:Verschiedene Stationen laden zum aktiven Fußball spielen ein.Die Geschichte des Fußballs wird sowohl klassisch museal über Exponate sowie Raum- und Objekttexte, als auch über Bewegtbilder und interaktive Formate vermittelt.– Auf der thematischen Spur finden sich kuriose und lustige Ereignisse und Randgeschehnisse, kleine Tragödien und abseitige Erzählungen, ohne die die Fußballgeschichte nur halb so reichhaltig wäre. Wie etwa sprachliche „Glanzleistungen“ von Fußballern in Hörstationen, kuriose Tore oder solche, die eigentlich keine waren, wie auch der berühmte Tritt von Jürgen Klinsmann in die Werbetonne.– Eine weitere Themenspur beinhaltet Perspektiven auf den Fußball – aus Kultur und Politik, aus Wissenschaft und Gesellschaft.Anforderungen an den Ausstellungsbau– Die Herausforderung des Ausstellungsbaus spiegelt sich in der inszenatorischen Aufgabenstellung, der baulichen Komplexität (Sonderbauten), der Integration von TGA, Medientechik, interaktiver Exponate, Grafik und Licht wieder. Die Koordination der verschiedenen Gewerke und Schnittstellen ist sehr anspruchsvoll und erfordert einen hohen Grad an übergreifender Erfahrung und Wissen dieser Bereiche.