14-0403 Entwicklung eines Betriebskonzepts mit anschließendem Betrieb des Mobilitätszentrums Demonstrator „Port1“ am Wolfsburger Hauptbahnhof und der dezentralen Standorte im Stadtgebiet mit Lade- und Leihinfrastrukturen für Elektrofahrzeuge

Stadt Wolfsburg

Im Rahmen des vom Land Niedersachsen geförderten Schaufensters Elektromobilität der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg sucht die Stadt Wolfsburg in einem Verfahren des wettbewerblichen Dialogs ein Unternehmen für den Betrieb des temporären multimodalen Mobilitätszentrums Demonstrator „Port1“und der dezentralen Standorte im Stadtgebiet mit Lade- und Leihinfrastrukturen für Elektrofahrzeuge. Es handelt sich hierbei um ein komplexes, innovatives und bislang einzigartiges Projekt, das der Koordinierung aus einer Hand bedarf.
Mit einem veränderten Mobilitätsverhalten als Folge eines stärkeren ökologischen Bewusstseins, eines gesteigerten Bedürfnisses nach Flexibilität und zunehmend dynamischer Lebens- und Arbeitsformen hat sich der Anspruch an die städtische Infrastruktur des 21. Jahrhunderts verändert. Den daraus resultierenden Herausforderungen soll in Wolfsburg durch die Einrichtung eines temporären Mobilitätszentrums in Form eines Gebäudes in direkter Nachbarschaft zum Hauptbahnhof Wolfsburg begegnet werden. Im Rahmen des niedersächsischen Schaufensters Elektromobilität wird in Wolfsburg als experimentelles Pilot-Projekt der Demonstrator „Port 1“ von der Stadt Wolfsburg errichtet (der Bauabschluss ist bis Ende März 2015 vorgesehen). Dieses temporäre Mobilitätszentrum soll vom Auftragnehmer ab Auftragsvergabe und nach Baufertigstellung bis zum Projektlaufzeitende Ende 2015 betrieben und dabei voraussichtlich mit den folgenden Services ausgestattet werden:
— Aufbau eines E-Car-Sharing-Systems mit mindestens 5 Elektrofahrzeugen
— Einrichtung eines E-Fahrrad-Verleihsystems mit 50 Pedelecs
— Errichtung und Betrieb einer Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge im Stadtgebiet Wolfsburg
— Integration einer Mobilitätskarte als Zugangs- und Abrechnungsmedium
— Bereitstellung von Co-Working-Spaces und eines Konferenzraums im „Port1“
— Einbindung von Information- und Kommunikationstechnik (IKT)-Lösungen als innovative Mobilitätsplattform für den Nutzer (App, Internet, etc.) zur Buchung und Abrechnung
— Betrieb des Informations- und Ausstellungsbereiches in Abstimmung mit dem Auftraggeber mit wechselnden Themen, z. B.: Elektromobilität, Vielseitigkeit der Projekte im niedersächsischen Schaufenster Elektromobilität, Schwerpunkte der Arbeit der Metropolregion oder aktuelle Planungen der Stadt Wolfsburg aus den Bereichen Verkehr und Städtebau
— Integration weiterer Services, wie: Mitfahrertreffpunkt, Ausgabe von Equipment, etc.
Das Hauptziel des Projektes ist es, verschiedenen Nutzergruppen wie den Pendlern, den Bürgern und anderen Besuchern der Stadt Wolfsburg mit dem Thema Elektromobilität in Berührung zu bringen und bestehende Hürden gegenüber dieser neuen Mobilitätsart durch das Sammeln persönlicher Erfahrungen abzubauen. Darüber hinaus liegt der Schwerpunkt dieses Pilotprojektes im Erkenntnisgewinn. Denn der Demonstrator soll die Ausgangsbasis für die Planung eines späteren permanenten Mobilitätszentrums, welches Multimodalität unter Einbindung der E-Mobilität ermöglichen und die verkehrliche Situation im Stadtgebiet langfristig entspannen soll, bilden. Daher ist die Auswertung und Evaluation der während der Projektlaufzeit gesammelten Erfahrungen und Daten bezüglich der Nutzung der Elektrofahrzeuge und Services im Gebäude wichtig. Entsprechende Schnittstellen und Funktionen sollen dafür vorgesehen werden.
Um Synergieeffekte zu erzielen ist die Verknüpfung mit anderen Projekten im Schaufenster Elektromobilität der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg erwünscht und wird angestrebt.
Weitere Informationen zum Projekt sind auf den Internetseiten des Schaufensters Elektromobilität unter dem folgenden Link verfügbar:
http://www.metropolregion.de/pages/organisation___themen/projekte/schaufenster_emobilitaet/projektbeschreibung/fahrzeuge_flotten_verkehr/subpages/mobilitaetszentrum_wolfsburg_-_beruehrungspunkte_schaffen/
Der Auftraggeber führt ein Verfahren des wettbewerblichen Dialogs gemäß § 3 Abs. 7 VOL/A-EG durch, weil er objektiv nicht in der Lage ist, die technischen Mittel anzugeben, mit denen seine Bedürfnisse und Ziele erfüllt werden können. Er ist somit auf die Innovationskraft von Unternehmen bzw. Unternehmenskonsortien angewiesen, die besondere Kenntnisse im Bereich innovativer Verkehrsinfrastrukturprojekte (Schwerpunkt gerne Elektromobilität) und Erfahrungen mit der Einrichtung von Verleih-Systemen und dem Betrieb einer mit dem gegenständlichen Mobilitätszentrum vergleichbaren Einrichtung haben. Der Auftraggeber wählt nach Abschluss des Teilnahmewettbewerbs die Unternehmen bzw. Unternehmenskonsortien aus, mit denen ein Dialog eröffnet wird. In diesem Dialog wird der Auftraggeber festlegen, wie seine Bedürfnisse am besten erfüllt werden können; dann werden mit den ausgewählten Unternehmen bzw. Unternehmenskonsortien alle Einzelheiten des Auftrages erörtert.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-09-04. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-08-01.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2014-08-01 Auftragsbekanntmachung
2014-08-05 Ergänzende Angaben
2015-01-30 Bekanntmachung über vergebene Aufträge