Einzel-Photonen Emissions-CT (Zweikopf-SPECT Gammakamera) (Vergabe-Nr. 032/14)

Universitätsklinikum Düsseldorf

Spezielle Vorgaben:
Gefordert wird eine Hochleistungs-Doppelkopfkamera (Einzel-Photonen-Emissions-Tomograph (Zweikopf-SPECT-Gammakamera) zur Diagnostik am liegenden Patienten.
Aufgrund der Raumgeometrie und Statik ist hier ein System mit möglichst kompakter Bauform erwünscht (hier: von außerordentlicher Bedeutung).
Das System muss insbesondere geeignet sein für
— Hirnuntersuchungen,
— Teilkörpertomographien und
— optimierte pädiatrische Tomographieverfahren und Ganzkörperszintigraphien
Das System soll für folgende Schwerpunkte ausgelegt sein: Hirn-SPECT-Messungen mit ROI- und VOI-Auswertungen der SPECT-Rekonstruktionen, pädiatrische Tumordiagnostik und pädiatrische Skelettszintigraphie.
Das System soll des Weiteren folgende Eigenschaften bzw. Funktionalitäten aufweisen:
— ein Satz Kollimatoren für niedrige Gammaenergien und mit hoher Auflösung,
— ein Satz Kollimatoren für mittlere Gammaenergien für den generellen Einsatz,
— eine Vorrichtung zum Kollimatorwechsel muss vorhanden sein. (Ein Kollimatorwagen oder ein eingebauter zweiter oder weitere Kollimatorsätze),
— Prozessing/Auswertung vom Acquisitionsrechner getrennt,
— Kopfhalter für Hirnaufnahmen,
— SPECT Phantomhalter,
— SPECT Kinderliege, bzw. entsprechend geeignete andere Lösung,
— möglichst großes Gesichtsfeld,
— möglichst geringer Abstand zwischen Kollimator (Kamerakopf) und untersuchtem Organ (Gesichtsfeld, Bsp. Gehirn),
— vollautomatische arbeitende Körperkonturfindung,
— Bettuntersuchung mit 2 Detektoren soll ohne Umlagern möglich sein,
— kabellose Fernbedienung (optional),
— Dosisreduktionsverfahren,
— Softwarepakete zur effektiven Bildbearbeitung und Analyse,
— flexible Akquisitions- und Auswerteprogramme zur individuellen z. B. studienorientierten Anpassung (hier: von außerordentlicher Bedeutung),
— Herzauswerteprogramme,
— Migration der Altdaten der Philips Altgeräte (optional),
— Demontage des Altgerätes Prism 2000 und Abtransport/Verschrottung (optional),
Der Durchmesser des engsten Abschnitts der Patientenöffnung soll groß sein.
Außerdem soll das System ein äußerst leicht manövrierbares, hoch bewegliches Patiententischsystem bieten, welches eine schnellstmögliche Patientenumlagerung erlaubt. Es muss auch für hohe Patientengewichte ≥ 200 kg geeignet sein. Der Patiententisch darf keine Durchbiegung aufweisen.
Außerdem muss das System mit allen relevanten Zubehörteilen, Sicherheits- u. a. Einrichtungen, Sicherheits- u. a. Installationen, (ggf. Abschirmmaßnahmen), etc. geliefert/installiert werden.
Es sind nur Angebote zugelassen, deren wesentliche Teile vom Bieter selbst erbracht werden.
Es können für alle Bereiche auch Subunternehmer eingeplant werden; dies muss jedoch kenntlich gemacht werden; dies gilt auch für integrierte Fremdprodukte von Subunternehmen.
Vom Bieter wird die umfassende Verantwortlichkeit für Hard- und Software, die Einbringung, Aufstellung usw. im Sinne eines Generalunternehmers gefordert.
Es gelten – soweit gerät-/systemspezifisch betroffen – folgende allgemeinen Vorgaben:
Es wird ein voll funktionsfähiges Gerät/System mit vollständiger Dokumentation gefordert.
Qualitätsstandards nach dem neuesten Stand der Technik inklusiv neuester Software.
Die im Universitätsklinikum verwendeten Informations- und Kommunikations-Systeme:
KIS: medico (Siemens Healthcare Systems),
RIS: iSOFT Radiology Information System.
Das RIS soll alle in der Nuklearmedizin anfallenden Aufgaben und Prozesse steuern.
PACS: Sectra Medical Systems GmbH, IDS7.
Das PACS übernimmt die Bildbetrachtung, Archivierung und webbasierte Bildverteilung und garantiert IHE-konforme Abläufe (--> PACS IHE Integration Statement und --> PACS DICOM Integration Statement).
In der Universitätsklinik organisiert der Worklist-Server die Arbeitsplätze mit DICOM-Modalitäten wie Röntgen, Speicherfoliensysteme, MRT, DSA und CT und auch nuklearmedizinische Modalitäten (NM).
Das zu liefernde Gerät/System ist in dieses bestehende Netzwerk zu migrieren.
Bezüglich Computer/Schnittstellen müssen folgende Punkte realisiert werden:
— DICOM Worklist,
— DICOM Store,
— DICOM Print,
— DICOM MPPS,
— Speicherkomponenten (Datenmanagement, Archivierung etc.),
— Dienstleistung PACS-seitiger Anschluss (bzw. deren Verrechnung).
Die Zulassung und Zustimmung zum SOPHOS-Virenscanner ist ausdrücklich erforderlich (bzw. ggf. ein Alternative hierzu). Dies ist schriftlich zu bescheinigen.
Der Bieter berücksichtigt mit dem von ihm abgegebenen Angeboten alle aktuellen Vorschriften, Normen und Regelungen, soweit diese auf das zu liefernde Gerät/System anwendbar sind.
Darüber hinaus müssen Geräte/Systeme ausländischer Fabrikate auf Kosten des Bieters an die in der BRD üblichen Standards angepasst werden (z. B. in Universitätskliniken üblicherweise verwendete Phantome) und zwar auch dann, wenn diese gesetzlich nicht zwingend vorgeschrieben sind.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-09-19. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-08-01.

Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2014-08-01 Auftragsbekanntmachung
2014-08-11 Ergänzende Angaben