Fachplanung Technische Ausrüstung für den Neubau Stadt- und Kongresshalle Vallendar. Aufgefordert zum Teilnahmewettbewerb sind Ingenieure

Stadt Vallendar (Auftraggeber)

Die Bewerbung muss für alle nachfolgend genannten Anlagengruppen erfolgen. Die Bewerbung auf einzelne Anlagengruppen ist nicht möglich. Zur Beauftragung ist vorgesehen die Fachplanung für Technische Ausrüstung gemäß Leistungsbild Anlage 15.1 (Grundleistungen) zu § 55 HOAI, Leistungsphasen (LP) 1 bis 9 zu:
— Anlagengruppe 1 Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen,
— Anlagengruppe 2 Wärmeversorgungsanlagen,
— Anlagengruppe 3 Lufttechnische Anlagen,
— Anlagengruppe 4 Starkstromanlagen,
— Anlagengruppe 5 Fernmelde- und informationstechnische Anlagen,
— Anlagengruppe 7 Nutzungsspezifische Anlagen –hier: Feuerlöschanlagen/KG 475 und Bühnentechnischen Anlagen/KG 479
— Anlagengruppe 8 Gebäudeautomation.
Nicht Gegenstand dieser Ausschreibung sind die Küchentechnischen Anlagen und die Planung der Aufzugsanlage, jedoch die dafür erforderlichen Ver- und Entsorgungsleitungen. Ferner wird gegebenenfalls die Besondere Leistung „Lehrrohrplanung mit besonderem Aufwand“ (z. B. wegen Sichtbetons) beauftragt.
Die Beauftragung erfolgt stufenweise, siehe Beschreibung unter Abschnitt II.2.1). Die Verwendung des Bewerbungsbogens als Formularvordruck wird empfohlen. Maßgeblich bleibt der Inhalt der EU-Bekanntmachung. Die Vergabestelle stellt auf ihrer Homepage unter www.vallendar.eu unter der Rubrik „Bauen und Wohnen – Neubau Stadt- und Kongresshalle Vallendar“ den Bewerbungsbogen zum Download bereit.
Die Stadt Vallendar plant auf einem innerörtlichen Grundstück an der Rheinstraße (B42) in Vallendar eine neue Stadt- und Kongresshalle zu errichten. Über ein EU-weit ausgeschriebenes Wettbewerbsverfahren wurde bereits die Konzeption für die Realisierung der Planungsaufgabe und ein Architekturbüro gefunden. Die vorliegende Planung umfasst die Stadt- und Kongresshalle, ein zugeordnetes Parkdeck sowie die Gestaltung des Restgrundstücks. Das Raumprogramm sieht für die Stadt- und Kongresshalle eine Nutzfläche von ca. 1.900 m² vor. Die Stadt- und Kongresshalle Vallendar soll für die folgenden Aufgaben und Funktionen gestaltet werden: Regelmäßige Möglichkeit für die Proben der Vereine, Durchführung von Veranstaltungen der Vereine (z.B. Karneval, Theater, Konzerte, Mitgliederversammlungen, Bunte Abende etc.), Durchführung von Kongressen, Tagungen und Seminaren der WHU (Otto Beisheim School of Management), der Schönstatt-Bewegung und der PTHV (Philosophisch-Theologische Hochschule in Vallendar).
Die gesamte Maßnahme für Stadt- und Kongresshalle, Parkdeck und Außenanlagen ist auf ein Gesamtkostenbudget abgestellt. Das Gesamtkostenbudget beträgt maximal 10,5 Mio. EUR brutto zuzüglich noch festzustellender Kosten für Baugrundverbesserungen, Tiefengründungen und bauliche Schallschutzmaßnahmen. In den vorgenannten Gesamtkosten sind anteilig Bauwerkskosten-Technische Anlagen (Kostengruppe 400) in Höhe von rund 1,38 Mio. EUR brutto enthalten. Der Kostenanteil für die Kostengruppe 400 wurde standardisiert ermittelt. Aufgabe des zu findenden Fachplaners für Technische Ausrüstung wird es auch sein, technische Lösungen zu finden, die zur Einhaltung des Gesamtkostenrahmens führen.
Aufgabe im Architektenwettbewerb war die Erarbeitung einer wirtschaftlichen Konzeption in Bezug auf Planung und Herstellung einer Stadt- und Kongresshalle durch ein ausgewogenes Gebäudekonzept, durch Schaffung von Potenzial zur Einhaltung des sommerlichen Wärmeschutzes durch geeignete Fensterflächenanteile, Sonnenschutz, Orientierung und Speichermassen. Ferner war auch auf einen wirtschaftlichen Betrieb in der Nutzungsphase zu achten. Diese Planungsziele gelten im Wesentlichen auch für die Planung und Ausführung der technischen Anlagen. Auf der Basis des Wettbewerbsergebnisses sollen nun die Fachplanungen zur technischen Ausrüstung anknüpfen und im Sinne von geringen Lebenszykluskosten ein optimiertes Verhältnis von Investitions- und späteren Nutzungskosten (Betriebs- und Instandhaltungskosten) durch bauliche und technische Maßnahmen anstreben. Zusätzlich soll ein Anteil erneuerbarer Energien für die Bedarfsdeckung integriert werden. Die Erstellung einer Nutzungskostenplanung nach DIN 18960:2008-02 ist an den Architekten beauftragt. Zu beachten bei der Planung der Technischen Anlagen ist, dass das Untergeschoss (geplant als Parkebene) aus Hochwasserschutzgründen nicht (oder nur sehr begrenzt) für eine Anordnung von Technikflächen geeignet ist. Hinsichtlich des Lärmschutzes wird ein Gutachter eingeschaltet, dessen Arbeitsergebnisse in die Planung einzuarbeiten sind.
Der Wettbewerbsentwurf samt Erläuterungsbericht steht für die interessierten Bewerber unter der oben genannten Adresse (Homepage der Vergabestelle) zur Einsichtnahme bereit.
Der zeitliche Ablauf der Planungs- und Bauphase ist wie folgt vorgesehen: Beauftragung des Ingenieurbüros voraussichtlich im August 2014 geplanter Baubeginn 12 Monate nach Beauftragung, geplante Bauzeit 21 Monate.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-04-08. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-03-07.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2014-03-07 Auftragsbekanntmachung
2014-03-13 Ergänzende Angaben
2014-08-11 Bekanntmachung über vergebene Aufträge