GEWOBAG – Vergabeverfahren – Reichenberger Str. 33a-c, 10999 Berlin - Errichtung und Betrieb einer KWK-Anlage (Anlagen-Contracting) zur dezentralen Stromversorgung im Quartier
Der ausgeschriebene Auftrag ist Teil einer neuen Gesamtstrategie der GEWOBAG. Die GEWOBAG hat die eigenen Potentiale zur Steigerung der Energieeffizienz ermittelt und für ausgewählte Maßnahmen zur Effizienzsteigerung den ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Nutzen sowie die technische und rechtliche Machbarkeit detailliert untersucht. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen wurden in dem „Energiemodell der GEWOBAG“ zusammengefasst. Demnach wird die GEWOBAG die Modernisierung der Heizungsanlagen beschleunigen und mit einer KWK-Offensive verknüpfen: Heizungsanlagen, die technisch und wirtschaftlich hierfür geeignet sind, sollen mit KWK-Anlagen ergänzt werden. Die Errichtung und der Betrieb von KWK-Anlagen soll unter Einbeziehung von Contractoren erfolgen.
Zur Umsetzung dieses Energiemodells hat die GEWOBAG die GEWOBAG ED Energie- und Dienstleistungsgesellschaft mbH gegründet. Die GEWOBAG ED hat am 1.1.2014 ihre Tätigkeiten aufgenommen und befindet sich derzeit im Aufbau. Es ist geplant, dass die GEWOBAG ED zum 1.1.2015 den Betrieb sämtlicher Heizungsanlagen der zum GEWOBAG-Verbund gehörenden Unternehmen übernimmt und zentral koordiniert. Der ausgeschriebene Auftrag soll daher gegebenenfalls zum 1.1.2015 von der GEWOBAG auf die GEWOBAG ED übertragen werden. Vor diesem Hintergrund erfolgt die Auftragsvergabe in enger Abstimmung mit der GEWOBAG ED sowie mit weiteren Tochtergesellschaften der GEWOBAG.
Die angeschlossenen Liegenschaften Reichenberger Straße 33a, Reichenberger Straße 33b, Reichenberger Straße 33c und Reichenberger Straße 34 befinden sich im Stadtteil Kreuzberg und wurden 1977 erbaut. Sie sind teilsaniert; eine energetische Sanierung der Gebäudehülle ist nicht erfolgt. Maßnahmen der energetischen Gebäudesanierung sind gegenwärtig auch nicht geplant.
Die zu errichtende und zu betreibende KWK-Anlage (Anlagen-Contracting) dient der Versorgung von insgesamt 41 Mieteinheiten (Wohnungen und Gewerbeeinheiten) mit einer Heizfläche von insgesamt 2 616 m². Die Heizzentrale befindet sich im Keller des Gebäudes Reichenberger Straße 33a. Die Heizzentrale wurde 2000 teilweise erneuert.
Der Auftragnehmer hat für die Dauer von mindestens 10 Jahren alle im Folgenden beschriebenen Leistungen zu erbringen.
Der Auftragnehmer errichtet eine KWK-Anlage, die die Grundlast für die Wärme- und Warmwasserversorgung der angeschlossenen Liegenschaften abdeckt (Beistelllösung). Die Planung der KWK-Anlage, einschließlich der Dimensionierung, sowie die Errichtung der KWK-Anlage ist Aufgabe des Auftragnehmers und erfolgt in dessen Namen und auf dessen Rechnung. Für die Errichtung der KWK-Anlage werden die jeweiligen Heizzentralen zur Verfügung gestellt. Unter Umständen kommt auch eine Errichtung der KWK-Anlage in einem benachbarten Gebäude des Auftraggebers in Betracht; dies wäre gegebenenfalls im Vergabeverfahren zu klären.
Der Auftragnehmer betreibt die KWK-Anlage für die Laufzeit des Vertrages im eigenen Namen und auf eigene Rechnung. Dies umfasst grundsätzlich sämtliche Leistungen, die erforderlich sind, damit jederzeit die vertraglich vereinbarte Wärmeleistung zur Verfügung steht, insbesondere:
— die Beschaffung des Brennstoffes,
— die Wartung der KWK-Anlage,
— die Instandhaltung und Instandsetzung der KWK-Anlage sowie
— die Durchführung der gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen und Messungen.
Der für den Betrieb der KWK-Anlage erforderliche Strom wird vom Auftraggeber beigestellt und nach tatsächlichem Verbrauch jährlich abgerechnet. Die hierfür erforderlichen Zähler sind gegebenenfalls vom Auftragnehmer einzubauen.
Die Einzelheiten der Errichtung und des Betriebs der KWK-Anlage werden im abzuschließenden Contracting- und Wärmelieferungsvertrag geregelt.
Der Auftragnehmer übernimmt vom Auftraggeber spätestens mit der Inbetriebnahme der KWK-Anlage den vollständigen Betrieb der jeweiligen Heizzentralen und beliefert den Auftraggeber mit der in der Heizzentrale erzeugten Wärme. Hierzu pachtet der Auftragnehmer die Bestandsanlage vom Auftraggeber. Der Betrieb der Heizzentrale umfasst grundsätzlich sämtliche Leistungen, die erforderlich sind, damit jederzeit die vertraglich vereinbarte Wärmeleistung zur Verfügung steht, insbesondere:
— die Beschaffung des Brennstoffes,
— die Wartung der Anlage,
— die Instandhaltung und Instandsetzung der Anlage sowie
— die Durchführung der gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen und Messungen.
Der für den Betrieb der Kesselanlage erforderliche Strom wird vom Auftraggeber beigestellt und nach tatsächlichem Verbrauch jährlich abgerechnet. Die hierfür erforderlichen Zähler sind gegebenenfalls vom Auftragnehmer einzubauen.
Die Einzelheiten des Betriebs der Kesselanlage werden im abzuschließenden Contracting- und Wärmelieferungsvertrag geregelt.
Der Auftragnehmer bietet den in der KWK-Anlage erzeugten Strom vorrangig den Mieterinnen und Mietern der GEWOBAG in den angeschlossenen Gebäuden an. Der Vertrieb des Stroms an die Mieterinnen und Mieter erfolgt durch den Auftragnehmer, der hierbei vom GEWOBAG-Verbund unterstützt wird. Zu diesem Zweck wird die GEWOBAG ED eine Wort-/Bildmarke markenrechtlich schützen lassen. Diese Marke steht dem Auftragnehmer zur Vermarktung des dezentral erzeugten KWK-Stroms zur Verfügung. Darüber hinaus wird die GEWOBAG MB Mieterberatungsgesellschaft mbH den Auftragnehmer aktiv bei der Vermarktung des Stroms unterstützen, beispielsweise durch Informationsschreiben an die Mieterinnen und Mieter oder durch entsprechende Anzeigen in den Kundenzeitungen.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-04-15.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-03-10.
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
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Dokument |
2014-03-10
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Auftragsbekanntmachung
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