Urologischer Röntgenarbeitsplatz für die Urologie (Vergabe-Nr. 034/14)
Spezielle Vorgaben:
Gefordert wird ein hochleistungsfähiger Urologischer Röntgenarbeitsplatz für die Urologie zur Diagnostik am liegenden und/oder stehenden Patienten.
Aufgrund der Raumgeometrie ist hier ein System mit möglichst kompakter Bauform erwünscht (hier: von außerordentlicher Bedeutung). Von daher ist auch die Abgabe einer Aufstellskizze
Pflicht.
Das System muss insbesondere geeignet sein für bzw. das System muss folgende Eigenschaften bzw. Funktionalitäten aufweisen:
- Diagnostische urologische Verfahren, z. B.
— Übersichtsbildgebung (Urogramm),
— intravenöses Pyelogramm (IVP),
— retrograde Pyelographie
— Radiographische Diagnose des Harn- und Fortpflanzungssystems
— Miktionszystourethrographie (MCU)
— Pädiatrischer Einsatz
— Multifunktions-Fußschalter für Durchleuchtung und Aufnahme insbesondere zur Steuerung der Tischbewegungen (Tischhub, Tischkippung)
Das System muss eine wirksame Technik/Techniken zur Reduzierung der Strahlendosis aufweisen.
Das System soll des Weiteren folgende Eigenschaften bzw. Funktionalitäten aufweisen:
— Das Patiententischsystem soll eine möglichst hohe Tragfähigkeit unter Beibehaltung der vollen Funktionstüchtigkeit aufweisen; mindestens 230 kg.
— Die Generatorleistung und die Strahlerleistung muss jeweils mindestens 80 KVA betragen.
— Interface zur Darstellung externer Videosignale (Video-/Endoskopie-/Ultraschall (VEU)-Interface)
Das System soll darüber hinaus folgende Eigenschaften bzw. Funktionalitäten aufweisen:
— Interface zur Darstellung externer Videosignale wie beispielsweise Endoskopie und Ultraschall auf einem geräteintegrierten TFT-Farbdisplay im Untersuchungsraum
Außerdem muss der Urologische Röntgenarbeitsplatz mit allen relevanten Zubehörteilen, Sicherheits- u.a. Einrichtungen, Sicherheits- u. a. Installationen, (ggf. Abschirmmaßnahmen, Netzfilter, Überspannungsschutz), etc. geliefert/installiert werden.
Es sind nur Angebote zugelassen, deren wesentliche Teile vom Bieter selbst erbracht werden. Es können für alle Bereiche auch Subunternehmer eingeplant werden; dies muss jedoch kenntlich gemacht werden; dies gilt auch für integrierte Fremdprodukte von Subunternehmen. Vom Bieter wird die umfassende Verantwortlichkeit für Hard- und Software, die Einbringung, Aufstellung usw. im Sinne eines Generalunternehmers gefordert.
Es gelten – soweit gerät-/systemspezifisch betroffen – folgende allgemeinen Vorgaben:
Es wird ein voll funktionsfähiges Gerät/System mit vollständiger Dokumentation gefordert.
Qualitätsstandards nach dem neuesten Stand der Technik inklusiv neuester Software.
Die im Universitätsklinikum verwendeten Informations- und Kommunikations-Systeme:
KIS: medico (Siemens Healthcare Systems)
RIS: iSOFT Radiology Information System
Das RIS steuert alle in der Radiologie anfallenden Aufgaben und Prozesse.
PACS: Sectra Medical Systems GmbH, IDS7
Das PACS übernimmt die Bildbetrachtung, Archivierung und webbasierte Bildverteilung und garantiert IHE-konforme Abläufe (--> PACS IHE Integration Statement und --> PACS DICOM
Conformance Statements).
In der Universitätsklinik organisiert der Worklist-Server die Arbeitsplätze mit DICOMModalitäten wie Röntgen, Speicherfoliensysteme, MRT, DSA und CT.
Das zu liefernde Gerät/System ist in dieses bestehende Netzwerk zu migrieren.
Bezüglich Computer / Schnittstellen müssen folgende Punkte realisiert werden:
— DICOM Worklist
— DICOM Store
— DICOM Print
— DICOM MPPS
— DICOM Q/R
— Speicherkomponenten (Datenmanagement, Archivierung etc.)
— Dienstleistung PACS-seitiger Anschluss (bzw. deren Verrechnung)
Die Zulassung und Zustimmung zum SOPHOS-Virenscanner ist ausdrücklich erforderlich (bzw. ggf. ein Alternative hierzu). Dies ist schriftlich zu bescheinigen.
Der Bieter berücksichtigt mit dem von ihm abgegebenen Angeboten alle aktuellen Vorschriften, Normen und Regelungen, soweit diese auf das zu liefernde Gerät/System
anwendbar sind.
Darüber hinaus müssen Geräte/Systeme ausländischer Fabrikate auf Kosten des Bieters an die in der BRD üblichen Standards angepasst werden (z. B. in Universitätskliniken üblicherweise verwendete Phantome) und zwar auch dann, wenn diese gesetzlich nicht zwingend vorgeschrieben sind.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-09-29.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-08-11.
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2014-08-11
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Auftragsbekanntmachung
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