Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb nach VOL/A § 3 EG, Lieferung, Anpassung, Installation eines Standardabrechnungssystems

Zweckverband Ostholstein

Lieferung, Anpassung, Installation und Einführung eines Standardabrechnungssystems für Ver- u. Entsorgungsunternehmen einschließlich einer Hardwareempfehlung sowie Migration der Daten aus dem Altsystem.
Leistung der Abrechnungssoftware:
Folgende Funktionen muss die angebotene Softwarelösung beinhalten:
Sämtliche Abrechnungsfunktionen für Leistungen der Abwasserbeseitigung (Schmutz- und Niederschlagswasser) und für Versorgungsleistungen (Erdgas, Nahwärme, Strom, Wasser), unter Berücksichtigung der vorgegebenen Prozesse der BNetzA für Erdgas und Strom in den Bereichen Netz und Vertrieb.
Die Gesamtanforderungen an die Softwarelösung sind in einem Lastenheft beschrieben. Das Lastenheft wird nach Beendigung des Teilnahmewettbewerbs den ausgesuchten Bietern in der Angebotsaufforderung mitgeschickt.
Dienstleistung:
Die ausgeschriebene Dienstleistung umfasst die Konzeption und Planung der Systemeinführung inklusive Projektleitung, Dokumentation, Migration von Daten aus dem Altsystem (inklusive Testmigrationen mit zahlen-und wertmäßiger Abstimmung), Schulung der Mitarbeiter (MA), Go-Live Unterstützung der MA sowie die Erstellung einer GoDB-konformen Verfahrensdokumentation.
Ablauf des Verfahrens:
1. Teilnahmewettbewerb
Bewerber müssen die unter Ziffer III.2 (2.1/2.2/2.3) aufgezeigten Teilnahmebedingungen erfüllen und in der Lage sein, die gestellten Anforderungen in der angebotenen Softwarelösung umzusetzen.
2. Verhandlungsverfahren
a) Nur solche Bewerber werden zur Angebotsabgabe aufgefordert und von ihnen wird erwartet:
— die Beschreibung der Standard-Softwarelösung für Ver- u. Entsorgungsunternehmen und deren voraussichtliche Gesamtkosten (Investition und laufender Aufwand) nach vorgegebenem Lastenheft einschließlich einer Beschreibung der notwendigen Hardwareausstattung für einen performanten Geschäftsbetrieb unter Volllast (ca. 100 parallele Anmeldungen). Eine Höchstpeisgrenze ist vorgesehen;
— die Bereitschaft, vor einer Beauftragung an einer Präsentationsphase teilzunehmen, in der die Bearbeitung bestimmter, vom AG vorgegebener Geschäftsvorfälle live im System zu demonstrieren ist.
b) Aus dem Kreis der Bieter werden diejenigen für eine Präsentationsphase ausgewählt, deren aufgezeigte Lösung den fachlichen und wirtschaftlichen Anforderungen erkennbar entsprechen. Gehen mehr als drei geeignete Bewerbungen ein, werden vom ZVO mindestens drei, höchstens fünf Bieter zur Teilnahme zu einer Präsentationsphase aufgefordert.
— die Bereitschaft, vor einer Beauftragung gemeinsam mit dem AG ein detailliertes und verbindliches Pflichtenheft zu erstellen.
Hinweis: die Erstellung des Pflichtenheftes wird separat beauftragt und nach Aufwand abgerechnet. Die Konditionen sind vorab zu vereinbaren.
c) Vor einer Beauftragung wird die Wirtschaftlichkeit der aufgezeigten Gesamtlösung festgestellt.
Der ZVO behält sich vor, in folgenden Fällen das Vergabeverfahren aufzuheben, wenn:
— die Höchstpreisgrenze überschritten wird;
— die Ausschreibung kein wirtschaftliches Ergebnis gebracht hat (Kosten-/Nutzenanalyse);
— kein Angebot eingegangen ist, das den Ausschreibungsbedingungen entspricht;
— sich die Grundlagen der Ausschreibung wesentlich geändert haben oder;
— andere schwerwiegende Gründe bestehen.
Außer dieser Bekanntmachung existieren keine weiteren Ausschreibungsunterlagen.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2015-11-23. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2015-10-21.

Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2015-10-21 Auftragsbekanntmachung