Vorbereitung und Erstellung eines neuen Einnahmeaufteilungsverfahrens im Großraum Braunschweig
Die Verbundgesellschaft Region Braunschweig mbH (VRB) ist ein Zusammenschluss der Verkehrsunternehmen in der Region Braunschweig, die einen einheitlichen Verkehrstarif anwenden (VRB-Tarif). Am Unternehmen sind derzeit 15 Verkehrsunternehmen (ab 2016: 18) sowie der Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB) als Aufgabenträger für den SPNV und ÖPNV beteiligt. Die Verkehrsunternehmen im VRB haben in der Vergangenheit ein Einnahmeaufteilungsverfahren praktiziert, das jetzt grundlegend erneuert werden soll.
Der Verbundtarif hat 4 Preisstufen, für die Städte Braunschweig, Wolfsburg und Goslar gilt zusätzlich ein Stadttarif. Der Tarif des VRB ist in der Vergangenheit mehrfach untersucht und seine Ertragskraft ist als vergleichsweise gering eingeschätzt worden. Dem steht eine übersichtliche und einfache Tarifstruktur gegenüber, die seitens des Aufgabenträgers und von kommunaler Seite als kundenfreundlich und deshalb vorteilhaft angesehen wird. Die Verbundpartner streben eine Verbesserung der Ertragskraft bzw. Tarifergiebigkeit und –gerechtigkeit an und passen das Preisniveau und die Tarifprodukte regelmäßig an, zu einer umfassenden Tarifstrukturreform (bis hin zu einem Relationstarif) ist es wegen absehbarer Kritik bzw. Widerständen bisher nicht gekommen.
Die Verbundpartner sind sich nach derzeitigem Stand dahingehend einig, dass ein nachfrageorientiertes Verfahren der Einnahmeaufteilung Stabilität ermöglichen könnte. Daneben soll aber auch die Möglichkeit anderer Verfahren, wie beispielsweise ein Vertriebsdaten gestütztes Verfahren im Hinblick auf eine langfristige Stabilität betrachtet werden. Insbesondere sind dazu die geltende Tarifstruktur, eine mögliche geänderte Tarifstruktur und aktuelle sowie zukünftige technische Gegebenheiten (vor allem Vertriebstechniken) mit in die Betrachtung einzubeziehen.
Die Region will in Zukunft ein Einnahmeaufteilungsverfahren nutzen, das Ergebnisse zuverlässig und effektiv erzeugt und dynamische Veränderungen im Verkehrsgebiet angemessen sowie zeitnah abbilden kann. Das Verfahren soll hinsichtlich seines Aufwandes in einem angemessenen Verhältnis zu dem im Fremdnutzerausgleich umverteilten Einnahmevolumen stehen und zeitnah abgeschlossen werden können.
Alle Fahrscheinarten des VRB sind systematisch einzubeziehen, Teilsysteme für einzelne Fahrscheinsegmente wie z. B. Schülerzeitkarten sind dabei grundsätzlich möglich.
Das Projekt erfordert somit umfassende Expertise hinsichtlich der organisatorischen und technischen Ausgestaltung von Einnahmeaufteilungsverfahren in Verkehrsverbünden mit vor- und nachgelagerten Verfahren und Systemen.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2015-09-28.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2015-08-27.
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
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Dokument |
2015-08-27
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Auftragsbekanntmachung
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