Ersatzneubau Heißwassererzeugeranlage im HW Altchemnitz – Referenznummer der Bekanntmachung: eins/16/HWE im HWA

eins energie in sachsen GmbH & Co. KG

Eins energie in sachsen GmbH & Co. KG (eins) betreibt im Süden der Stadt Chemnitz ein Spitzenlast-Heizwerk, das Heizwerk Altchemnitz (HWA), mit einer aktuellen Gesamtfeuerungswärmeleistung von 264 MW.
Im HWA ist perspektivisch der Ersatz der noch in Betrieb befindlichen, erdgasgefeuerten Heißwassererzeuger 2 oder 3 (HWE2 / HWE3) vorgesehen. Der Heißwassererzeuger 1 (HWE1) und die 2 erdgasgefeuerten Hilfsdampferzeuger (DEA) sind bereits seit dem Jahr 2001 bzw. 2004 stillgelegt und werden im ersten Halbjahr 2017 zurückgebaut.
Vorhandene Altanlage:
Die im Heizwerk Altchemnitz installierten und noch in Betrieb befindlichen 2 Heißwassererzeuger (HWE 2 / HWE 3) sind für eine Feuerungswärmeleistung von jeweils 132 MW bzw. Fernwärmeleistung von je 116 MWth ausgelegt. Die HWE sind Turmkessel mit Membranwänden und für eine konstante Wasserdurchflussmenge von 3 270 t/h ausgelegt. Die Heißwasseraustrittstemperatur wird mit 125°C gefahren.
Die HWE sind schaltungstechnisch direkt in das Fernwärmenetz der Stadt Chemnitz eingebunden. Die Heißwasserumwälz- und die Rezirkulationspumpen sind jeweils parallel jedem HWE in Blockschaltung zugeordnet.
Der Brennstoff für die HWE ist Erdgas. Es gelangt von der Erdgasreduzierstation über eine Sammelleitung NW 800/600 zu den HWE. An jedem HWE geht ein Abgang von der Sammelleitung zu den Brennerreihen ab. Als Zündgas für die bestehenden HWE 2 und 3 kommt Propangas zum Einsatz.
Die Rauchgasabführung erfolgt über getrennte Rauchgaskanäle in einen 225 m hohen Stahlbeton-Schornstein.
Da das HWA auch weiterhin zur Abdeckung von Lastspitzen im Fernwärmenetz benötigt wird, die HWE 2 und 3 aber nur noch eine begrenzte Restnutzungsdauer haben und zudem aufgrund ihres Alters technisch verschlissen sind, muss aus Gründen der Sicherstellung der Fernwärmeversorgung der Stadt Chemnitz einer der bestehenden Heißwassererzeuger durch eine neue Heißwassererzeugeranlage ersetzt werden.
Geplante Anlage:
Im Projekt wird die neue Heißwassererzeugeranlage einschließlich aller erforderlichen peripheren Anlagen und deren Einbindungen in die Bestandsanlagen errichtet werden. Weiterhin ist zudem die Erneuerung der im ersten Halbjahr 2017 rückgebauten (Redundanz-) Druckhaltung für das Fernwärmenetz vorgesehen.
Die neue Heißwassererzeugeranlage bilden 3 Großwasserraumkessel mit einer Gesamt-Fernwärmeleistung von 100 MWth (3 x ca. 33,3 MWth) und einer Gesamtfeuerungswärmeleistung von ca. 107,5 MW mit je einer Rezirkulationspumpe und einer Umwälzpumpengruppe. Die Umwälzpumpengruppe besteht aus 4 Umwälzpumpen, wobei jede Pumpe einen Leistungsanteil von 33 % an der Gesamtmenge abdeckt und somit eine Umwälzpumpe als Reserve dient.
Die 3 Heißwassererzeuger werden parallel geschaltet in das Fernwärmesystem eingebunden.
Weiterhin wird im Zuge des Projekts das vorhandene Abwassersammelbecken baulich ertüchtigt.
Die Anlage soll im IV. Quartal 2018 in Betrieb genommen werden.
Die Auftragsvergabe für die Lieferung und Errichtung der Anlagenteile erfolgt in 5 Losen:
Los 1: Heißwassererzeugeranlage (HWE);
Los 2: Balance of Plant (BoP);
Los 3: Bau (BAU);
Los 4: E- Technik (ELT);
Los 5: Leittechnik (HLT).
Jeder Bieter kann ein, mehrere oder alle (GU) Lose anbieten, wobei grundsätzlich eine Vergabe der einzelnen Lose durch den AG erfolgen können muss und somit immer entsprechende Lospreise für die Einzellose abgegeben werden müssen.

Deadline

Die Frist für den Eingang der Angebote war 2016-12-14. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2016-11-08.

Anbieter

Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:

Wer? Wie? Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2016-11-08 Auftragsbekanntmachung
2017-08-09 Bekanntmachung über vergebene Aufträge
2017-10-17 Bekanntmachung über vergebene Aufträge
2017-10-17 Bekanntmachung über vergebene Aufträge
Auftragsbekanntmachung (2016-11-08)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Titel: Bauarbeiten
Metadaten der Bekanntmachung
Originalsprache: Deutsch 🗣️
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Bauleistung
Verordnung: Europäische Union
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Bauarbeiten 📦

Verfahren
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren
Angebotsart: Angebot für ein oder mehrere Los(e)
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Land: Deutschland 🇩🇪
Art des öffentlichen Auftraggebers: Versorgungsunternehmen
Name des öffentlichen Auftraggebers: eins energie in sachsen GmbH & Co. KG
Postanschrift: Augustusburger Str. 1
Postleitzahl: 09111
Postort: Chemnitz
Kontakt
Internetadresse: http://www.eins.de 🌏
E-Mail: einkauf@eins.de 📧
Telefon: +49 371525-5486 📞
Fax: +49 371525-5543 📠

Referenz
Daten
Absendedatum: 2016-11-08 📅
Einreichungsfrist: 2016-12-14 📅
Veröffentlichungsdatum: 2016-11-11 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2016/S 218-398339
ABl. S-Ausgabe: 218
Zusätzliche Informationen
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.evergabe.de/unterlagen Der Abruf erfolgt durch Eingabe der ReferenzNr. gem. II.1.1). dieser Bekanntmachung. Die in den Unterlagen gegebenen Hinweise zum Verfahrensablauf und zur Gestaltung des Teilnahmeantrags sind unbedingt zu beachten. Die geforderten Eigenerklärungen, Nachweise und Kriterien zur Zuverlässigkeit sowie Fachkunde und Leistungsfähigkeit müssen von jedem Bewerber, jedem Mitglied einer Bewerbergemeinschaft und jedem Nachunternehmer erfüllt und für jedes Los, für das ein Angebot abgegeben werden soll, nachgewiesen werden. Es sei denn es ist etwas anderes geregelt. Die Anforderungen gem. III.2.3 Pkt. 7-10 (für Los 5: zus. 11) dieser Bekanntmachung hat die Bewerbergemeinschaft gemeinsam zu erfüllen und einzureichen. Der Auftrag wird im Verhandlungsverfahren mit Bekanntmachung nach SektVO vergeben. In der ersten Phase, dem Teilnahmewettbewerb, werden anhand der anhand der in Leitfaden Phase 1 genannten objektiven Kriterien die Bewerber ausgewählt, die zur Abgabe eines Angebots in der zweiten Phase (Verhandlungsverfahren) aufgefordert werden. Es ist geplant, mit maximal 5 bestplatzierten Bewerbern/ Bietern je Los das weitere Vergabeverfahren durchzuführen.
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Objekt
Umfang der Beschaffung
Kurze Beschreibung:
Eins energie in sachsen GmbH & Co. KG (eins) betreibt im Süden der Stadt Chemnitz ein Spitzenlast-Heizwerk, das Heizwerk Altchemnitz (HWA), mit einer aktuellen Gesamtfeuerungswärmeleistung von 264 MW.
Im HWA ist perspektivisch der Ersatz der noch in Betrieb befindlichen, erdgasgefeuerten Heißwassererzeuger 2 oder 3 (HWE2 / HWE3) vorgesehen. Der Heißwassererzeuger 1 (HWE1) und die 2 erdgasgefeuerten Hilfsdampferzeuger (DEA) sind bereits seit dem Jahr 2001 bzw. 2004 stillgelegt und werden im ersten Halbjahr 2017 zurückgebaut.
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Vorhandene Altanlage:
Die im Heizwerk Altchemnitz installierten und noch in Betrieb befindlichen 2 Heißwassererzeuger (HWE 2 / HWE 3) sind für eine Feuerungswärmeleistung von jeweils 132 MW bzw. Fernwärmeleistung von je 116 MWth ausgelegt. Die HWE sind Turmkessel mit Membranwänden und für eine konstante Wasserdurchflussmenge von 3 270 t/h ausgelegt. Die Heißwasseraustrittstemperatur wird mit 125°C gefahren.
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Die HWE sind schaltungstechnisch direkt in das Fernwärmenetz der Stadt Chemnitz eingebunden. Die Heißwasserumwälz- und die Rezirkulationspumpen sind jeweils parallel jedem HWE in Blockschaltung zugeordnet.
Der Brennstoff für die HWE ist Erdgas. Es gelangt von der Erdgasreduzierstation über eine Sammelleitung NW 800/600 zu den HWE. An jedem HWE geht ein Abgang von der Sammelleitung zu den Brennerreihen ab. Als Zündgas für die bestehenden HWE 2 und 3 kommt Propangas zum Einsatz.
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Die Rauchgasabführung erfolgt über getrennte Rauchgaskanäle in einen 225 m hohen Stahlbeton-Schornstein.
Da das HWA auch weiterhin zur Abdeckung von Lastspitzen im Fernwärmenetz benötigt wird, die HWE 2 und 3 aber nur noch eine begrenzte Restnutzungsdauer haben und zudem aufgrund ihres Alters technisch verschlissen sind, muss aus Gründen der Sicherstellung der Fernwärmeversorgung der Stadt Chemnitz einer der bestehenden Heißwassererzeuger durch eine neue Heißwassererzeugeranlage ersetzt werden.
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Geplante Anlage:
Im Projekt wird die neue Heißwassererzeugeranlage einschließlich aller erforderlichen peripheren Anlagen und deren Einbindungen in die Bestandsanlagen errichtet werden. Weiterhin ist zudem die Erneuerung der im ersten Halbjahr 2017 rückgebauten (Redundanz-) Druckhaltung für das Fernwärmenetz vorgesehen.
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Die neue Heißwassererzeugeranlage bilden 3 Großwasserraumkessel mit einer Gesamt-Fernwärmeleistung von 100 MWth (3 x ca. 33,3 MWth) und einer Gesamtfeuerungswärmeleistung von ca. 107,5 MW mit je einer Rezirkulationspumpe und einer Umwälzpumpengruppe. Die Umwälzpumpengruppe besteht aus 4 Umwälzpumpen, wobei jede Pumpe einen Leistungsanteil von 33 % an der Gesamtmenge abdeckt und somit eine Umwälzpumpe als Reserve dient.
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Die 3 Heißwassererzeuger werden parallel geschaltet in das Fernwärmesystem eingebunden.
Weiterhin wird im Zuge des Projekts das vorhandene Abwassersammelbecken baulich ertüchtigt.
Die Anlage soll im IV. Quartal 2018 in Betrieb genommen werden.
Die Auftragsvergabe für die Lieferung und Errichtung der Anlagenteile erfolgt in 5 Losen:
Los 1: Heißwassererzeugeranlage (HWE);
Los 2: Balance of Plant (BoP);
Los 3: Bau (BAU);
Los 4: E- Technik (ELT);
Los 5: Leittechnik (HLT).
Jeder Bieter kann ein, mehrere oder alle (GU) Lose anbieten, wobei grundsätzlich eine Vergabe der einzelnen Lose durch den AG erfolgen können muss und somit immer entsprechende Lospreise für die Einzellose abgegeben werden müssen.
Losnummer: 1
Bezeichnung des Loses: Los 1: Heißwassererzeugeranlage (HWE)
Kurze Beschreibung:
Die Heißwassererzeugeranlage besteht aus 3x33 % Heißwassererzeugern. Die DIN EN 12953 ist anzuwenden. Die Heißwassererzeuger sind als 3-zügige Großwasserraumkessel mit je 2 Flammrohren auszuführen. Der Heißwassererzeuger muss entsprechend konstruiert werden, dass sowohl ein Parallelbetrieb als auch ein Einzelbetrieb der Flammrohre fahrbar ist. Der Heißwassererzeuger ist für BOB (Betrieb ohne ständige Beaufsichtigung) gemäß DIN EN 12953 für einen ordnungsgemäßen Betrieb vollständig mit Armaturen auszurüsten.
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Weiterhin müssen die 3 Heißwassererzeuger unabhängig voneinander bei verschiedenen Lasten gefahren werden können bzw. einzelne Heißwassererzeuger komplett außer Betrieb genommen werden können. Die komplette Anlage ist so zu betreiben, dass diese aus betrieblicher Sicht optimal genutzt wird (d. h. möglichst hoher Anlagenwirkungsgrad; möglichst geringer Lebensdauerverbrauch usw.). Eine wasserseitige Warmhalteeinrichtung ist vorzusehen.
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Der Heißwassererzeuger ist mit einer Feuerung für Erdgas mit allen erforderlichen Armaturen, Zubehör, Zündeinrichtung, Flammenwächter und Brennstoffmengenmessung auszurüsten. Die Emissionsgrenzwerte der 13. BImSchV sind in allen Lastfällen sicher zu unterschreiten. Es ist kein Economiser vorzusehen (nur als Option). Der HWE ist allerdings so zu konstruieren, dass jederzeit ein Economiser nachgerüstet werden kann.
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Sowohl die Rauchgaskanäle, als auch die Schornsteine (1x je HWE) mit Emissionsmessbühne sowie allen erforderlichen Stutzen für die Emissionsmessungen gemäß 13. BImSchV für kontinuierliche Messung und Prüfmessungen sind vorzusehen.
Ist die Temperatur des Rücklaufs zu niedrig, wird über eine Rezirkulationspumpe (1x100 % je HWE) die Anhebung der Rücklauftemperatur umgesetzt.
Das Los Heißwassererzeugeranlage (HWE) besteht im Wesentlichen aus den Bauteilen:
— Heißwassererzeuger (3x33 %);
— Feuerung (Erdgas) und Gasverteilung Erdgas (ab Gas-Druckregel- und Messanlage);
— Rezirkulationspumpe (1x 100 % je HWE);
— Anlagentechnischer Stahlbau;
— Rauchgaskanal, Schornsteine.
Losnummer: 2
Bezeichnung des Loses: Los 2: Balance of Plant (BoP)
Kurze Beschreibung:
Der Liefer- und Leistungsumfang (LuL) beinhaltet im Wesentlichen die Einbindung der 3x33 % Heißwassererzeuger, die Druckhaltung, die benötigten Pumpen und erforderliche Rohrleitungen. Die Heißwassererzeuger (nicht LuL des Auftragnehmers des Los 2) werden aus dem Rücklaufsammler (Bestand) gespeist und stellen die erzeugte Fernwärme dem Vorlaufsammler (Bestand) zur Verfügung. Sowohl die Anbindung an den Vorlaufsammler als auch an den Rücklaufsammler im Bestand inkl. aller verbindenden Rohrleitungen sind Teil der LuL des Auftragnehmers des Los 2.
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Die Gesamtanlage ist für BOB (Betrieb ohne Beobachtung) auszuführen und die Teilanlage entsprechend vollständig für einen ordnungsgemäßen Betrieb auszurüsten.
Das Heizwassersystem dient zur Bereitstellung der in den Heißwassererzeugern erzeugten Energie an das Fernwärmenetz. Die Heißwassererzeuger HWE (nicht LuL des Auftragnehmers des Los 2) werden parallel eingebunden, so dass alle Energieerzeugungsanlagen unabhängig voneinander in das Fernwärmesystem einspeisen können. Der Rücklauf zur neuen Anlage wird dem bestehenden Rücklaufsammler entnommen und über die 4x33 % redundant ausgeführten Umwälzpumpen (LuL des Auftragnehmers des Los 2) den Energieerzeugungsanlagen zugeführt. Die Regelung des Massenstroms erfolgt über die Drehzahlregelung der Umwälzpumpen, während die dem HWE nachgelagerten Regelventile die asynchrone Fahrweise sicherstellen.
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Der Vorlauf aus den Heißwassererzeugern wird zusammen dem bestehenden Vorlaufsammler zugeführt. Die Absicherung gegen einen zu hohen Druck der Heißwassererzeuger, welcher durch die Nullförderhöhe der Umwälzpumpen erzeugt werden kann, ist durch den Auftragnehmer von Los 2 umzusetzen.
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Zur Verhinderung von Ausdampfungen im Heißwassersystem ist eine Druckhaltung am Standort Heizkraftwerk Nord in Betrieb und zusätzlich wird eine Redundanzdruckhaltung am Standort Heizwerk Altchemnitz mit Einbindung in den Rücklaufsammler vorgesehen und ist so auszulegen, dass diese auf einen Vorlaufdruck von 11 bar (ü) geregelt wird. Die beiden Auffangbehälter sind als Expansionsvolumen für die Volumenänderungen im Fernwärmenetz zu installieren, die sich als Folge der im System auftretenden Temperaturveränderungen ergeben. Die Anforderungen gem. DIN EN 12953 sind einzuhalten. Die Hydraulikeinheit stellt sicher, dass bei Unterschreitung des vorgegebene Drucks die notwendigen Druckhaltepumpen aus den Auffangbehältern in das Fernwärmenetz nachspeisen. Wird ein vorgegebener Druck überschritten, öffnen die Überströmventile und schleusen Heizwasser aus dem System aus in die Auffangbehälter.
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Das Los Balance of Plant (BoP) besteht im Wesentlichen aus den Bauteilen:
— Umwälzpumpen (4x 33 %);
— Rohrleitungen zur Verrohrung der Gesamtanlage (keine UIW) inkl. Regel- und Absperrventile und sonstige Armaturen;
— Wärmeisolierung mit Verkleidung und Berührschutz;
— Druckhaltung.
Losnummer: 3
Bezeichnung des Loses: Los 3: Bau (BAU)
Kurze Beschreibung:
Für die Um- und Neubauvorhaben im Heizwerk Altchemnitz sind basierend auf der Genehmigung und den existierenden Konzepten sämtliche erforderliche Ingenieurleistungen im Leistungsumfang des Auftragnehmers des Los 3.
Im Zuge des Projekts werden u. a. folgende Maßnahmen an der bestehenden Anlage erforderlich:
— Herstellung der Fundamente für die 3 Heißwassererzeuger inkl. Abbruch der bestehenden Bodenplatte, Sockel, Fundamente und Kanaldeckel;
— Ertüchtigung oder Herstellung von Fundamenten für Pumpen; Entfernung von Fundamenten; Erstellung der Fundamente für die Schornsteine; Herstellung der Fundamente für die Aufstellung eines Schaltanlagencontainers/Kompaktstation;
— Herstellung Fundamente für die Druckhaltung inkl. Abbruch der bestehenden Bodenplatte;
— Herstellung verschiedener Öffnungen in Wänden und Dach;
— Komplette Errichtung des Unterstandes für das Stickstofflager;
— Verschließen der durch den Abriss des Heißwassererzeuger 1 (HWE1) entstandenen Öffnung in der Nordfassade mit einer Fassadenkonstruktion aus Trapezblech;
— bauliche Ertüchtigung bzw. Sanierung der vorhandenen Abwassersammelbecken und Nebenanlagen;
— Pflasterung der Zuwege;
— Kabelleerrohrtrassen; bauseitige Maßnahmen für die Erdverlegung der Gasversorgung;
— Entrauchung des Heizwerkblocks über natürliche Rauch- und Wärmeabzugsgeräte; Einbau von Zuluftöffnungen einschließlich Schalldämpfer, Heizregister und Heizungsverrohrung.
Im Zuge des Projekts werden im Wesentlichen die Gewerke Massivbau, Stahlbau, Technischer Stahlbau, Ausbau, Sanierungsarbeiten, HKL, Sanitär, TGA, Fassade/Dach, Tiefbauarbeiten, Außenanlagen, Abdichtungsarbeiten und Vermessungsarbeiten erforderlich.
Losnummer: 4
Bezeichnung des Loses: Los 4: E-Technik (ELT)
Kurze Beschreibung:
Der Liefer- und Leistungsumfang (LuL) inkl. sämtlicher erforderlichen Planungsleistungen beinhaltet im Wesentlichen:
— einen begehbaren E-Technik-Container zur Außenaufstellung mit Heizung/ Klimatisierung/ Doppelboden, Gießharz-Transformatoren (10/0,4kV, 2 MVA), einer Niederspannungsschaltanlage und einer USV-Kompaktanlage mit Gleichrichter, Wechselrichter, Batterien und Verteilung;
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— Beleuchtungs- und Steckdosenanlage inkl. Außenbeleuchtung; Licht- und Steckdosen-Unterverteilungen;
— Kabeltrassen, Installationsrohre, Kabel;
— Erdung, Blitzschutz, Potenzialausgleich;
— Erweiterung der bestehenden Gaswarnanlage.
Die Einspeisung der Transformatoren erfolgt aus einer in der Nähe aufgestellten Kompaktstation (bauseits) des Netzbetreibers; die dafür erforderlichen Mittelspannungskabel gehören zum ELT-Los.
Aus der Niederspannungsschaltanlage werden alle Verbraucher eingespeist, wobei die HWE des Loses 1 und die Druckhaltung des Loses 2 mit eigenen Niederspannungs-Unterverteilungen (Lieferumfang des Loses 1 bzw. Loses 2) ausgeführt werden.
Optional wird auf diese Niederspannungs-Unterverteilungen verzichtet; in diesem Falle sind alle Verbraucher einzeln aus der Niederspannungsschaltanlage des Loses ELT einzuspeisen.
Erdung, Blitzschutz und Potenzialausgleich sind an die Bestandsanlage anzubinden.
Die elektrischen Betriebsmittel werden durch die Leittechnik (Los 5) überwacht und gesteuert; dafür ist die entsprechende Signalschnittstelle inklusive der entsprechenden Aufgabenstellung für das Los 5 zur Verfügung zu stellen.
Losnummer: 5
Bezeichnung des Loses: Los 5: Leittechnik (HLT)
Kurze Beschreibung:
Die neue Heißwassererzeugeranlage einschließlich aller zugehörigen Komponenten soll über ein Siemens SPPA-T3000-Leitsystem überwacht und gesteuert werden. Die Anlage ist für einen 72h-Betrieb ohne manuelle Eingriffe vorgesehen.
Das Leitsystem besteht im Wesentlichen aus folgenden Komponenten:
— Application-Server nicht redundant, Automation-Server redundant;
— kombinierte Bedien- und Engineeringstation;
— Ein- und Ausgabebaugruppen (SIM) zur Anbindung der Feldgeräte, Schaltanlagen und Frequenzumrichter;
— Bus-Schnittstellen zur Ankopplung der Steuerungen der Heißwassererzeuger und der Druckhaltung (optional Integration der Steuerungen in das Leitsystem SPPA-T3000 mit Verteilung auf mindestens 2 Automation-Server);
— Netzwerktechnik, GPS-Uhr zur Zeitsynchronisierung;
— Schränke zum Einbau der Geräte;
— interne Verkabelung.
Das Leitsystem ist an das Bestands-Leitsystem SPPA-T3000 im HKW Nord II anzubinden.
Darüber hinaus gehören zum Los HLT:
— die Messtechnik für das Los 2 BoP;
— die Emissionsmesseinrichtungen nach 13. BImSchV;
— die Leittechnik-Feldverkabelung inklusive ggf. erforderlicher Hilfsspannungsversorgung und Koppelrelais;
— zugehörige Planungsleistungen.
Zum Leistungsumfang gehört die Erstellung der vollständigen Automatisierungssoftware inklusive Bedienbilder auf Basis der Aufgabenstellungen der anderen Los-Lieferanten.
Referenznummer: eins/16/HWE im HWA
Ort der Leistung
Hauptstandort oder Erfüllungsort: Chemnitz.

Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Informationen
Bedingungen für die Teilnahme
Befähigung zur Berufsausübung:
1. Formblatt „Eigenerklärung gemäß §§ 123 Abs. 1 bis 3, 124 Abs. 1 Nr. 1, Nr. 4 bis 9 GWB“.
2. Formblatt „Erklärung zur Zahlung von Steuern, Abgaben, Sozialbeiträgen nach § 123 Abs. 4 GWB und der Mitgliedschaft in Berufsgenossenschaften“.
3. Formblatt „Erklärung zu Verstößen gegen das Arbeitnehmer-Entsendegesetz, das Aufenthaltsgesetz, das Mindestlohngesetz und das Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz“.
4. Formblatt „Erklärung zu Insolvenz bzw. Liquidation gemäß § 124 Abs. 1 Nr. 2 GWB“.
5. Formblatt „Verpflichtungserklärung zur Eignungsleihe“.
6. Formblatt „Verzeichnis der Unterauftragnehmer/ Nachunternehmer“.
7. Formblatt „Erklärung der Bietergemeinschaft“.
8. Formblatt „Erklärung zur Projektkommunikation“.
9. Formblatt „Erklärung zum Datenschutzbeauftragten“.
10. Formblatt „Eigenerklärung zur Abwicklung des Gesamtauftrages auf der Grundlage einschlägiger EN-, DIN-, DVGW-, VDE usw. Normen und Unfallverhütungsvorschriften“.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit:
1. Bilanzen der letzten 3 Geschäftsjahre.
2. Eigenerklärung über den Umsatz des Bewerbers/ des Mitglieds der Bewerbergemeinschaft/ des Nachunternehmers der letzten 3 Geschäftsjahre für Leistungen, die mit dem Auftragsgegenstand vergleichbar sind. Die Eigenerklärung muss den Umsatz für vergleichbare Leistungen gemäß Auftragsgegenstand für das Los, für das ein Angebot abgegeben werden soll, enthalten.
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3. aktueller Auszug aus dem Berufs- oder Handelsregister oder einer vergleichbaren Eintragung (nicht älter als 3 Monate).
4. Formblatt „Versicherungen“.
Technische und berufliche Fähigkeiten:
5. Nachweis der Einhaltung der Normen der Qualitätssicherung gemäß § 49 Abs. 1 SektVO.
6. Nachweis der Einhaltung der Normen des Umweltmanagements nach § 49 Abs. 2 SektVO.
7. Nachweis der Fachkunde durch Vorlage von genau 5 Referenzen (je Los) über die Erbringung von Leistungen im Hinblick auf die ausgeschriebenen Leistungen innerhalb der letzten 10 Jahre. Mindestens 2 dieser Referenzen (je Los) wurden dabei innerhalb der letzten 5 Jahre erbracht.
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8. Nachweis der Eignung des Personals durch eine aussagekräftige Darstellung eines Personalkonzeptes zur Erbringung der beschriebenen Leistung mit Angabe einer dafür mindestens zum Einsatz kommenden Anzahl von Mitarbeitern, Namentliche Benennung des voraussichtlich zum Einsatz kommenden Personals mit Lebenslauf, Angabe von Qualifikationen, Darstellung der bearbeiteten Projekte sowie Nachweis von Fachschulungen.
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9. Darstellung der Erreichbarkeit/ Verfügbarkeit des Bewerbers für den AG.
10. Nachweis weiterer für die Art der Leistungen relevanten Zertifizierungen (Zertifizierung Arbeitsschutzmanagementsystem -z.B. OHSAS 18001, SCC-; Zertifizierung Energiemanagementsystem ISO 50001).
11. Nur für Los 5- HLT: Bestätigung seitens Siemens, dass Siemens dem Bewerber die erforderlichen T3000-Komponenten für das Projekt zur Verfügung stellt, inklusive evtl. erforderlicher nur von Siemens erbringbarer Dienstleistungen.
Auftragsausführung
Rechtsform der Gruppe von Wirtschaftsteilnehmern, an die der Auftrag vergeben werden soll:
Neben Einzelbewerbern sind auch Bewerbergemeinschaften, sowie der Einsatz von Unterauftragnehmern/ Nachunternehmern durch den Bewerber/ die Bewerbergemeinschaft, zugelassen.
Eine besondere Rechtsform der Bewerbergemeinschaft und im Auftragsfall der Arbeitsgemeinschaft wird nicht vorgeschrieben. Mehrfachbewerbungen, d. h. parallele Beteiligung als Einzelbewerber und gleichzeitig als Mitglied einer Bewerbergemeinschaft, sind unzulässig. Der Auftraggeber wertet es jedoch nicht als unzulässige Doppelbewerbung, wenn Nachunternehmer von verschiedenen Bewerbern bzw. Bewerbergemeinschaften eingebunden werden. Zwingende Maßgabe hierbei ist es jedoch einerseits, dass der Nachunternehmer keine Kenntnis über die Angebotspreise der relevanten Bieter/ Bietergemeinschaften hat. Dies ist nach Aufforderung durch rechtsverbindliche Erklärung des jeweiligen Nachunternehmers gegenüber dem Auftraggeber zu versichern. Im Falle einer unzulässigen Doppelbewerbung müssen zur Wahrung des Wettbewerbsprinzips beide betroffenen Bewerber/ Bewerbergemeinschaften ausgeschlossen werden. Mehrfachbewerbungen sind auch Bewerbungen rechtlich unselbständiger Niederlassungen eines Bewerbers.
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Bewerbergemeinschaften haben mit ihrem Teilnahmeantrag eine von allen Mitgliedern rechtsverbindliche, unterzeichnete Erklärung abzugeben, in der:
— die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft im Auftragsfall erklärt wird,
— alle Mitglieder aufgeführt sind,
— ein von allen Mitgliedern gegenüber dem Auftraggeber im Vergabeverfahren und darüber hinaus uneingeschränkt für jedes Mitglied bevollmächtigter Vertreter bezeichnet ist und
— die gesamtschuldnerische Haftung aller Mitglieder erklärt wird.

Verfahren
Sprachen
Sprache: Deutsch 🗣️

Öffentlicher Auftraggeber
Kontakt
Kontaktperson: eins energie in sachsen GmbH & Co. KG
Frau Weiske
Name: SDV Vergabe GmbH
Postanschrift: Tharandter Straße 35
Postort: Dresden
Postleitzahl: 01159
URL der Dokumente: https://www.evergabe.de/unterlagen 🌏

Ergänzende Informationen
Körper überprüfen
Name: Vergabekammer des Freitstaats Sachsen
Postanschrift: Braustr. 2
Postort: Leipzig
Postleitzahl: 04107
E-Mail: wiltrud.kadenbach@lds.sachsen.de 📧
Telefon: +49 3419773800 📞
Fax: +49 3419771049 📠
Informationen zu Fristen für Nachprüfungsverfahren:
Ein Nachprüfungsantrag ist unzulässig, soweit der Antrag erst nach Zuschlagserteilung zugestellt wird (§ 168 Abs. 2 Satz 1 GWB). Die Zuschlagserteilung ist möglich 10 Tage nach Absendung der Bekanntgabe der Vergabeentscheidung per Fax oder per E-Mail bzw. 15 Tage nach Absendung der Bekanntgabe der Vergabeentscheidung per Post (§ 134 GWB). Die Zulässigkeit eines Nachprüfungsantrags setzt ferner voraus, dass die geltend gemachten Vergabeverstöße innerhalb von 10 Tagen nach Kenntnis bzw. – soweit die Vergabeverstöße aus der Bekanntmachung oder den Vergabeunterlagen erkennbar sind – bis zum Ablauf der Teilnahme- bzw. Angebotsfrist gerügt wurden (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 bis 3 GWB). Ein Nachprüfungsantrag ist ebenfalls unzulässig, soweit mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 GWB). Des Weiteren wird auf die in § 135 Abs. 2 GWB genannten Fristen verwiesen.
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Quelle: OJS 2016/S 218-398339 (2016-11-08)
Bekanntmachung über vergebene Aufträge (2017-08-09)
Objekt
Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Bekanntmachung über vergebene Aufträge

Verfahren
Angebotsart: Entfällt

Öffentlicher Auftraggeber
Kontakt
Telefon: +49 371525-5340 📞

Referenz
Daten
Absendedatum: 2017-08-09 📅
Veröffentlichungsdatum: 2017-08-11 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2017/S 153-318343
Verweist auf Bekanntmachung: 2016/S 218-398339
ABl. S-Ausgabe: 153

Objekt
Ort der Leistung
Hauptstandort oder Erfüllungsort: Chemnitz, Südstraße.

Öffentlicher Auftraggeber
Kontakt
Kontaktperson: Frau Schäfer
Quelle: OJS 2017/S 153-318343 (2017-08-09)
Bekanntmachung über vergebene Aufträge (2017-10-17)
Referenz
Daten
Absendedatum: 2017-10-17 📅
Veröffentlichungsdatum: 2017-10-19 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2017/S 201-414837
ABl. S-Ausgabe: 201
Quelle: OJS 2017/S 201-414837 (2017-10-17)
Bekanntmachung über vergebene Aufträge (2017-10-17)
Objekt
Metadaten der Bekanntmachung
Verordnung: Europäische Union, mit GPA-Beteiligung

Referenz
Daten
Veröffentlichungsdatum: 2017-10-20 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2017/S 202-417252
ABl. S-Ausgabe: 202

Objekt
Ort der Leistung
Hauptstandort oder Erfüllungsort: Südstraße, Chemnitz.
Quelle: OJS 2017/S 202-417252 (2017-10-17)