Sanierung und Nutzungsänderung des historischen Bahnbetriebswerkes der Stadt Wittstock/Dosse
Das ehemalige Bahnbetriebswerk liegt gegenüber dem Bahnhof der Stadt Wittstock/Dosse und wird von diesem durch die Gleise des RE 6 (Prignitz-Express) getrennt. Das historische Gebäudeensemble besteht aus einem Lokschuppen, einer Schlosserei mit Wasserturm, einer Wagenwerkstatt, einem Wasserkran sowie einem Gelenkdrehwinkel. Die Gebäude und Teile der Anlagen stehen unter Denkmalschutz und sind für den Bahnbetrieb entbehrlich. Die Stadt Wittstock/Dosse wird das Ensemble voraussichtlich in Kürze erwerben. Teil des Auftrags ist ebenfalls der auf der anderen Seite der Gleisen liegende Güterboden, der Teil des nicht mehr für den Bahnbetrieb genutzten Bahnhofensembles ist, das die Stadt Wittstock/Dosse bereits im Jahr 2013 erworben hat.
Es ist geplant, die Gebäude bis Ende 2018 zu sanieren und die Freiflächen aufzuwerten. Der Wasserturm soll künftig als städtisches Jugendzentrum (als Ersatz für den Jugendclub C 60), der Lokschuppen als Skater-Halle und die Wagenwerkstatt als Sozial- und Lagergebäude des städtischen Bauhofs genutzt werden. Der Güterboden soll künftig von Einrichtungen des Gesundheitswesens oder der Verwaltung genutzt werden. Die Struktur und die Charakteristik des Geländes sollen im Grundsatz erhalten bleiben.
Teile der Räumlichkeiten sollen vorübergehend für Ausstellungen und andere Zwecke genutzt werden. Insbesondere soll der Lokschuppen oder der Güterboden als temporäre Blumenhalle genutzt werden. Im Rahmen der Grundlagenermittlung soll diesbezüglich ein Variantenvergleich im Hinblick auf Kosten und Nutzbarkeit zwischen beiden Gebäuden vorgenommen und dargestellt werden.
Aufgrund des baukulturellen Werts der Gebäude, ihrer städtebaulich wichtigen Lage und zur Sicherung der Nachhaltigkeit der Sanierung strebt die Stadtverwaltung an, die Anforderungen an eine denkmalgerechte Erneuerung mit den wichtigen Aspekten einer hohen Energieeffizienz, der Barrierefreiheit der Erschließung, der Flexibilität der Grundrisslösungen sowie einer hohen Gestaltungsqualität der Gebäude und Freiflächen in einer integrierten Planung zusammenzuführen.
Die Stadtverwaltung plant, Fördermittel für die Sanierung der Gebäude zu beantragen. Diese werden frühestens im Jahr 2017 zur Verfügung stehen. Im Oktober 2016 sollen die Leistungsphasen 1 bis 4 gemäß § 34 HOAI erbracht und der Bauantrag gestellt werden.
Gegenstand des Auftrages sind die Leistungen der Objektplanung, die Planung der technischen Ausrüstung, die Tragwerksplanung, die Freianlagenplanung und der Brandschutz.
Die voraussichtlichen Baukosten inklusive Planungsleistungen betragen 3 750 000 EUR.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2016-03-18.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2016-02-18.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2016-02-18
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Auftragsbekanntmachung
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2016-06-23
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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