Beschreibung der Beschaffung
Das Gebäude wurde als Teil eines größeren Komplexes im Jahre 1997 genehmigt und bis 1999 fertiggestellt. Es ist über Brücke im 2. OG mit dem östlich benachbarten Gebäude (sog. Haus 1) Neue Jüdenstr. 1 verbunden und über einen Tunnel im 1. UG mit dem Haus 3 (Stralauer Str. 32) verbunden.
Das Gebäude besteht aus 2 Gebäudeteilen, einem Wohngebäude mit 7 Obergeschossen sowie einem Verwaltungsgebäude mit 6 OG, die sich in insgesamt 4 Brandabschnitte aufteilen (BA I, BA IIa, BA IIb und BA III).
Es wird als ein Baublock umschlossen durch die Stralauer Straße, die Neue Jüden Straße und die Straße „Am Krögel“ und besitzt 2 Innenhöfe. Der Komplex (Gebäude und Höfe) ist vollständig mit 2 Kellergeschossen unterkellert und besitzt 7 Obergeschosse im Büroteil sowie 8 Obergeschosse im Wohngebäude.
Die oberen Geschosse sind teilweise gestaffelt und als Dachgeschoss ausgebildet.
Der Gebäudekomplex wurde als Büro- und Verwaltungsgebäude der Berliner Wasserbetriebe errichtet und wird als solcher genutzt.
Die Brandschutzsanierung findet bei leer gezogenem Zustand des Büro- und Verwaltungsgebäudes statt.
Umsetzung des neuen Brandschutzkonzeptes (400 m-Nutzungseinheiten) und die Bauzeit beläuft sich auf ca. 2 Jahre.
Die Brandschutztechnische Ertüchtigung von Installationen der technischen Gebäudeausrüstung sowie der MSR-Anlagen und Gebäudeautomation umfasst die Behebung der Mängel aus vorliegenden Brandschutz – Prüfberichten sowie weiteren, erkannten, nicht ausreichenden Brandschutzschottungen.
In dem vorl. Brandschutzkonzept vom 1.11.2017 sind in den Geschossen EG bis 6. OG Nutzungseinheiten mit jeweils = 400 m ausgebildet. Zur Trennung der Einheiten untereinander werden teilweise im Bestand vorhandene Wände genutzt, welche gegebenenfalls zu ertüchtigen sind. Die betroffene TGA-Leitungen (hauptsächlich Luftkanäle) sind brandschutztechnisch zu trennen.
Die brandschutztechnischen Maßnahmen zur Beseitigung der festgestellten Mängel und die sich daraus ergebenen brandschutztechnischen Maßnahmen auf die Gebäudeautomation wurden geplant. Dazu gehören in erster Linie die ordnungsgemäße Funktion der Brandschutzklappen (Bestand und Neu) sowie ggf. Anpassungen der Software der MRA-Anlagen. Dabei werden alle Ebenen (Feldebene, Automationsebene und Managementebene) behandelt.
Die Baumaßnahme wird in innenliegenden Schächten, die vom 2. UG bis 6. OG/DG und in verschiedenen Gebäudesegmenten verlaufen, ausgeführt.
Sie beinhaltet ca.: Demontageleistungen (auch Freistemmen von technischen Anlagenteilen) und Montageleistungen von 10 Stück Wand- und Deckenbrandschutzschottungen, 350 m Lüftungskanal- und formstücke, 565 m Wickelfalzohr, 48 BSK, 30 EK, 104 BSV, 38 Stück Elastische Verbindung, 320 m Brandschutzplatten aus Kalziumsilikat, 270 m feuerbeständige Abschottung (Vermörtelung) und 260 m Dämmung.
Es sind 2 Schaltschränke in einen brandschutztechnisch geschotteten Bereich mit Funktionserhalt zu versetzen. Ca. 150 m belegte Kabeltrassen müssen versetzt werden. Darüber hinaus werden ca. 10 000 m Kabel für die Anbindung von Klappen und Ventilatoren neu verlegt, teilweis in Funktionserhalt E30. Die notwendigen Erweiterungen und Umbauten müssen an den Automatisierungsstationen nachgerüstet werden. Ca. 70 neue Datenpunkte sind zu integrieren und auf der GLT darzustellen.
Baustelleneinrichtung, Lagermöglichkeiten vor dem Gebäude und auf dem Grundstück der Berliner Wasserbetriebe stehen keine Parkplätze oder anderweitige Flächen für die Baustelleneinrichtung zur Verfügung. Nach Absprache mit der Bauleitung ist die Nutzung von Teilflächen im Untergeschoss des Gebäudes zur Materiallagerung möglich. Der Transport der Materialien muss über Treppenhäuser bzw. den Lastenaufzug erfolgen. Eine vorherige Besichtigung der örtlichen Verhältnisse ist unbedingt notwendig, da ein Anspruch auf Nachforderungen aufgrund fehlender Ortskenntnis ausgeschlossen wird.