Beschreibung der Beschaffung
Die Kulturstiftung des Bundes (KSB) fördert innovative Kunst- und Kulturvorhaben im Rahmen der Zuständigkeit des Bundes. Die KSB wird von der Beauftragten für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert und zählt mit einem jährlichen Fördervolumen von 35 Mio. EUR zu den größten öffentlichen Kulturstiftungen Europas.
Mit dem bundesweiten Modellvorhaben „360-Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft“ unterstützt die KSB bereits jetzt Institutionen aus den Sparten Kunst, Musik, Darstellende Kunst und Literatur darin, das Thema Einwanderung aktiv in das eigene Haus hineinzutragen. Das Programm zielt auf die Schaffung neuer Strukturen in den Kulturinstitutionen, die eine nachhaltige Verankerung der vielfältigen Perspektiven der Stadtgesellschaft in den Bereichen Programmangebot, Publikum und Personal ermöglichen.
Die KSB stellt hierfür maximal 46 Kultureinrichtungen Mittel in Höhe von insgesamt 21 Mio. EUR zur Verfügung. Die Projektdauer beträgt insgesamt knapp fünf Jahre und endet voraussichtlich im Sommer 2023. 2017 wurden im Zuge des Projektes bereits 17 Kultureinrichtungen ausgewählt.
Das Programm soll nun über seine Laufzeit sowohl prozessbegleitend als auch summativ evaluiert werden. Durch einen geeigneten Mix aus qualitativen und quantitativen Methoden sollen Erkenntnisse über spartenunabhängige und spartenspezifische Veränderungsprozesse in den Institutionen vor Ort gewonnen werden. Darüber hinaus sollen Aussagen über eine mögliche Verstetigung und Übertragbarkeit des Agent*innenmodels getroffen werden.
Die Ausschreibung richtet sich an Evaluationsteams (mind. 2 Personen) und Institutionen, die
— über nachgewiesene Kenntnisse und Erfahrungen in der Planung, Durchführung und Auswertung von prozessbegleitenden und summativen Evaluationen (vorzugsweise im Kultursektor) verfügen,
— nachgewiesene Erfahrung in der Arbeit mit Kulturinstitutionen in Deutschland haben,
— ausgewiesen sind in der Beratung, Moderation und aktiven Gestaltung von Evaluationsprozessen als Praxis kollektiver Wissensproduktion und Reflexion,
— über ausgezeichnete Deutschkenntnisse in Wort und Schrift verfügen – die Projektsprache ist Deutsch,
— organisatorisch und personell die Evaluation des Programms „360- Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft“ gewährleisten können.