Beschreibung der Beschaffung
In Stuttgart-Mitte liegt in zentraler Lage der Komplex des Kultur- und Kongresszentrums der Liederhalle (KKL), bestehend aus dem Bau der denkmalgeschützten Liederhalle und dem Kongressbereich Hegelsaal mit dem Errichtungsjahr 1991. Der Kongressbereich Hegelsaal weist in seiner größten Ausdehnung erdgeschossig eine Länge von ca. 70 m und eine Breite von ca. 57 m auf und bedeckt eine Grundfläche von ca. 3 600 qm. Aufgrund von intensiver Nutzung und Veränderungen der Veranstaltungsgepflogenheiten erfordert die künftige Nutzung des Kongressbereiches eine umfassende Bau- und Brandschutzsanierung. Für die Dauer der Sanierung wird der Bereich Hegelsaal für ca. 13 Monate geschlossen und der Betrieb stillgelegt.
Folgende Sanierungsarbeiten sind im Rahmen der Gesamtmaßnahme geplant:
— vorhandene Mängel: Demontage und Montage aller notwendigen abgehängten Decken, Baureinigung, Sprachalarmanlage, Feuerlöschsystem (getrenntes System),
— neues Brandschutzkonzept: 2 neue Fluchttreppen, Brandmeldeanlage, Einbau, bzw. Erneuerung Brandschutzklappen,
— geänderte Vorschriften/Brandverhütungsschau: Anbindung an Fremd-PA (Beschallung),
— Instandsetzung Brandschutz: Gebäudedehnfugen, Ertüchtigung Unterverteilung Elektro (MSR komplett),
— Gebäudeinstandsetzung: Instandsetzen/Überarbeiten Bestandstüren, Wandverkleidungen, Bodenbeläge, Gerüste Hegelsaal, neue Beleuchtung LED, Erneuerung Haupt- u. Verteilleitungen Trinkwasser, Malerarbeiten,
— Heizungs- und Lüftungssystem, Erneuerung Luftbefeuchtung, Gebäudeleittechnik, Ertüchtigung IT-Netzwerk, Veranstaltungstechnik,
— Sanitärbereiche, Sanitärtechnik (Pumpen, Wasseraufbereiter), Vorhänge, Bühnentechnik (Hydraulik), Oberlichter, Rolladen / Verdunkelungen, Trinkwasser- und Abwassernetz,
— Auslagerung Büros, Auslagerung Möbel, Bühnentechnik,
— Umbau Küchen- und Backstagebereich Hegelsaal.
Gegenstand dieses Vergabeverfahrens ist das Gewerk „Fernmeldetechnik“
Brandmelde- und Sprachalarmierungsanlage: Die vorhandene Alarmierungsanlage in der Liederhalle Stuttgart genügt den Forde-rungen aus der DIN VDE 0833-4 für eine Sprachalarmierungsanlage (SAA) nicht. Auch die vorhandene Brandmeldeanlage (BMA) ist nicht mehr zeitgemäß das sie das Gebäude nicht vollflächig überwacht. Im Rahmen der geplanten Sanierungsmaßnahmen ist daher die Erneuerung der vorhandenen Alarmierungs- und Brandmeldeanlagen vorgesehen. Laut Forderungen aus dem Brandschutzkonzept des Büros Halfkann & Kirchner, das IBW mit Stand 30.05.2014 vorliegt, ist diesbezüglich zukünftig:
— eine Sprachalarmierungsanlage SAA nach DIN VDE 0833-4,
— eine vollflächige Brandmeldeüberwachung im Gebäude vorgesehen.
Schnittstelle ELT – Siemens: auf Grund der bestehenden vertraglichen Situation zwischen der KKL und der Fa. Siemens bei der SAA und der BMA ergibt sich eine Situation mit Folgen für den Bau der Anlagen:
— die KKL ist durch langfristige Wartungsverträge an Produkte und Leistungen der Fa. Siemens gebunden. Dies betrifft sämtliche Zentralentechnik SAA und BMA, alle periphere Komponenten wie Lautsprecher und Melder sowie den Zentralen zuzuordnenden Allgemeinleistungen wie die Erstellung der Feuerwehrlaufkarten. Die gesamte Gerätetechnik für die Neuanlagen ist bereits ganz oder teilweise von Fa. Siemens geliefert worden bzw. wird in der nächsten Zeit geliefert. Die Einbringung ins Gebäude, die Inbetriebnahme und die Einmessung erfolgt im Rahmen der Bauphase ab Mitte 2019.
— seitens des AN erfolgt lediglich die Einbringung des Leitungsnetzes. Umfang: Leitungsnetz für ca. 1 300 automatische Brandmelder und ca. 500 Lautsprecher IT-Netz: das bestehende Datennetz wird insgesamt, incl. der aktiven Komponenten erneuert. Die Verteilerstandorte bleiben hierbei größtenteils erhalten. Die aktiven Kernelemente werden redundant aufgebaut. Umfang: 12 DV-Verteiler, LWL-Netz, Kupfernetz, Aktivkomponenten 100GBit, W-Lan-Netz, 600 Endanschlusspunkte.