Beschreibung der Beschaffung
Der Auftrag beinhaltet Ingenieurleistungen der technischen Gebäudeausrüstung entsprechend der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) Teil 4 Fachplanung Abschnitt 2 Technische Ausrüstung. Es ist beabsichtigt, die Leistungsphasen 1 bis 9 gemäß § 55 HOAI in den Anlagengruppen 1 bis 7 ganz oder teilweise sowie ggf. besondere Leistungen zu vergeben. Die Beauftragung erfolgt stufenweise, zunächst für die Leistungsphasen 1 bis 3.
Folgende Maßnahmen sollen geplant und in Bauabschnitten ausgeführt werden:
— BA 1: Erneuerung der Abwasser- u. Regenwasserleitungen auf dem gesamten Schulgelände sowie Verlegung der Fernwärmeleitung aus dem Baufeld,
— BA 2: Abbruch Speisesaal und Trafostation einschl. Umschluss Trafostation,
— BA 3: Planung u. Errichtung des 2-geschossigen Neubaus (MZG) einschl. 1-geschossiger Verbindungshalle zum Schulhaus sowie Neubau Aufzug mit 6 Haltestellen im Bereich MZG und Sporthalle,
— barrierefreier Umbau der Umkleiden in der Sporthalle und Einbau Sprachalarmierungsanlage.
Der Gebäudebestand auf dem Grundstück besteht aus der um 1900 errichteten Schule (mit gleichhohem Anbau von 1997), der Sporthalle, einer nicht direkt der Schulnutzung dienenden Bibliothek sowie einem zum Abriss bestimmten 1-geschossigen Speisesaal, auf dessen Baufeld der Neubau entstehen soll. Keines der Gebäude steht unter Denkmalschutz.
Die Schule hat eine zu geringe Kapazität für die Essensversorgung. Die Doppelsporthalle ist nur im EG barrierefrei. Der Aufzug im Schulgebäude ist für die geltenden Anforderungen zu klein. Diese Mängel müssen zur Standortsicherung behoben werden.
Der Standort der Trafostation Vattenfall kann in das Baufeld einbezogen werden. Die Übertragung des Grundstücks erfolgte Anfang 2018. Es ist geplant, den Ersatz für die Trafostation im UG des MZG zu integrieren oder einen anderen Standort auf dem Grundstück an der A.-Schweitzer Str. auszuweisen.
Wegen des Bedarfs und in Ermangelung von Ausweichstandorten wird bereits im Jahr 2018 bis zur Fertigstellung des Neubaus ein Containerbau für die Speiseversorgung als Bauzeitprovisorium vorgesehen. Der Bau wird Ende 2018 realisiert, über die gesamte Bauzeit vorgehalten und ist nicht Bestandteil der zu vergebenen Leistung. Die Gesamtkosten des Neubaus (2. und 3. BA) belaufen sich laut Kostenprognose auf 6 Mio. EUR brutto (KG 200-700) einschließlich UV und Rundung. Darin enthalten sind ca. 1 Mio. € brutto für die technischen Anlagen.
Die Kosten für die technischen Anlagen im 1. BA, Erneuerung der Regen- und Abwasserleitungen und Umverlegung der Fernwärmeleitungen, belaufen sich auf ca. 700 T EUR. Damit ergeben sich anrechenbare Kosten für die technischen Anlagen von ca. 1,7 Mio. € brutto. Sie werden erst mit der geprüften BPU verbindlich.
Folgende besondere Leistungen sollen vergeben werden:
— Erarbeitung des Ökologischen Gesamtkonzepts für den Schulstandort,
— Erarbeitung des Regenwassernutzungs- bzw. Gesamtentwässerungskonzepts für den Gebäude-komplex (Sporthalle, MZG, Schule),
— HAA/AAA: Integration der Sporthalle in die Anlagen des Neubaus und Kopplung mit dem Schulgebäude,
— Anlage technisches Raumbuch inkl. Fortschreibung,
— Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen.
Geplanter Zeitrahmen:
1. Quart. 2019 – 3. Quart. 2019: Erstellung VPU / EVU / BPU
4. Quart. 2019: Baugenehmigung, Ausführungsplanung
1. Quart. 2020: Sanierung Grund- und Regenleitungen auf dem Schulgelände, Verlegung Fernwärmeleitung, Abbrucharbeiten alter Speisesaal
3. Quart. 2020: Baubeginn Neubau
4. Quart. 2022: Fertigstellung
Es werden vom AG weitere Fachplaner und Gutachter für Objektplanung, Tragwerk, Bauphysik (Wärmeschutz), Freianlagen, SiGeKo, etc. beauftragt. Es sind Abstimmungen mit den Fachplanern, zuständigen Fachbehörden sowie weiteren Beteiligten durchzuführen.
Grundlage der Beauftragung ist das gültige Vertragsmuster der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen für Fachplanung-Technische Ausrüstung einschließlich AVB (unter:
www.stadtentwicklung.berlin.de/service/rundschreiben)