Beschreibung der Beschaffung
Wände:
Die tragenden Innenwände werden als Stahlbetonkonstruktionen ausgebildet. Nicht tragende Trennwände werden als Gipskarton-Ständerwände in Metallständerkonstruktionen mit 2-seitiger doppellagiger Gipskartonbeplankung und Dämmschichteinlage ausgeführt und einer zusätzlichen Malervlieskaschierung zur Rissvermeidung und Anstrich (Dekontaminierbarkeit) versehen. In Teilbereichen werden Wände als Glaswände errichtet. Die nicht tragenden Wände der Technikräume im Sockelgeschoss sowie Teile der Schächte werden in Mauerwerk errichtet, teilweise verputzt und ggf. nutzungsbedingt beschichtet.
Bodenaufbauten:
Die Flexibilität in der Nutzung des 15.21 BioCampus als Forschungs- und Laborgebäude erfordert einen Bodenaufbau, der feuchtigkeitsunempfindlich, schwingungsarm, robust und last verteilend verschiedensten Anforderungen gerecht wird.
Zum Einsatz gebracht wird ein strapazierfähiger Zementstrich auf Trennlage, welcher in direktem kraftübertragenden Kontakt mit der Rohdecke steht. Für den Bauablauf ist somit auch eine Verkürzung der Austrocknungszeiten gegeben und Bodenbeläge können direkt nach der Estrichtrocknung aufgebracht werden und werden nicht durch die Austrocknung des Rohbaus verzögert.
Die Aufbauhöhen des Estrichs variieren je nach Belagsart zwischen 40 mm und 70 mm.
Der notwendige normale Trittschallschutz ist durch den Einsatz von 200 und 250 mm starken Betondeckenplatten gegeben und wird durch den verwendeten Estrich noch erhöht. Trittschallverbesserungen durch tritt weichere Beläge werden in den Büroräumen, Besprechungs- und Aufenthaltsbereichen erforderlich, welche mit Kautschukbelägen mit zusätzlicher Trittschallmatte erreicht werden, sowie schwingungsentkoppelnden Unterlagen unterhalb harter Beläge realisiert werden.
In wenigen Räumen werden zur Verkabelung elektrotechnischer Anlagen Doppelböden ausgeführt werden.
Decken- und abgehängte Decken:
Die Decken der Normalgeschosse sind in Ortbeton erstellt, die Oberfläche mit Spachtelung und Anstrich versehen.
Abhangdecken werden nur dort ausgeführt wo dies aus technischen oder akustischen Gründen erforderlich ist (WC-Bereiche, Atrium Seminar Besprechungsräume). Die Büroräume erhalten anteilige Abhängungen durch akustisch wirksame Deckenabsorber und offene GK-Randfriese.
Treppe:
Die Erschließung der Geschosse erfolgt über 2 Treppenhäuser (Notwendige Treppen) mit direktem Ausgang ins Freie. Eine weitere repräsentative Treppe liegt im Atrium und erschließt die oberirdischen Geschosse EG-OG3.
Türen und Eingänge:
Die raumverbindenden Innentüren der Labor- und Bürozonen können, durch die Ausbildung der Laborflächen als eine zusammenhängende brandschutztechnische Nutzungseinheit ohne notwendigen Flur, in Anzahl und Anordnung, auf den erforderlichen nutzerseitigen Bedarf, reduziert werden.
Die Innentüren sind standardmäßig als Holzwerkstofftüren mit robuster und leicht dekontaminierbarer HPL-Beschichtung und mit lackierter Stahlzarge vorgesehen. Türen zu Technik- und Nebenräumen im Untergeschoss erhalten Stahltürblätter.
Innentüren der Laborhauptzugänge und Flur- und Treppenhaustüren werden zur Einsichtnahme und Arbeitssicherheit als verglaste Metallrahmentüren ausgeführt.
Laborzugangs- und Verbindungstüren sind nach jeweiliger Anforderung für Transporte mit einer Öffnungsbreite von ca. 1,40 m vorgesehen. Ausgebildet werden diese als asymmetrische doppelflügelige Türen mit verglastem Standflügel.
Raumzugänge werden mit einem Türmaß von 2,26 m Rohbauhöhe vorgesehen, Abweichungen im UG. Einzelne Türen erhalten Obentürschließer, Offenzuhaltungen, integrierte Rast- bzw. Magnetfeststellung, Türsteuerungen mit Taster und/oder Rauchmeldern, zusätzliche motorische Türansteuerungen, z. T. zunächst in technische/baulicher Vorrüstung für eine spätere Nachrüstung.