Beschreibung der Beschaffung
Zielgruppe:
Bei der Zielgruppe handelt es sich um:
— Bedarfsgemeinschaften mit mindestens 3 Kindern unter 25 Jahren, davon mindestens ein Kind unter 15 Jahren sowie
— Alleinerziehende mit mindestens 2 Kindern unter 25 Jahren, davon mindestens ein Kind unter 15 Jahren
und die Voraussetzungen des § 7 SGB II erfüllen und im Leistungsbezug des JobCenter Essen stehen.
Mindestens ein erwerbsfähiger Leistungsberechtigter verfügt über das Sprachniveau B1.
Vom Umfang her sind insgesamt 60 Plätze gleichzeitig zu betreuen. Ein Platz bedeutet dabei eine Bedarfsgemeinschaft.
Mindestens 3 Pflichtkontakte pro Monat.
Trotz guter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und sinkender Arbeitslosigkeit ist ein zunehmender Anteil der Bevölkerung von Armut bedroht.
Erwerbstätige haben eine deutlich niedrigere Armutsrisikoquote als die Gesamtbevölkerung. Hohe Werte hingegen weisen nicht nur Arbeitslose, sondern auch (Allein-) Erziehende, niedrig Qualifizierte und Menschen mit Migrationshintergrund auf. Bei einer Analyse nach Lebensphasen zeigt sich, dass Kinder und junge Erwachsene eher überdurchschnittlich betroffen sind.
Um dieser drohenden Armut, insbesondere auch der Kinderarmut entgegenzuwirken, soll diesem Personenkreis im Rahmen des Modellprojektes zukunftsorientiert eine soziale Teilhabe und eine lebenswerte Zukunft, möglichst ohne dem Bezug von SGB II Leistungen, ermöglicht werden. „Der Weg ist das Ziel“.
Ziel und Inhalt:
— Ziel ist die Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit und ggfls. auch die Integration, insbesondere sollen aber Integrationsfortschritte entwickelt und erzielt werden,
— Werte- und Kulturvermittlung durch den Einsatz von Sprach- und Kulturmittlern,
— Die Mitarbeiter des Projektes sollen als sog. „Türöffner“ dienen,
— Eltern als Vorbildfunktion,
— Wirtschaftliche, soziale kind- und familienorientierte Ausrichtung,
— Individuelle Begleitung und Unterstützung,
— Armut reduzieren,
— Erforderliche Strukturen aufbauen,
— Überforderung der Eltern entgegenwirken,
— Individuelle Schritte der Eltern auf dem Weg in Arbeit und Berufstätigkeit planen,
— Passgenaue und weitergehende Unterstützungsangebote außerhalb des SGB II unterbreiten, um das Ziel zu erreichen,
— Konkrete Handlungsbedarfe identifizieren,
— Selbständigkeit und Alltagskompetenzen fördern,
— Anbindung an Netzwerke,
— Vermittlung in weitergehende Angebote des Zuwendungsgebers,
— Den traditionellen Rollenbildern/Geschlechterrollen entgegenwirken,
— Schaffung neuer Rollenbilder zu Vereinbarkeit von Familie und Beruf,
— Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern.