Beschreibung der Beschaffung
Im Rahmen der Neubaumaßnahme des Klinikums am Eichert, der ALB FILS KLINIKEN GmbH, werden folgende Fernmelde- und Informationstechnische Anlagen ausgeschrieben:
1. Such- und Signalanlagen:
— Patientenrufanlage für ca. 650 Bettenstellplätze, auf 40 Station. Es ist eine dezentrale Struktur vorgesehen. Die Stationen werden untereinander über IP vernetzt. Die Flure werden mit Displays ausgestattet;
— Gebäudefunkanlage BOS: Vorgesehen für analogen 2 m Funk, bestehend aus 2 Funkstellen und einigen Repeatern, ca. 3 000 m strahlendes Kabel und einige diskrete Antennen.
2. Personalzeiterfassung:
— Uhrenanlage mit zentrale Hauptuhr mit NTP Server Funktion, ca. 150 Nebenuhren, davon einige in Hygieneausführung;
— Personalzeiterfassung: Erweiterung eines bestehenden Systems um 4 Zeiterfassungsterminals.
3. Elektroakustische Anlagen
— Sprachalarmierung SAA mit 2 vernetzten Zentralen, ca. 3 000 Lautsprecher. Anlage ist entsprechend DIN VDE 0833-4, Sicherheitsstufe 1 Kategorie 2 gefordert und so geplant.
4. Fernseh- und Antennenanlagen:
— Antennenanlage (Satellitenempfangsanlage): Es ist eine Empfangsstelle mit Parabolspiegel-Antenne für das Satellitensystem ASTRA 19,2 und EUTELSAT 13 vorzusehen. Die Kanalaufbereitung von DVB-S2 und UKW erfolgt zentral durch die installierte Kopfstation und wird auf IP umgesetzt.
5. Gefahrenmelde- und Alarmanlagen:
— Brandmeldeanlage:
Anlage mit 4 vernetzten Zentralen. Es werden ca. 2 000 Meldegruppen, ca. 6 500 automatische Melder, ca. 100 manuelle Melder, ca. 1 000 akustische Signalgeber, dort wo keine SAA Abdeckung gefordert wurde, ca. 100 RAS und ca. 200 Koppler benötigt. Inkl. Schnittstellen zu anderen FIA Anlagen, u.a. die Ansteuerung der Löschanlage im Rechenzentrum und eine Schnittstelle zum übergeordneten Gefahrenmanagementsystem (GMS).
— Gefahrenmanagementsystem (GMS)
Ist als übergeordnetes Managementsystem für alle geplanten Gefahrenmelde- und Alarmanlagen vorgesehen.
— Zutrittskontrollanlage:
Erweiterung eines bestehenden Systems, ca. 130 Zutrittskontrollterminals sowie 70 Steuercontroller. Die Systemsoftware ist bereits vorhanden.
— Digitale Schließanlage:
Erweiterung eines bestehenden Systems um ca. 440 Schließzylinder in verschiedene Bauformen, teilweise mit online Verbindung über Funkschnittstellen. Die Schließanlagenverwaltungssoftware ist bereits vorhanden.
— Fluchtwegsicherungsanlage:
Die Anlage umfasst ca. 25 Fluchtwegsicherungsterminals die ist mittels einem Systembus zu vernetzten sind.
— Kameraüberwachung:
Es ist ein Videomanagementsystem vorhanden. Das bestehende System ist um ca. 35 IP-Überwachungskameras zu erweitern.
— Einbruchmeldeanlagen:
Es sind 2 Kleinanlagen für den Rechenzentrumsraum und die Apotheke vorgesehen.
6. Übertragungsnetze:
Strukturierte Verkabelung gemäß DIN EN 50173. Für die Primär- und Sekundärverkabelung werden ca. 40 km LWL-Verkabelung erforderlich, für die Tertiärverkabelung in Kupfer Kat. 7 ca. 400 km (Duplex und Simplex, Kabel). Insgesamt sind ca. 12 000 Anschlüsse RJ45 (Link Kat. 6 A (tiefgestellt)) zu installieren, dazu werden ca. 150 Etagenverteiler aufgebaut. Es wird zudem ein zentrales Rechenzentrum aufgebaut (Kaltgang), das 14 Verteilerschränke umfasst und an das ein zentraler Netzknotenraum angelagert wird.
7. Sonstige Fernmelde- und informationstechnische Anlagen:
— Aufrufanlagen: die Anlage umfasst einen 1 Ticketgeber, 2 Bildschirme und 3 Bearbeitungsplätze;
— Neugeborenen Überwachung für die Geburtenstation: System mit Mutter / Baby und Pflegepersonaltranspondern und Kontrollleser an den Zu- bzw. Ausgängen der Station;
— RWA Steuerung: Es sind ca. 60 RWA Steuerzentralen mit Bedienstellen und Kopplung mit der BMA vorgesehen;
— Sprechanlage: Als IP basiertes System, umfasst 14 Reinraumsprechstellen, ca. 10 Türsprechstellen, ca. 30 Aufzugssprechstellen, 3 Leitstandsprechstellen.