Beschreibung der Beschaffung
Die Hessische Landesregierung hat das Thema E-Government zu einem Schwerpunkt erklärt. Gemäß dem Masterplan für E-Government sollen diese Arbeiten auch in den kommenden Jahren mit entsprechender Intensität fortgesetzt werden. Hierbei hat sich in der Vergangenheit zu verschiedenen Aufgabengebieten immer wieder – abhängig vom jeweiligen Einzelfall – Beratungs-, Unterstützungs- und Entwicklungsbedarf im Betrieb, in einzelnen Vorhaben und in komplexen Projekten ergeben. Diese Bedarfe werden auch für die kommenden Jahre in entsprechend angepasster Form erwartet. Da jedoch das erforderliche eigene Know-how nicht in jedem Fall zeitnah in ausreichender Kapazität und Qualität zur Verfügung gestellt werden kann, beabsichtigt der Auftraggeber den Abschluss von Rahmenverträgen über die Betriebs- und Support-Unterstützung sowie für Beratungs- und Unterstützungsleistungen für die organisatorische und technische Umsetzung des E-Government-Programms. Insbesondere soll mit dieser Ausschreibung der Tatsache Rechnung getragen werden, dass in der HZD verschiedenste Bereiche Anforderungen gegenüber Microsoft Services aufstellen. Diese werden in der vorliegenden Ausschreibung pro Service gebündelt.
Los 2
Unter Leistungen des „Senior IT Manager Windows 10" werden im Wesentlichen im Rahmen von grundsätzlich eigenständigen Ausarbeitungen bzw. Umsetzungen durchgeführte Tätigkeiten für die planerische und konzeptionelle Unterstützung der jeweiligen Betriebs- oder Projekt-Einheit in der HZD hinsichtlich der Beratung und Pflege aktueller Lösungen mit neuen MS-Technologien auf Landes- und Hausebene verstanden. Des Weiteren umfasst das Tätigkeitsumfeld die projektübergreifende Koordination mit anderen Fachgruppen sowie die Beratung der Management-Ebene.
Die „Senior IT Manager Windows 10" muss zur Leistungserfüllung über bestimmte Grundkompetenzen verfügen, welche anhand von Berufserfahrungen und anhand der Aus-/Fortbildung abgefragt werden. Die Berufserfahrung spiegelt sich im Kompetenzprofil zum Nachweis des jeweils abgerufenen Personals in der Vertragsausführung wider.
Aufgaben des „Senior IT Manager Windows 10":
— Teilnahme am Incident-, Change-, Problem- und Releasemanagement der HZD (nach ITIL).
— Erstellen von Anforderungsdokumenten, Releasenotes und Dokumentationen hinsichtlich Microsoft Produkten sowie Prüfung und Bewertung von Dokumenten
Externer Fachgruppen und Projekte.
— Prüfung von Change Requests auf technischer Ebene hinsichtlich der Kompatibilität mit aktuellen und geplanten Microsoft-Releases;
— Berücksichtigung der aktuellen sowie der geplanten Microsoft Product Availibility Matrix (PAM) bei der Einführung neuer Software-Produkte.
— Planerische und technische Unterstützung der reibungslosen Überführung von Microsoft-Updates und -Upgrades in den operativen Betrieb.
— Durchführung von Beratungen für Strategien hinsichtlich Microsoft Produkten und Technologien in den Gremien des Landes Hessen;
— Unterstützung der Anpassung bestehender IT-Prozesse aufgrund von Änderungen in Microsoft Produkten (u. a. Funktionsumfang, Releasemanagement).
— Release Management von Microsoft Technologien und Produkten inklusive der Projektübergreifenden Koordination (u. a. über die Teilnahme an Besprechungen, Roadmap-Planungen).
— Bewertung der Einführung von Microsoft Produkten und Releases im Rahmen von BSI- und WiBe-Fragestellungen.
— Tagesaktuelle Prüfungen (u. a. bezüglich Datenschutz, IT-Sicherheit, Diagnoseund Telemetriedaten) zur Identifikation und Bewertung relevanter Änderungen
An Microsoft Produkten (u. a. MS Windows 10) sowie, bei Bedarf, die Ableitung erforderlicher Maßnahmen zur Gewährleistung des definierten und freigegebenen
HessenPC-Standards.
— Konzeptionierung und Planung von Sicherheitstechnologien für Windows 10 ff. (u. a. Festplattenverschlüsselung und deren Verwaltung, Passwortverwaltung,
Eingeschränkte Anwendungsausführung) und Begleitung von deren Umsetzung.
— Erstellung von Major Releases für Microsoft Produkte (u. a. MS Windows 10 SAC) durch die kontinuierliche Bereitstellung aktueller Release-Informationen.
— Konzeption und Bewertung von Anpassungs- bzw. Optimierungsmaßnahmen von Microsoft Technologien und Produkten (u. a. MS Windows 10, MS Office)
Sowie der geeigneten Methoden (u. a. MS PowerShell, GPOs, GPPs).
— Planung und Konzeption der Einführung neuer Microsoft-Produkte bzw. neuer Features bereits eingesetzter Microsoft Produkte.
— Prüfung von Upgrades und Updates von SW-und HW-Produkten auf technischer ebene hinsichtlich der Kompatibilität mit aktuellen und geplanten Microsoft-Releases.
— Bewertung der Konfiguration hardwarenaher Technologien (u .a. Unified Extensible Firmware Interface (UEFI), Secure Boot) hinsichtlich der Auswirkungen auf
Microsoft Produkte (u. a. MS Windows 10 ff.) hinsichtlich definierter Fragestellungen (u. a. IT-Sicherheit, Datenschutz, betriebliche Anforderungen).
— Unterstützung bei der Bewertung der Konfiguration von „Windows 10-Apps" für MS Microsoft Windows 10.
— Einbindung neuer Major Releases in „MS SCCM Current Branch (CB)" (u. a. Prüfung von Tasksequenzen, Paketen und Applikationen).
— Bewertung und Ausarbeitung von Empfehlungen/Konzepten für mobile Arbeitsplätze auf der Grundlage von Microsoft Technologien und Produkten (u. a. AlwaysOn-VPN).
Eventuell ist es erforderlich, dass im Rahmen strategischer Entscheidungen Tätigkeiten im Bereich der Cloud-Technologie erforderlich werden. In diesem Fall könnten folgende Aufgaben optional zusätzlich Gegenstand der beschriebenen Rolle sein:
— Evaluierung und Customizing der Cloud-Services von Microsoft Produkten;
— Aufbau und Konzeption einer Microsoft-technologiebasierten Private-Cloud zur Nutzung verschiedener Cloud Funktionalitäten von Microsoft Produkten.
— Unterstützung beim Betrieb Microsoft-technologiebasierter Private-Cloud Lösungen;
— Unterstützung bei der Transition von Services auf private, Microsoft-technologiebasierte Cloud-Lösungen.
Den Zuschlag erhalten die Bieter mit dem wirtschaftlichsten Angebot in Bezug auf den Preis. Entscheidend ist hier die Gesamtangebotssumme (brutto), die sich aus der Summe der entsprechenden Position im Preisblatt (Datei „Preisblatt_Los_2") ergibt.
Sofern Angebote einer entsprechenden Anzahl an geeigneten Firmen vorliegen, ist der Zuschlag an die 3 bestplatzierten Firmen vorgesehen. Sollte die Anzahl der Angebote von geeigneten Bietern geringer sein, wird diese Zahl entsprechend reduziert. Die Firmen, welche den Zuschlag erhalten haben, werden auf der Grundlage des Preises (in aufsteigender Reihenfolge) in eine entsprechende Rangordnung gebracht.
Werden mehrere Angebote mit dem gleichen Preis abgegeben, entscheidet das Los über die Rangfolge.
Der Abschluss und die Durchführung von Einzelabrufen erfolgt gemäß dem nachfolgend beschriebenen Verfahren:
Nach Feststellung eines Besetzungsbedarfs stellt der Auftraggeber zunächst eine entsprechende Bedarfsanfrage an den Auftragnehmer mit dem nach der Ausschreibung wirtschaftlichsten Angebot („erstplatzierter Auftragnehmer"). Bei dem Auftragnehmer mit dem nach der Ausschreibung zweitwirtschaftlichsten Angebot („zweitplatzierter Auftragnehmer") fragt der Auftraggeber erst dann an, wenn der erstplatzierte Auftragnehmer die Personen (Senior IT Manager Windows 10) entsprechend der Bedarfsanfrage nicht anbieten kann. Sofern auch der zweitplatzierte Auftragnehmer nicht in der Lage ist, den Bedarf zu decken, stellt der Auftraggeber eine entsprechende Bedarfsanfrage an den Auftragnehmer mit dem nach der Ausschreibung drittwirtschaftlichsten Angebot ("drittplatzierter Auftragnehmer").
Der Auftragnehmer fragt den Besetzungsbedarf mittels einer Anfrage grundsätzlich mit einer angemessenen Vorlaufzeit ab.
Der jeweils aufgeforderte Auftragnehmer ist verpflichtet, innerhalb von 5 Werktagen nach Zugang der Bedarfsanfrage entsprechendes Personal zum Einsatz anzubieten, welches nach Qualifikation und Berufserfahrung den Maßgaben des Anforderungsprofils entspricht. Der aufgeforderte Auftragnehmer hat sein Angebot schriftlich bis zur festgesetzten Frist von 5 Werktagen einzureichen. Das Angebot muss u. a. konkrete Aussagen über die Qualifikation des angebotenen Personals beinhalten. Ist es dem Auftragnehmer nicht möglich, innerhalb der Frist dem Auftraggeber das benötigten Personal mit adäquaten Profil anzubieten bzw. kann der Auftragnehmer absehen, dass ihm das nicht gelingen wird, so hat er dies unverzüglich dem Auftraggeber mitzuteilen, so dass dieser, entsprechend der festgelegten Reihenfolge, bei dem nächstplatzierten Rahmenvertragspartner eine weitere Anfrage stellen kann.
Sobald der Auftraggeber das Angebot auf eine Besetzungsanfrage hin erhalten hat, prüft der Auftraggeber das angebotenen Personal im Hinblick auf die erforderliche fachliche Eignung für den jeweiligen Einzelabruf. Diese Prüfung erfolgt anhand des für den Einzelabruf vorgegebenen Kompetenzprofils.
Ergibt die Durchführung der Prüfung anhand des Kompetenzprofils, dass die angebotene Person die erforderliche fachliche Qualifikation nicht erfüllt, wird dem angefragten Unternehmen einmalig die Chance zur Nachbesserung, d. h. zum Angebot einer anderen Person, die die fachliche Qualifikation erfüllt, eingeräumt. Dies erfolgt grundsätzlich nach dem oben genannten Prozess für die Bedarfsabfrage. Im Einvernehmen kann jedoch die Frist zur Angebotsabgabe verkürzt werden. Verläuft die Nachbesserung nicht erfolgreich, d. h. auch die andere Personal erfüllt die fachliche Qualifikation nicht, stellt der Auftraggeber eine entsprechende Bedarfsanfrage bei dem Auftragnehmer mit dem nach der Ausschreibung zweitwirtschaftlichsten Angebot („zweitplatzierter Auftragnehmer") usw..