Liste und kurze Beschreibung der Auswahlkriterien
— Erklärung über die durchschnittliche jährliche Beschäftigtenzahl des Unternehmers und die Zahl seiner Führungskräfte in den letzten 3 Jahren.
—— Gewichtsbilanz
Mit den Angeboten für Fahrgestell, Aufbau und Beladung ist für das gesamte Fahrzeug (einsatzbereit, mit allen Betriebsstoffen und der gesamten geplanten feuerwehrtechnischen Beladung versehen) nach Auftragserteilung durch den Auftragnehmer des Los-Teil 2 eine aussagefähige und detaillierte Gewichtsbilanz zu erstellen. Diese muss neben der Lastverteilung auf Vorder- bzw. Hinterachse auch die Lastverteilung links/rechts und die zulässige Gesamtmasse (Gesamt und VA beziehungsweise HA) berücksichtigen.
Das Fahrgestell ist entsprechend der Gewichtsbilanz maximal zu dimensionieren.
Sollte die Beladung gemäß Ausrüstungsverzeichnis aufgrund der Gewichtsbilanz und der Rahmendaten des Fahrgestells nicht vollständig zu verlasten sein, so ist der Auftraggeber hierüber aufzuklären!
—— Leistungs- und Energiebilanz
Für das gesamte Fahrzeug und die verbaute Technik ist durch den Auftragnehmer des Los Teils 2 eine ausführliche Energiebilanz zu erstellen. In der Energiebilanz sind sowohl das reine Fahrgestell (Starterbatterie) mit allen Verbrauchern (Abblendlicht, Nebellicht, Lüftung, Klima etc.), als auch die gesamte technische Zusatzbeladung (ggf. Zusatzbatterie) berücksichtigt.
Es müssen folgende Betriebszustände beschrieben und aufgeschlüsselt werden:
1) Stand an der Einsatzstelle mit stehendem Motor — mindestens eine Stunde,
2) Stand an der Einsatzstelle mit laufendem Motor (Leerlaufdrehzahl, Motorweiterlaufschaltung) — unbegrenzt,
3) Stand an der Einsatzstelle mit Netzanschluss oder DIN Stromerzeuger -230 V unbegrenzt.
— Ausrüstungs- und Beladungsliste
Für die gesamte Beladung ist mit dem Angebot zum Los-Teil 2 ein erster Entwurf des Beladeplans abzugeben, der alle Ausrüstungsgegenstände nach Ausrüstungs- und Beladungsliste enthalten muss. Nicht enthaltene Ausrüstungsgegenstände sind explizit zu benennen. Gleiches gilt für Ausrüstungsgegenstände deren Verlastung fraglich ist und abschließend nicht definitiv beurteilt werden kann.
Eine ausführliche Beladungsliste (Stückzahl und Unterbringungsort) ist über den Projektverlauf sowohl als Ausdruck wie als Datei (pdf) bei Auslieferung mitzuliefern. Das Format ist in Rücksprache mit dem Auftraggeber festzulegen. Dies gilt für die gesamte Beladung, auch wenn durch den Auftraggeber Beladungsteile zugeliefert bzw. beigestellt werden.
Alle Fächer etc. sind klar, deutlich, sauber und eindeutig entsprechend der Beladung zu beschriften.
—— Nur Rettungsdienstfahrzeuge: Bauabnahme nach DIN 13500
Mit Angebotsabgabe zum Los-Teil 2 ist die erfolgreiche Abnahme nach DIN 13500 für den RTW-Wechselkoffer nachzuweisen und die Zusammenfassung der Prüfung gemäß DIN 13500 Anhang B beizufügen. Die Prüfung muss durch einen für die Richtlinie 2007/46/EG und die Regelung ECE-R 66 akkreditierten oder benannten technischen Dienst erfolgen.
—— Nur Rettungsdienstfahrzeuge: Festigkeitsnachweise gemäß DIN EN 1789.
Mit Angebotsabgabe zum Los-Teil 2 sind die Festigkeitsnachweise gemäß der DIN EN 1789 für die unten aufgeführten Bauteile per Testat von einem Institut nachzuweisen, welches die Richtlinie 2007/48/EG erfüllt. Dynamischen Crash-Test-Prüfungen für:
— O2-Sauerstoffflaschenhalterungen,
— alle Haltesysteme und Befestigungen aller Ausrüstungsgegenstände,
— Bodenanbindung, Tragentisch/mit Tragenlagerung,
— alle Sitze und Gurtpunkte im Patientenraum.
—— Nur Rettungsdienstfahrzeuge: Nachweise gemäß DIN EN 1789.
Mit Angebotsabgabe zum Los Teil 2 sind die Nachweise über die Prüfung der folgenden Merkmale gemäß der DIN EN 1789 zu erbringen:
— Innengeräuschpegel,
— Aufheizkurve Zusatzheizung Patientenraum,
— Beschleunigungswerte des Trägerfahrzeugs,
— Innenbeleuchtung.
—— Referenzen
Mit dem Angebot hat der Bieter zum Los Teil 2 für das angebotene Fahrzeug eine Liste mit aussagefähigen aktuellen Bau- und Lieferreferenzen (3 unterschiedliche Auftraggeber) aus den letzten beiden zurückliegenden Jahren nachzuweisen.
Die Referenzen müssen hinsichtlich Komplexität und Aufbaukonzept dem angebotenen Fahrzeug entsprechen. Der Auftraggeber behält sich vor, die Referenzen hinsichtlich Aussage und Zuverlässigkeit zu überprüfen.
Die Liste muss mindestens enthalten:
— Zeitpunkt und Dauer der Leistungserbringung,
— Umfang der Aufträge,
— Adresse des Auftraggebers inklusive Name und Telefonnummer eines Ansprechpartners.