Beschreibung der Beschaffung
Es wird die Bereitstellung eines SAM-Tools als Software as a Service (SaaS) gefordert. Als SaaS wird die Bereitstellung und Administration von:
— Speicherplatz, Rechenleistung, Betriebssystemumgebung, Datenbanken, Firewalls, sowie weiterer mit dem Hosting-Betrieb verknüpfte Infrastruktur und
— des SAM-Tools über das Internet für die Nutzung vom und für den Auftraggeber beschrieben.
Es müssen mindestens 2 Instanzen des SAM-Tools bereitgestellt werden. Davon ist eine für den produktiven Betrieb, sowie eine für die Testumgebung. Die Sprache der SAM-Tool Anwendung muss Deutsch sein, weitere Spracheinstellungen sind möglich. Die physische Installation muss an einem Standort innerhalb der Bundesrepublik Deutschland erfolgen, gemäß den DV-technischen Anforderungen, sowie den Datenschutz- und IT-Sicherheitsvorgaben des AG.
Darüber hinaus wird ein Scanner für die technische Inventarisierung der Serversoftware gefordert, der auf den Serversystemen im Rechenzentrum des AG eingeführt und betrieben wird. Der mitzuliefernde Scanner des SAM-Tools untersucht (offline, online, automatisiert) regelmäßig die Systeme unter den gängigen Betriebssystemen (Windows, Linux). Der Scanner erfasst dabei die Hardware-Eigenschaften der Systeme und erkennt die installierten Softwareprodukte unabhängig von Installationspfad und -art. Der Scanner erfasst virtualisierte Betriebssystem-Umgebungen sowie Applikationen und protokolliert chronologisch den Bezug der jeweiligen virtuellen OSE (Operating System Environment) zum Host-System (VMware, Hyper-V, Xen, KVM), auf denen sie betrieben werden. Dazu gehört zudem die Ermittlung, wo erforderlich, der Nutzungsberechtigungen zentral z. B. per Terminal Services bereit gestellter Applikationen. Ebenso erfolgt eine Protokollierung der Nutzung von Diensten auf Geräten, um lizenzrelevante Nutzung von Applikationen auswerten zu können.
Im Rahmen einer Vorbereitungs- und Transitionsphase werden die Voraussetzungen eines automatisierten und nachhaltigen Software Asset Managements geschaffen: neben der Bereitstellung, Installation, Konfiguration und Schnittstellenanbindung der geforderten Tools (SAM-Tool und Scanner) wird ein Prozess- und Rollenkonzept erstellt, das Software- und Lizenzinventar der Scope-Hersteller aufgebaut und rollenspezifische Schulungen durchgeführt. Zum Abschluss dieser Projekt-Phase werden die ersten belastbaren Bilanzen der Scope-Hersteller erstellt. (d. h. die Bilanzen für Microsoft, VMware, Adobe und Oracle Java sind im SAM-Tool einsehbar, Lizenzberichte sind in vereinbarter Form generiert). Die Ergebnisverantwortung liegt beim zukünftigen Service Provider, der unmittelbar nach dem Abschluss der Projekt-Phase mit der Erbringung des geforderten Managed SAM-Service beginnt. Dazu gehören folgende SAM-Aktivitäten: Schnittstellen-Monitoring, Katalogpflege, Rollen- und Rechteverwaltung, Pflege der Lizenz- und Vertragsdaten bzw. Inventarisierung der technischen Datenbestände der Scope-Hersteller sowie Erstellung und Bereitstellung der Lizenzbilanz inkl. Optimierungsvorschlag. Die Erweiterung des Hersteller-Scopes wird sukzessive erfolgen.
Es muss die Nutzung des SAM-Tools durch die Mitarbeiter des AG während der gesamten Vertragslaufzeit sichergestellt sein. Unter Nutzung sind lesende und schreibende Rechte zu verstehen, worüber die Mitarbeiter des AG berechtigt werden, das SAM-Tool für die Erfassung, Pflege und Verwaltung der Lizenz- und Vertragsinformationen der Nicht-Scope Hersteller zu nutzen.
Client Infrastruktur:
Jedes Notebook bzw. jeder Desktop wird per Softwareverteilung (Microsoft SCCM) installiert und eingerichtet. Zugriff auf Software über Terminal Services (TS) wird genutzt. Eine vollständige virtuelle Desktopumgebung inklusive Betriebssystem wird per XenDesktop bereitgestellt (VDI). Als Software Scanner und Inventarisierungstool wird im Client-Umfeld ebenfalls das SCCM von Microsoft eingesetzt.
Serverinfrastruktur x86:
Die x86-basierte Serverinfrastruktur umfasst sowohl physikalische als auch virtuelle Systeme. Der Virtualisierungsgrad liegt bei ca. 95 %. Als Virtualisierungsplattformen kommen VMWare und Citrix XenServer Technologien zum Einsatz. Die unterstützten Serverbetriebssysteme sind Microsoft Windows Server.
Insgesamt ca. 3 000 aktive User nutzen in unterschiedlicher Anzahl und Ausprägung Notebooks, Desktops, Virtuelle Desktops, Thin Clients und Mobile Devices.