Beschreibung der Beschaffung
Das Logistikzentrum für das Endlager Konrad (LoK) ist eine Einrichtung, in der schwach- und mittelradioaktive Abfälle (LAW/MAW) zusammengeführt und für die Endlagerung bereitgestellt werden. Die Abfälle, die aus Betrieb, Stilllegung und Rückbau von Kernkraftwerken sowie aus den Bereichen Forschung, Gewerbe und Medizin stammen, werden dort so zusammengestellt, wie sie vom Endlager Konrad abgerufen werden.
Ein großer Teil des Betriebsgeländes besteht aus einer Stahlbetonhalle sowie aus separaten An- und Abtransportbereichen mit Gleis- und Straßenanschluss. Die Stahlbetonhalle ist in mehrere Hallenschiffe, 2 Verladebereiche sowie in 2 gesonderten Bearbeitungsbereichen unterteilt. Die Lagerkapazität der Hallen wird für bis zu 60.000 Kubikmeter ausgelegt sein. An das Lagergebäude werden sich als Anbau ein Betriebsgebäude sowie eine Wetterschutzhalle für die Lagerung von Transport-Equipment anschließen. Im Betriebsgebäude werden u. a. technische Einrichtungen (z. B. Stromversorgung, Lüftungsanlagen) untergebracht. An- und Abtransport der Abfälle werden räumlich voneinander getrennt. Deshalb werden separate Bereiche mit Gleis- und Straßenanschluss sowie jeweils einer Krananlage geplant. Auf dem Betriebsgelände werden zudem eine Werkstatt, ein Lokschuppen, eine Unterstellhalle für Fahrzeuge, ein Bürogebäude mit Archiv, Regenwasserauffangbecken, Park- bzw. Abstellplätze für Lkw und Pkw sowie ein Wachgebäude mit Lkw- und Pkw-Schleusen für Fahrzeuge errichtet. Umgeben wird das Gelände von einer Zaunanlage.
Das Hauptziel dieser Vergabe ist die inhaltliche Beratung, die Vorbereitung und die operative Unterstützung der BGZ bei der Durchführung der für die Planungsphasen notwendigen Vergabeverfahren zur Errichtung des Logistikzentrums Konrad. Hierbei handelt es sich insbesondere um Ingenieur- und Architektenleistungen. Die BGZ hat den Umfang der Vergabeverfahren auf 15-20 Vergabeverfahren geschätzt. Hier handelt es sich insbesondere um die Vergabeverfahren zur Objektplanung, der Freianlagen, der Ingenieurbauwerke, der Verkehrsanlagen, der Tragwerksplanung sowie der Planungen der technischen Ausrüstung in den Anlagengruppen 1-8. Die BGZ behält sich vor, sich darüber hinaus noch bei weiteren Vergabeverfahren zu den Beratungsleistungen der Anlage 1 nach HOAI 2013 sowie bei weiteren möglichen Vergabeverfahren unterstützen zu lassen.
Die Arbeiten umfassen nach den Vorgaben der BGZ sämtliche Aufgaben, die sich im weitesten Sinne mit der Vorbereitung der Vergabeverfahren befassen. Dazu gehören beispielsweise:
— Ausschreibungskonzeption;
— Erarbeitung der kompletten Vergabeunterlagen bzw. einzelner Komponenten hierzu;
— Mitwirkung bei der Erstellung von Leistungsverzeichnissen auch aus technischer Sicht;
— Erarbeiten von Eignungs- und Zuschlagskriterien;
— Erarbeitung und Erstellung des Veröffentlichungstextes;
— Mitwirkung und Erstellung bei der Dokumentation der Vergabeverfahren.
Die Arbeiten umfassen nach den Vorgaben der BGZ sämtliche Aufgaben, die sich im weitesten Sinne mit der Durchführung der Vergabeverfahren befassen. Dazu gehören beispielsweise:
— Auswertung der Ergebnisse der Teilnahmewettbewerbe;
— Mitwirkung bei der Bewerberauswahl;
— Auswertung, Prüfen und Werten der Angebote;
— Aufstellung der Preisspiegel;
— Teilnahme an den Bietergesprächen einschließlich Dokumentation;
— Teilnahme an den Verhandlungsterminen einschließlich Dokumentation der Verhandlungsergebnisse;
— Erstellen der Vergabevorschläge;
— Mitwirkung und Erstellung bei der Dokumentation der Vergabeverfahren;
— Zusammenstellung der Vertragsunterlagen und Mitwirkung bei der Auftragserteilung.
Explizit ausgenommen von den Unterstützungsleistungen sind Rechtsberatungsleistungen im Zuge von möglichen Nachprüfungsverfahren.