Beschreibung der Beschaffung
Abwasseranlagen:
Die Schmutzwasserentsorgung erfolgt innerhalb des jeweiligen Gebäudes über neu zu verlegende
Schmutzwasserleitungen. Die bestehenden Fallleitungen werden hierfür ebenfalls ersetzt. Die benötigten
Sammelleitungen werden entweder innerhalb von Vorsatzschalen angeordnet oder über Schlitze im
Mauerwerk untergebracht. Die neu zu verlegenden Fallleitungen werden einzeln über Dach entlüftet. Die
Abwasseranlage wird nach DIN EN 12056 und DIN1986 aus dickwandigen PE-Rohren für die Fall- und Sammelanschlussleitungen ausgeführt. Anschlussleitungen werden ebenfalls aus dickwandigen PE-Rohren
erstellt. Die Leitungen werden gegen Übertragung von Körperschall zusätzlich gedämmt. Der Brandschutz
durch Wände und Decken erfolgt gemäß MLAR über zugelassene Branddurchführungen.
Bei der Grundschule bedarf es keiner Sicherungsmaßnahmen, da alle Anschlüsse über der Rückstauebene
liegen.
Wasseranlagen:
Das vorhandene Trinkwassernetz besteht derzeit aus verzinkten Stahlrohren, welche nicht mehr den
Hygieneanforderungen nach VDI 6023 entsprechen. Aus diesem Grund wird die Trinkwasserversorgung neu
aufgebaut. Alle Trinkwasserleitungen werden in Edelstahl ausgeführt und gegen unabsichtliches Erwärmen
gedämmt.
Das gesamte Netz wird mithilfe von Strömungsteilern im Venturi-Durchflussprinzip nach VDI6023 „Hygiene in
Trinkwasserinstallationen“ durchgeschliffen und mit automatischen Spülstationen am jeweils letzten Abgang
regelmäßig gespült.
Somit ist eine Stagnation der Trinkwasserinstallation auch in den Ferienzeiten ausgeschlossen.
Die Warmwasserbereitung erfolgt je nach Gebäude über elektrische Durchlauferhitzer bzw. über
Trinkwasserstationen im Technikbereich.
Für die geforderte regelmäßige Beprobung der Trinkwasserqualität, werden an relevanten Stellen
Probeentnahmeventile vorgesehen.
Die Anzahl und Lage der Sanitärobjekte orientiert sich am Architekturplan.
Die Trinkwasserversorgung der Grundschule wird in drei einzeln absperrbare Einheiten aufgeteilt. Hierzu wird
folgender Verteileraufbau vorgesehen:
Anschluss Hauptversorgungsleitung. DN40
Gebäude Nord: DN25
Gebäude Nord Sanitärzellen: DN32
Gebäude Süd: DN20
Grundsätzlich werden alle Sanitärgegenstände nur mit Kaltwasser versorgt. Folgende Bereiche erhalten eine
Warmwasserbereitung in Form eines Untertisch-Durchlauferhitzers:
WC-Kerne: 6,5 kW
Behinderten WC: 3,5 kW
Teeküche: 3,5 kW
Küche: 6,5 kW
Für die Ausgussbecken in der Hausmeisterwerkstatt und dem Putzraum, wird ein offener Kleinspeicher mit
integrierter Mischbatterie vorgesehen. Dieser erfüllt mit 15L Inhalt auch den erhöhten Heißwasserbedarf für die
Gebäudereinigung. Trotzdem benötigt der Kleinspeicher nur eine geringe elektrische Anschlussleistung von
2,2kW.
Des Weiteren besteht in der Grundschule die Besonderheit, dass im Werkraum ein Gipsfangbecken
vorgesehen wird. Dieses soll anfallende Ablagerungen auffangen und somit das Entwässerungsnetz vor
Sedimentationsrückständen schützen