Beschreibung der Beschaffung
Der Landkreis Calw hat den Abschnitt Weil der Stadt – Calw der „Württembergischen Schwarzwaldbahn“ (Strecke 4810) zum 1.1.1994 von der Deutschen Bahn AG übernommen und strebt seitdem eine erneute Verkehrsaufnahme als „Hermann-Hesse-Bahn“ an. Zwischenzeitlich ist sowohl die Projektträgerschaft als auch das Eigentum der Strecke auf den Zweckverband Hermann-Hesse-Bahn übergegangen.
Gegenstand dieses Verfahrens ist die Sanierung und Erweiterung der Eisenbahnüberführung über den Simmozheimer Weg in Ostelsheim. Die Straße bildet die Hauptzuwegung zum Wohnhaus Simmozheimer Weg Nr. 12 und dem Sportplatz. Aufgrund des Denkmalschutzes muss das Bestandsbauwerk soweit als möglich erhalten bzw. saniert und kann nicht vollständig abgebrochen werden.
Im Zuge der Reaktivierung ist in der gesamten Ortslage Ostelsheim der Neubau eines zweiten Gleises vorgesehen. Das ursprünglich für eine Zweigleisigkeit ausgelegte Widerlager der EÜ Simmozheimer Weg entspricht hinsichtlich des realisierbaren Gleisabstandes nicht mehr den Vorgaben der EBO und kann daher nicht für die Herstellung der Zweigleisigkeit genutzt werden. Deshalb wird das Bestandsbauwerk um einen Neubau erweitert.
Aufgrund der Gleiserweiterung und der somit näheren Lage zum Privatgrundstück ist die Herstellung einer Stützwand erforderlich.
Allgemein:
— Baustraße davon ca. 400 m asphaltiert ca. 1 000 m.
EÜ:
— Aushub Baugrube ca. 3 000 m,
— Verfüllen Baugrube ca. 2 500 m,
— Stahlbeton ca. 500 m
— Betonstahl ca. 100 t,
— Nieten für Stahlbausanierung ca. 500 St,
— Mauerwerkssanierung ca. 220 m,
— Entsorgung ca. 1 400 t.
Gleisbau:
— Fahrschiene trennen ca. 8 St,
— Schienen ausbauen ca. 3.126 m,
— Schienen wieder einbauen ca. 56 m,
— Holzschwellen ausbauen ca. 2.617 St,
— Bettung ausbauen ca. 100 m,
— Entsorgung Holzschwellen (inkl. Transport) ca. 210 t,
— Entsorgung Gleisschotter (inkl. Transport) ca. 200 t,
— Entsorgung Stahlschrott (inkl. Transport) ca. 190 t.
Stützwand:
— Aushub ca. 200 m,
— Hinterfüllung ca. 250 m,
— Spundwände (sichtbar) ca. 270 m,
— Verpressanker ca. 18 St,
— Gabionen (Drahtgitterkörbe) ca. 54 St,
— Stahlbeton ca. 20 m,
— Entsorgung ca. 600 t.