Beschreibung der Beschaffung
Folgende Leistungen sind vom Auftragnehmer zu erbringen:
1. Strategische Beratung
Der Auftragnehmer steht für Fragen der Unternehmensarchitektur entsprechend der IT-Strategie der LHP zur Verfügung. Unter anderem übernimmt der Auftragnehmer technische Beratung im Sinne eines Enterprise Architecture Managements, eines Solution Architecture Managements und Digitalization Architecture Managements:
Kategorie: Enterprise Architect,
Ebene: Strategisch,
Schwerpunkte: Gesamtarchitektur.
Kategorie Solution Architect,
Ebene: Taktisch,
Schwerpunkte: Planung von IT-Infrastruktur-Systemen.
Kategorie Digitalization Architect,
Ebene: Taktisch,
Schwerpunkte: Innovationen.
Der Auftragnehmer begleitet die Entwicklung von Softwarearchitekturen sowohl für agile, cloud-basierte als auch für komplexe unternehmenskritische Anwendungen/Infrastrukturen. Zudem übernimmt er die Analyse und Bewertung der fachlichen und technischen Anforderungen sowie Beratung des Bereichs IT-Infrastruktur und Services zur Entwicklung verlässlicher, hochverfügbarer, sicherer Architekturen.
Der Auftragnehmer berät bei der Integration der entwickelten Architekturlösungen in bestehende Anwendungslandschaften der Landeshauptstadt Potsdam und prüft den Einsatz aktuellster Technologien/Weiterentwicklungen als Teil eines modernen Entwicklungsprozesses (z.B. GIT, Java, Blockchain, Programmierparadigmen für verteilte Systeme und weitere IT-Trends).
Der Auftragnehmer übernimmt Aufträge zur Ableitung von Szenarien zum Einsatz von Cloud-Möglichkeiten/ -Ansätzen für dynamische, schnelle Entwicklungen z.B. DevOps, Continuous Delivery, Docker, Azure, Amazon AWS.
Der Auftragnehmer entwickelt und berät bei der Implementierung IT-Sicherheitskonformer digitaler Netzwerke sowie deren Support.
Die beratenden Tätigkeiten werden auch hinsichtlich der Unterstützung bei der Modernisierung der IT-Systeme, der Erarbeitung von Migrationskonzepten sowie der Verwaltung und Homogenisierung zunehmend komplexer IT-Infrastruktur und ressourcenschonender Betriebskonzepten durch den Auftragnehmer benötigt.
Auf Anforderung des Auftraggebers begleitet der Auftragnehmer fachlich die Weiterentwicklung der Service Level und IT-Sicherheit und unterstützt bei der Ausarbeitung von Konzepten.
2. IT-Infrastruktur Beratung
Die Beratung umfasst im Wesentlichen folgende Themenschwerpunkte aus dem Bereich IT-Infrastruktur, welche sowohl Software- als auch Hardwarekomponenten umfassen:
i. Betriebssysteme Imageerstellung und -pflege
(Linux, Windows und MacOS)
ii. Server-, Client- und Anwendungsvirtualisierung
(VMware, Hyper-V und Citrix XenApp)
iii. Datenbanken
(Oracle, MS SQL, MariaDB und PostgreSQL)
iv. Netzwerk / Firewall
(Switch, FC SAN und Proxy)
v. Microsoft Windows Domänen Infrastruktur
(Active Directory, DNS, DHCP, PKI, Kerberos und Printservices)
vi. Backup- und Restore Infrastruktur / Storage
vii. Bürokommunikationstechnik
(Microsoft Standards, Atlassian Jira / Confluence, Cryptshare, Jitsi und Webex)
viii. Monitoring / Überwachung
(CheckMK)
ix. IT-Sicherheit
(Symantec Endpoint Protection, Multi-Faktor-Authentifizierung, Postfix und Rspamd)
x. Cloud-Lösungen
(Amazon AWS, DELL EMC, Google Cloud und Microsoft Azure)
3. Anforderungen an das Personal
3.1 Profil des Single Point of Contact
Der Auftragnehmer setzt für die Leistungserbringung eine Person (Single Point of Contact) ein. Diese Person steht als einheitlicher, entscheidungsbefugter Ansprechpartner für den AG zu allen Fragen der Leistungserbringung und des Vertrages zur Verfügung.
Sollten im Rahmen des Vergabeverfahrens mehr als eine Person als Single Point of Contact (Erklärung zum einzusetzenden Personal - Formular 4.7) vom Auftragnehmer angebotenen worden sein, dann legt der Auftraggeber gegenüber dem Auftragnehmer mit Zuschlagserteilung auf Grundlage des Beraterprofils (Erklärung zum einzusetzenden Personal - Formular 4.7) verbindlich fest, mit welcher Person als Single Point of Contact die Leistung erbracht werden soll.
Die Person übernimmt die Koordination der Leistungserbringung auf Auftragnehmerseite und organisiert die Leistungserbringung durch den Mitarbeiter des Auftragnehmers.
Der Ansprechpartner stimmt die Inhalte der Leistungserbringung und den zeitlichen Einsatz des Mitarbeiters regelmäßig mit dem Auftraggeber ab.
Der Single Point of Contact muss folgende Erfahrungen sowie fachliche und methodische Kompetenzen abdecken:
- umfassendes Wissen über den Aufbau sowie das Zusammenwirkungen und Funktionsweisen von IT-Architekturen (Netze, Clients, Server, Backup, Betriebssysteme etc.); anwendungsbereites Wissen über den Einsatz aktuellster Technologien
- Erfahrung in der Moderation und Vermittlung hochkomplexer technischer Zusammenhänge inkl. Risiko- bzw. Sicherheitsbewertung
- Kenntnisse über aktuelle Trends und digitale Innovationen der Architektur-Community und -technologien und entsprechende Weiterbildung
- methodisches Knowhow bezüglich ITIL (Information Technology Infrastructure Library)
Der Ansprechpartner muss die deutsche Sprache verhandlungssicher in Wort und Schrift beherrschen.
Leistungen des Single Point of Contact sind nur für beratenden Tätigkeiten im Rahmen eines konkreten Einzelauftrags abrechenbar. Sämtliche anderweitige Tätigkeiten sind grundsätzlich nicht abrechenbar.
3.2 Profil der Fachberater (Beraterpool)
Zusätzlich stellt der Auftragnehmer einen Pool aus 9 Fachberatern zusammen. In der Gesamtheit müssen die Fachberater alle die unter Punkt 2 genannten Themenschwerpunkte für die Beratungstätigkeit abdecken.
Sollten im Rahmen des Vergabeverfahrens mehr als 9 Personen als Fachberater (Erklärung zum einzusetzenden Personal - Formular 4.7) vom Auftragnehmer angebotenen worden sein, dann legt der Auftraggeber gegenüber dem Auftragnehmer mit Zuschlagserteilung auf Grundlage des Beraterprofils (Erklärung zum einzusetzenden Personal - Formular 4.7) verbindlich fest, mit welchen 9 Fachberater vom Auftragnehmer die Leistung erbracht werden soll.