Beschreibung der Beschaffung
Für die Erstellung und die Erprobung eines Angebots über eine BIM-Simulation, sollen folgende Kriterien für die Konzipierung und die Umsetzung der Simualtion in den drei Arbeitspaketen 1. Projektierung einer BIM-Simulation 2. Konzeptionierung und Erprobung einer BIM-Simulation 3. Evaluation (Recherche und Bünde-lung von bereits existierenden Angeboten für die benannte Zielgruppe) berücksichtigt und umgesetzt wer-den:
zielgruppengerechte Ansprache
Die Zielgruppe spiegelt Ausbildungs- und Prüfungspersonal der Bauplanung und alle am Bau beteiligten Unternehmen sowie Auszubildende und Planer/-innen wider. Die zielgruppengerechte Ansprache muss schwierige, komplexe oder abstrakte Sachverhalte möglichst einfach (knapp, klar, präzise) formulieren, spe-zielle Fachbegriffe eher vermieden, zumindest aber erläutern und in ansprechenden Formaten übertragen werden.
zielgruppenorientierte Entwicklung
Die Entwicklung und die Konzipierung der BIM-Simulation sollen unter Berücksichtigung der Integration der zielgruppenangepassten Bedarfe und Belange im Themenfeld „BIM“/ „BIM-Methode“ erfolgen. Diese sind im Vorfeld gemeinsam mit der Zielgruppe und aktuellen empirischen Untersuchungen zu analysieren und zu bestimmen. Ebenfalls zu berücksichtigen sind hierbei die unterschiedlichen Unternehmensgrößen (Klein-stunternehmen bis zu großen Unternehmen).
Aufbau der BIM-Simulation
Bereitstellung von mind. einem Gebäudemodell (eigene Planung und Erstellung oder für die Ausschreibung erworben) in dem die unterschiedlichen Gewerke gemeinschaftlich arbeiten können. Weiter sollen im Mo-dell verortete Aufgaben inkl. Fehleranalyse, Dokumentationen und Koordinierungsaufgaben von der Ziel-gruppe gelöst werden. Das Simulationskonzept soll einen aktivierenden, motivierenden und spielerischen Charakter (gamebasiert durch Badges oder ähnlich zur Erfolgskontrolle) mit Wettbewerbselement (z.B. durch sammeln von Erfolgen oder Zeitkontrolle) haben.
Inhaltlicher Bestandteil der BIM-Simulation
Zum einen ist der inhaltliche Bestandteil die Vermittlung von praxisrelevanten und realitätsnahen Situatio-nen und Bedingungen (praxisnahe Szenarien und Problemstellungen) und zum anderen die Vermittlung eines strukturierten Wissensaufbaus zum Thema BIM (Vermittlung von Kenntnisse über BIM Schlüsselkom-petenzen) und das interdisziplinäre Zusammenarbeiten entlang der Wertschöpfungskette BIM. Die Teilneh-menden sollen mit Hilfe der BIM-Simulation befähigt werden am BIM-Prozess teilnehmen zu können. Hierzu zählen neben BIM- Schlüsselkompetenzen auch Anwendungs- und Umsetzungswissen, Wissen zum Industry Foundation Classes (IFC)-Viewers, Kenntnisse über Konferenztools und Dokumentation mittels BIM Kollabo-ration Format (BCF)-Anwendung). Daneben wird ein besonderer Wert auf die Entwicklung von multimedia-len Materialien für das Ausbildungspersonal gelegt, mit dessen Hilfe die zu entwickelnde BIM- Simulation unter Berücksichtigung des didaktisch-methodischen „Modells der vollständigen Handlung“ in die betriebli-che Ausbildungspraxis überführt und zugrunde gelegt werden. Die praxis- und anwendungsnah zu konzipie-renden Materialien sollen medial modern, zeitgemäß und on- wie offline nutzbar sein. Erläuterte Fachbe-griffe, weiterführende Informationen sowie aktuelle betriebliche Anwendungsbeispiele „guter Praxis“ sollen den (gewerkeübergreifenden) Austausch ermöglichen und fördern.
Die vom Auftragnehmer (AN) zu konzipierende Simulation muss den Themenkontext fokussiert aus der Sicht des betrieblichen Ausbildungs- und Prüfungspersonals und Ausbildungsalltags behandeln. Inhalt und Ge-staltung der Materialien müssen einen aktivierenden und auffordernden Charakter haben und durch Hilfen und Beispiele ergänzt sein. Sie sollen zum Austausch anregen, idealerweise auch zum Community-Building beitragen.
Erprobung des BIM-Simulationskonzepts
Für die pilothafte Erprobung mit der Zielgruppe sollen mind. zwei Testläufe von dem AN mit der Zielgruppe durchgeführt werden. Diese sollen in Präsenz mit dem Auftraggeber (AG) gemeinsam erfolgen und können in den Räumen des AG oder an einem vom AN festgelegten Ort erprobt werden. Die Planung und die Koor-dinierung der Erprobungen sind bei dem AN verortet und sind mit dem AG vorher abzustimmen. Ebenso ist der AN für die Nachbereitung (Auswertung und Evaluation) der Erprobungen verantwortlich. Der AN hat dafür Sorge zu tragen, dass die benötigten technischen Mittel vor Ort und einsatzbereit sind.
Evaluation der BIM- Simulation
Evaluierung der Recherche in Form einer Bündelung bereits existierender Angebote und Inhalte sowie Ma-terialien zum Thema BIM in Hinblick auf die Zielgruppe betriebliches Ausbildungs -und Prüfungspersonal. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf am Markt existierende Inhalte und Materialien, die für eine konsis-tente und bundesweit einheitliche konzeptionelle Ausrichtung eines didaktisch-methodischen Ansatzes für eine Simulation zur Entwicklung und Erprobung genutzt werden können.
Konzept zur zielgruppengerechten Erstellung und Umsetzung einer bedarfsgerechten Gestaltung einer BIM Simulation inkl. Meilensteine und Kostenplan
Das einzureichende Konzept zur zielgruppengerechten Erstellung und Umsetzung einer bedarfsgerechten Gestaltung einer BIM-Simulation soll folgende Aspekte beinhalten:
- definierte Aufgabenpakete
- Zeitplan und Meilensteine
- Detaillierter Kostenplan
- Übersicht der zu vermittelten BIM-Schlüsselkompetenzen und Anwendungs- und Umsetzungswis-sen inkl. der methodisch-didaktischen Vorgehensweise
Geplante Videos des Auftragnehmers sind mit dem Auftraggeber abzustimmen und durch den Dienstleister des Auftraggebers zu produzieren. Geplante Einbindung von Medien Dritter (Bilder, Videos, Tabellen…) sind ebenfalls mit dem Auftraggeber abzustimmen und am CD-Konzept des Portals (liegt im IV Quartal 2022 vor) auszurichten.