Beschreibung der Beschaffung
Im Gebäudekomplex Dataport AöR in 24161 Altenholz soll das gesamte 3. Obergeschoss in 2. Bauabschnitten entkernt und umgebaut werden. Dabei ist die Öffnung der Zellenbüros zu flexiblen modernen Work Space-Büroflächen geplant.
Folgende Bauwerte (mit CAD ermittelt) sind zu berücksichtigen:
- NGF: 2.244 m2
- BGF: 2.545 m2
Der voraussichtliche Baubeginn des 1. Bauabschnitts (Abriss, Entkernung, Schadstoffsanierung) ist für September 2022 vorgesehen, der Wiederaufbau beginnend mit den Arbeiten im Brandschutz ist für Ende 2022 / Beginn 2023 geplant.
Die Bauleistungen des 2. Bauabschnitts schließen sich voraussichtlich unmittelbar nach Fertigstellung des 1. Bauabschnitts an.
Fertigstellung gesamte Fläche ist für Ende 2023 vorgesehen.
Der Kostenrahmen (KG 400) beträgt ca. 1.745 Mio. EUR netto. Es sind die Leistungsphasen 1-9 der HOAI anzubieten.
Die Ausführung des Projektes und die Bauleitung sind an ein Ingenieurbüro vergeben.
Der Planungsbeginn ist, von architektonischer und innenarchitektonischer Seite, bereits erfolgt. Ein entsprechender Bauantrag wurde bereits gestellt und genehmigt. Die Haustechnikplanung soll idealerweise direkt nach der Beauftragung Juni / Juli 2022 aufgenommen werden.
Die Bauvergaben müssen zwingend bis September 2022 erfolgen, so dass Planung und Erstellung von Leistungsverzeichnissen entsprechend früher fertig sein müssen und beauftragte Bauunternehmer spätestens im November / Dezember 2022 mit ihren Leistungen im ersten Bauabschnitt beginnen können.
Folgende Basisdaten sind bekannt:
Im Bestandsgebäude Dataport Altenholz ist im laufenden Betrieb zu sanieren. Hierfür hat der Auftraggeber den Umbauzuschlag nach HOAI für die Lph 1-5 und Lph 8 mit 20 % festgelegt.
Folgende Bauteile sollten, nach ausgeführter Prüfung durch die Fachplanung, erhalten bleiben oder weiter genutzt werden können, was sich auch in den Kostengruppen monetär wiederfindet.
Die vorhandenen WC-Räume auf der Fläche bleiben unverändert erhalten und sind von der Sanierung ausgenommen. Die Planung und Realisierung eines Behinderten-WCs ist aktuell noch nicht abschließend geklärt, aber möglich.
Durch die Verlagerung vorhandener Teeküchen auf die Flächen und in Anbetracht des gesamten Objektes, ist von Anlagen mit verzweigten Netzen und entsprechenden Abhängigkeiten auszugehen.
Auch bleiben die statischen Heizflächen erhalten und werden lediglich zum hydraulischen Abgleich mit einstellbaren Ventilen und Rücklaufverschraubungen versehen. Im Hinblick auf die Komplexität des gesamten Heizkreislaufes unter Berücksichtigung alter Rippenheizkörper und der Tatsache, dass mit dem Umbau keine Büroflächen sondern ganze Flächen zu heizen sind, gilt der Bezug zu Flächenheizungen.
Konkret gilt für Arbeiten Sanitär und Heizung, dass alle Kreisläufe, deren jeweiliger Druck, die Querschnitte und Vorlauftemperaturen zu berücksichtigen sind.
Lüftungsanlagen sind, über die gesamte Fläche, so auszulegen, dass die erforderliche Frischluftversorgung gemäß personeller Belegung mechanisch gewährleistet wird.
Darüber hinaus wird eine dezentrale Raum-, Heiz- und Kühltechnik mit Einzelraumregelung installiert. Hierzu ist der Einsatz von sogenannten Klimasplitgeräten vorzusehen, die Luft erwärmt oder gekühlt zuführen sollen.
Für die allgemeine Elektrotechnik gilt, dass die Planung und Ausführung der Brandmeldeanlage sowie der Datenverkabelung nicht zu berücksichtigen ist. Auch sollen die Stromkreisverteiler erhalten bleiben.
Neu zu planen bzw. zu überarbeiten ist ein neues Kabelkanalsystem samt elektrischer Zuleitungen, die Steuerung des Sonnenschutzsystems sowie die Berechnung und Verkabelung der Beleuchtung, deren Auswahl durch die Innenarchitektur beigestellt wird.
Auch hier gilt es die gesamte Komplexität des Objektes zu berücksichtigen und nicht nur die des betroffenen Geschosses.