Beschreibung der Beschaffung
KG 420 Heizung
KGR 421 Wärmeerzeugungsanlagen
Die Wärmeversorgung des Neubaus Kreuzfahrtterminal erfolgt direkt aus dem Nahwärmenetz von
URW. Die Systemtemperaturen am Übergabepunkt sind auf Vorlauf 80°C und Rücklauf 40°C
festgelegt, die Gesamtleistung am Übergabepunkt beträgt 250 kW (ohne Verteilergang) mit einem
erforderlichen Differenzdruck von 2,5 m, die von URW zur Verfügung gestellt wird.
Der Wärmeübergabepunkt befindet sich hinter den Absperrschiebern unterhalb der Heizzentrale
zwischen Ebene 1.UG und ZG im Bereich der Heizungszentrale, von dort wird dann der
Heizungsverteiler in der Heizungszentrale primärseitig angefahren.
Der Heizungsverteiler ist mit vier Regelabgängen und einem Reservestutzen bestückt. Jeder zu
regelnde Heizkreis ist mit einer H-Schaltung vorgesehen, darüber hinaus sind die beiden Heizkreise
für die Fußbodentemperierung EG und 1.OG jeweils mit einer Systemtrennung ausgestattet. Alle
Heizkreise erhalten hocheffiziente elektrisch gesteuerte Umwälzpumpen, Absperr- und
Drosselventile, Schmutzfänger, Rückschlagorgane, Regelventile sowie Mess- und Anzeigearmaturen.
Dabei bekommt jeder der Heizkreise einen eigenen Regelkreis mit Regelventil und automatischer
Regelung bzw. Vorregelung.
Bereiche, in denen geheizt und gekühlt wird (Fußbodentemperierung EG und 1.OG), werden von der
Zentrale aus über eine gemeinsame Rohrleitung ausgeführt als Hybridsystem mittels Systemtrennung
über Plattenwärmetauscher und einem eigenen Regelkreis versorgt. Membran-Ausdehnungsgefäße
sorgen auf der Sekundärseite für die Druckhaltung als eigenständig abgesicherter Verbraucherkreis
mit Sicherheitstechnischen Einrichtungen.
KGR 422 Wärmeverteilnetze
Die Rohrleitungsführung für die statischen Heizungen im Gebäude erfolgt von der Heizungszentrale
im Zwischengeschoss aus zu den einzelnen Verbrauchern, ausgeführt als Zweileitersystem. Die
Anbindeleitungen als Hybridleitungen für Heizen und Kühlen der Fußbodentemperierung durch das
Gebäude bis zu den Fußbodenheizungs-Verteilern (auch FBT-Verteiler) sind Bestandteil des Gewerks
Kälte, Schnittstelle sind die Plattenwärmetauscher in der Heizzentrale mit der Definition Heizseite /
Hybridseite. Die Rohrleitungen für die Wärmeverteilnetze sind bei Leitungsgrößen DN15 bis DN40 als
mittelschweres Gewinderohr nach DIN EN 10255 vorgesehen. Ab einer Nenngröße von DN50 sollen
nahtlose Rohrleitungen aus nahtlosem / geschweißtem Stahl nach DIN EN 10220 zum Einsatz
kommen. Anbindungen sind mit Stahlrohr auszuführen.
Die Kreisläufe hinter der Systemtrennung werden gem. VDI 2035 im salzarmen Betrieb gefahren. Die
Erstbefüllung der drei Kreisläufe 1 x primär und 2 x sekundär erfolgt mit vollentsalztem Wasser über
eine mobile Füllanlage. Für die Nachfüllung wird ein installierter Mischbett Patronenaustauscher mit
einer kleinen Entsalzungspatrone und eine Nachfüllarmatur mit Systemtrenner eingesetzt.
KGR 423 Raumheizflächen
Die Heizlastberechnung erfolgt nach DIN EN 12831 auf der Grundlage der gültigen EnEV. Die
Auslegung der Raumtemperaturen erfolgt nach Vereinbarung mit dem Auftraggeber. Räume bis 80 W
Heizlast erhalten keine Heizflächen.
Die Beheizung der Nebenräume erfolgt über statische Heizflächen durch Plattenheizkörper, in WC Bereichen mit Hygieneausführung. Die Wärmeleistung der Heizkörper entspricht der DIN EN 442. Die Heizkörper werden mit voreinstellbarem Thermostatventil montiert. Jeder Heizkörper ist für sich
demontierbar und erhält einen mittig angeordneten absperrbaren Hahnblock als Wandanschluss. Alle
statischen Heizflächen sind für einen Betriebsdruck von 10 bar geeignet.
In den Bereichen Zoll, Securitydesk und Seemannsmission sind Absperrungen mit Zählerpassstücken
vorgesehen.
Im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss sind Flächentemperierungen geplant, welche sowohl heizen als
auch kühlen können. Da die Kühlleistung die gesamte Kühllast nicht abdeckt, wird ein Teil der
abzuführenden Leistung über die Lüftung abgefahren.