Entwicklung eines dynamischen, intermodalen Verkehrsinformationsystems für den Ballungsraum Frankfurt Rhein-Main. Die Stadt Frankfurt am Main und ihre Aufgabenträgerorganisation traffiQ (AG) haben das Ziel, die Mobilität der Bevölkerung trotz wachsenden Verkehrsaufkommens im Ballungsraum Frankfurt Rhein-Main nachhaltig sicherzustellen. Dabei steht neben einem flüssigen Verkehrsablauf vor allem die Förderung der umweltfreundlichen Abwicklung des Mobilitätsbedarfs der Bevölkerung im Vordergrund. Mit dem Projekt DIVIS (Dynamisches Intermodales VerkehrsInformationsSystem) strebt der AG die technische und organisatorische Verknüpfung aller Verkehrsträger im Ballungsraum Frankfurt Rhein-Main an. DIVIS soll dabei Informationen bereits existierender ÖV- und IV-Systeme zusammenführen und sowohl Daten als auch Informationen entlang vorhandener und neuer öffentlicher Leitstrategien und Maßnahmen verknüpfen. Dabei ist es Ziel von DIVIS, bei gleichzeitiger Empfehlung attraktiver und zuverlässiger intermodaler und dynamischer Routen für die Reisenden, vorhandene Verkehrsinformationen sowohl im Regelbetrieb als auch in Störfallsituationen effizient an den Fahrgast zu übermitteln. Hier arbeitet der Vorhabensträger eng mit der Integrierten Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt Rhein-Main GmbH (IVM), der Universität Frankfurt sowie weiterer regionaler Akteure zusammen, um eine weitreichende Wirkung von DIVIS in der Region nachhaltig sicherzustellen. DIVIS muss daher zum einen offen für jeglichen potenziellen Datenlieferanten sein, der einen Beitrag zu multi- und intermodaler Verkehrsinformation leisten kann. Auf der anderen Seite soll DIVIS die Informationsverteilung vereinfachen. Flächige Verkehrsdaten und die Möglichkeit der flächigen Versorgung der Reisenden mit aktuellen Informationen vor, während und auch nach der Reise; beides zeichnen DIVIS aus. Gegenstand der Ausschreibung ist die Erstellung eines dynamischen, intermodalen Verkehrsinformationssystems für den Ballungsraum Frankfurt Rhein-Main nach den fachlichen und technischen Vorgaben des Auftraggebers. Maximal drei Bewerber haben ab Januar 2011 vier Monate Zeit ihre Testumgebungen aufzubauen. Nach intensiven Werbekampagnen des AG sollen die Testumgebungen während des Hessentags 2011 (10.6 - 19.6.2011) in Oberursel und der Frauenfußball-WM 2011 (26.6.-17.7.2011) in Frankfurt am Main in den Fokus der Öffentlichkeit rücken und auch noch darüber hinaus allen Bürgern und Besuchern des Ballungsraums Franfurt Rhein-Main zur Verfügung stehen. Der AG wird den maximal 3 ausgewählten Bewerbern im Vorfeld der Implementierung (etwa Mitte Dezember 2010) ein Datenkonzept für die Testumgebung sowie eine Auswahl innovativer Anwendungsfälle aus dem Bereich intermodaler Auskünfte zur Verfügung stellen. Auf Basis vorhandener Soll- und Echtzeitdaten soll der Bieter ein System bereitstellen, das multi- und intermodale Auskünfte berechnen kann. Der Bieter soll nach den Vorgaben des AG innovative Anwendungsfälle durch sein System realisieren. In enger Abstimmung mit dem Bewerber wird festgelegt, welche innovativen Anwendungsfälle innerhalb des Budgetrahmens für die Testumgebung umgesetzt und in die individuellen Informationssysteme eingebunden werden können. Die innovativen Anwendungsfälle bauen letztlich auf der verkehrlichen Verknüpfung folgender zu beauskunftender Verkehrsmittel auf: — IV: Motorisierter IV, Rad-, Fußverkehr, — ÖV: ÖV (Nah-, Regional- und Fernverkehr), Taxi, Bike Sharing, — Sowie Informationen zu POI und OOI, Wetter, Veranstaltungen sowie den persönlichen Referenzen der Nutzer sollen in die Auskunft einfließen und bei der Empfehlung von Routenempfehlungen berücksichtigt werden, — Optional steht es dem Bieter frei, weitere verkehrliche Informationen zu beauskunften, wenn ihm die entsprechenden Daten für die Testumgebung vorliegen. Der AG wird für die individuellen (mobile Lösungen für die verschiedenen Betriebssysteme mobiler Endgeräte, Web-Anwendungen) und kollektiven Informationsmedien, wie stationäre Anzeiger, dynamische Wegweiser etc., Frontend-Systeme zur Verfügung stellen. Der Bewerber muss diese Systeme über eine Schnittstelle anbinden und darüber mit Daten versorgen. Eine detaillierte Beschreibung zur geforderten Testumgebung wird nach Bewertung der Teilnahmeanträge an die maximal 3 Bewerber versendet und im Rahmen von Bewerbergesprächen im Dezember 2010 besprochen. Die ausgeschriebene Leistung umfasst die Erstellung und den technischen Betrieb eines dynamischen, intermodalen Verkehrsinformationssystems für den Ballungsraum Frankfurt Rhein-Main. Der Bewerber mit dem besten Angebot erhält den Zuschlag Ende 2011. Aufbauend auf der Testumgebung und einem umfassenden Datenkonzept muss das System in der Lage sein, im Vergleich zur Testumgebung deutlich mehr Informationen zu verarbeiten und breit zustellen. Der Bieter gewährleistet durch einen modularen Aufbau des Systems die Integration der im umfassenden Datenkonzept vorgesehenen Daten in die Systemfunktionen. Die Performance des Systems darf nicht durch die Integration dieser und weiterer Informationen eingeschränkt werden. Ebenso muss das System in der Lage sein, bei Aktualisierung und Erweiterung der Kartengrundlage den Systembetreiber zu unterstützen. Das System muss unabhängig vom Umfang, Größe und Detaillierungsgrad der Kartengrundlage und der vorhandenen Daten funktionieren. Weiterhin behält sich der AG vor, durch den Bieter einen Frontend als mobile Lösungen für die verschiedenen Betriebssysteme mobiler Endgeräte sowie für die Web-Anwendungen nach den Vorgaben des AG erstellen zu lassen. Für das System wird durch den AG ein Betreibermodell erarbeitet. Für den technischen Support des Systems ist der Bieter, der den Zuschlag erhält, zuständig. Abweichend von der Regelung für die Testumgebung wird nicht ausgeschlossen, dass der Bieter für den inhaltlichen Support des Hauptssystems beauftragt werden kann. In jedem Fall stellt der Bieter dem Betreiber zur vollständigen inhaltlichen Pflege einen browserbasierter Systemzugang (Standardbrowser) für textliche, graphische, kartographische und photovisuelle Informationen zur Verfügung. Dieser Zugang soll es ermöglichen, öffentliche Strategien (Regeln) aus dem Verkehrsmanagement bei der Auskunft zu berücksichtigen, zu aktualisieren und in Echtzeit zu verändern. Die innovativen Anwendungsfälle für das Hauptsystem sind umfangreicher als für das Testsystem und werden im Rahmen der Leistungsbeschreibung detaillierter spezifiziert. Im Hauptsystem sollen grundsätzlich alle Verkehrsmittel im Ballungsraum Frankfurt Rhein-Main beauskunftet werden. Später müssen auch neue Verkehrsangebote integrierbar sein. — IV: Motorisierter IV, Rad-, Fußverkehr, — ÖV: ÖV (Nah-, Regional- und Fernverkehr), Taxi, Velotaxi, Bike Sharing, Car Sharing / Autovermietung, Mitfahrgelegenheit, Flugzeug, Schiffsverkehr, — Sowie Informationen zu POI und OOI, Wetter, Veranstaltungen sowie den persönlichen Referenzen der Nutzer sollen in die Auskunft einfließen und bei der Empfehlung von Routenempfehlungen berücksichtigt werden. Das System muss in der Lage sein, sowohl einem anonymen als auch einem personalisierten Systemnutzer detaillierte Informationen zu seiner Reisekette entsprechend seines Informationsbedürfnisses bereitzustellen. Dies betrifft insbesondere Umsteigepunkte zwischen Verkehrsmitteln sowie den Weg zum Verkehrsmittel und den Weg vom Verkehrsmittel zum Zielpunkt entsprechend der Nutzeranfrage und Nutzeranforderungen als passgenaue Information. Es steht dem Systemnutzer frei, Informationen in textlicher, graphischer, kartographischer und/oder photovisueller Hinsicht zu beziehen. Neben einem Auskunftsdienst, der eine intermodale Verbindungsauskunft auf Basis von Soll- und Echtzeitdaten, die Anzeige der aktuellen und prognostizierten Verkehrslage einzelner Verkehrsmittel im Gesamtnetz sowie auf bestimmten Routen und die das Monitoring der Fahrt eines Verkehrsteilnehmers beinhaltet, soll dem Systemnutzer auch die Möglichkeit gegeben werden, selber Meldungen über (gestörte) Verkehrsinfrastrukturen in das System einzupflegen. In personalisierter Form kann der Nutzer neben seinen persönlichen Präferenzen der Verkehrsmittel- und Steckenwahl auch seine bereits durchgeführten Wege analysieren. Weitere Details zum Hauptsystem werden in der o.g. Leistungsbeschreibung spezifiziert.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2010-11-12.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2010-10-14.
Auftragsbekanntmachung (2010-10-12) Objekt Umfang der Beschaffung
Titel: Software-Entwicklung
Volltext:
Entwicklung eines dynamischen, intermodalen Verkehrsinformationsystems für den Ballungsraum Frankfurt Rhein-Main. Die Stadt Frankfurt am Main und ihre Aufgabenträgerorganisation traffiQ (AG) haben das Ziel, die Mobilität der Bevölkerung trotz wachsenden Verkehrsaufkommens im Ballungsraum Frankfurt Rhein-Main nachhaltig sicherzustellen. Dabei steht neben einem flüssigen Verkehrsablauf vor allem die Förderung der umweltfreundlichen Abwicklung des Mobilitätsbedarfs der Bevölkerung im Vordergrund. Mit dem Projekt DIVIS (Dynamisches Intermodales VerkehrsInformationsSystem) strebt der AG die technische und organisatorische Verknüpfung aller Verkehrsträger im Ballungsraum Frankfurt Rhein-Main an. DIVIS soll dabei Informationen bereits existierender ÖV- und IV-Systeme zusammenführen und sowohl Daten als auch Informationen entlang vorhandener und neuer öffentlicher Leitstrategien und Maßnahmen verknüpfen. Dabei ist es Ziel von DIVIS, bei gleichzeitiger Empfehlung attraktiver und zuverlässiger intermodaler und dynamischer Routen für die Reisenden, vorhandene Verkehrsinformationen sowohl im Regelbetrieb als auch in Störfallsituationen effizient an den Fahrgast zu übermitteln. Hier arbeitet der Vorhabensträger eng mit der Integrierten Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt Rhein-Main GmbH (IVM), der Universität Frankfurt sowie weiterer regionaler Akteure zusammen, um eine weitreichende Wirkung von DIVIS in der Region nachhaltig sicherzustellen. DIVIS muss daher zum einen offen für jeglichen potenziellen Datenlieferanten sein, der einen Beitrag zu multi- und intermodaler Verkehrsinformation leisten kann. Auf der anderen Seite soll DIVIS die Informationsverteilung vereinfachen. Flächige Verkehrsdaten und die Möglichkeit der flächigen Versorgung der Reisenden mit aktuellen Informationen vor, während und auch nach der Reise; beides zeichnen DIVIS aus. Gegenstand der Ausschreibung ist die Erstellung eines dynamischen, intermodalen Verkehrsinformationssystems für den Ballungsraum Frankfurt Rhein-Main nach den fachlichen und technischen Vorgaben des Auftraggebers. Maximal drei Bewerber haben ab Januar 2011 vier Monate Zeit ihre Testumgebungen aufzubauen. Nach intensiven Werbekampagnen des AG sollen die Testumgebungen während des Hessentags 2011 (10.6 - 19.6.2011) in Oberursel und der Frauenfußball-WM 2011 (26.6.-17.7.2011) in Frankfurt am Main in den Fokus der Öffentlichkeit rücken und auch noch darüber hinaus allen Bürgern und Besuchern des Ballungsraums Franfurt Rhein-Main zur Verfügung stehen. Der AG wird den maximal 3 ausgewählten Bewerbern im Vorfeld der Implementierung (etwa Mitte Dezember 2010) ein Datenkonzept für die Testumgebung sowie eine Auswahl innovativer Anwendungsfälle aus dem Bereich intermodaler Auskünfte zur Verfügung stellen. Auf Basis vorhandener Soll- und Echtzeitdaten soll der Bieter ein System bereitstellen, das multi- und intermodale Auskünfte berechnen kann. Der Bieter soll nach den Vorgaben des AG innovative Anwendungsfälle durch sein System realisieren. In enger Abstimmung mit dem Bewerber wird festgelegt, welche innovativen Anwendungsfälle innerhalb des Budgetrahmens für die Testumgebung umgesetzt und in die individuellen Informationssysteme eingebunden werden können. Die innovativen Anwendungsfälle bauen letztlich auf der verkehrlichen Verknüpfung folgender zu beauskunftender Verkehrsmittel auf: — IV: Motorisierter IV, Rad-, Fußverkehr, — ÖV: ÖV (Nah-, Regional- und Fernverkehr), Taxi, Bike Sharing, — Sowie Informationen zu POI und OOI, Wetter, Veranstaltungen sowie den persönlichen Referenzen der Nutzer sollen in die Auskunft einfließen und bei der Empfehlung von Routenempfehlungen berücksichtigt werden, — Optional steht es dem Bieter frei, weitere verkehrliche Informationen zu beauskunften, wenn ihm die entsprechenden Daten für die Testumgebung vorliegen. Der AG wird für die individuellen (mobile Lösungen für die verschiedenen Betriebssysteme mobiler Endgeräte, Web-Anwendungen) und kollektiven Informationsmedien, wie stationäre Anzeiger, dynamische Wegweiser etc., Frontend-Systeme zur Verfügung stellen. Der Bewerber muss diese Systeme über eine Schnittstelle anbinden und darüber mit Daten versorgen. Eine detaillierte Beschreibung zur geforderten Testumgebung wird nach Bewertung der Teilnahmeanträge an die maximal 3 Bewerber versendet und im Rahmen von Bewerbergesprächen im Dezember 2010 besprochen. Die ausgeschriebene Leistung umfasst die Erstellung und den technischen Betrieb eines dynamischen, intermodalen Verkehrsinformationssystems für den Ballungsraum Frankfurt Rhein-Main. Der Bewerber mit dem besten Angebot erhält den Zuschlag Ende 2011. Aufbauend auf der Testumgebung und einem umfassenden Datenkonzept muss das System in der Lage sein, im Vergleich zur Testumgebung deutlich mehr Informationen zu verarbeiten und breit zustellen. Der Bieter gewährleistet durch einen modularen Aufbau des Systems die Integration der im umfassenden Datenkonzept vorgesehenen Daten in die Systemfunktionen. Die Performance des Systems darf nicht durch die Integration dieser und weiterer Informationen eingeschränkt werden. Ebenso muss das System in der Lage sein, bei Aktualisierung und Erweiterung der Kartengrundlage den Systembetreiber zu unterstützen. Das System muss unabhängig vom Umfang, Größe und Detaillierungsgrad der Kartengrundlage und der vorhandenen Daten funktionieren. Weiterhin behält sich der AG vor, durch den Bieter einen Frontend als mobile Lösungen für die verschiedenen Betriebssysteme mobiler Endgeräte sowie für die Web-Anwendungen nach den Vorgaben des AG erstellen zu lassen. Für das System wird durch den AG ein Betreibermodell erarbeitet. Für den technischen Support des Systems ist der Bieter, der den Zuschlag erhält, zuständig. Abweichend von der Regelung für die Testumgebung wird nicht ausgeschlossen, dass der Bieter für den inhaltlichen Support des Hauptssystems beauftragt werden kann. In jedem Fall stellt der Bieter dem Betreiber zur vollständigen inhaltlichen Pflege einen browserbasierter Systemzugang (Standardbrowser) für textliche, graphische, kartographische und photovisuelle Informationen zur Verfügung. Dieser Zugang soll es ermöglichen, öffentliche Strategien (Regeln) aus dem Verkehrsmanagement bei der Auskunft zu berücksichtigen, zu aktualisieren und in Echtzeit zu verändern. Die innovativen Anwendungsfälle für das Hauptsystem sind umfangreicher als für das Testsystem und werden im Rahmen der Leistungsbeschreibung detaillierter spezifiziert. Im Hauptsystem sollen grundsätzlich alle Verkehrsmittel im Ballungsraum Frankfurt Rhein-Main beauskunftet werden. Später müssen auch neue Verkehrsangebote integrierbar sein. — IV: Motorisierter IV, Rad-, Fußverkehr, — ÖV: ÖV (Nah-, Regional- und Fernverkehr), Taxi, Velotaxi, Bike Sharing, Car Sharing / Autovermietung, Mitfahrgelegenheit, Flugzeug, Schiffsverkehr, — Sowie Informationen zu POI und OOI, Wetter, Veranstaltungen sowie den persönlichen Referenzen der Nutzer sollen in die Auskunft einfließen und bei der Empfehlung von Routenempfehlungen berücksichtigt werden. Das System muss in der Lage sein, sowohl einem anonymen als auch einem personalisierten Systemnutzer detaillierte Informationen zu seiner Reisekette entsprechend seines Informationsbedürfnisses bereitzustellen. Dies betrifft insbesondere Umsteigepunkte zwischen Verkehrsmitteln sowie den Weg zum Verkehrsmittel und den Weg vom Verkehrsmittel zum Zielpunkt entsprechend der Nutzeranfrage und Nutzeranforderungen als passgenaue Information. Es steht dem Systemnutzer frei, Informationen in textlicher, graphischer, kartographischer und/oder photovisueller Hinsicht zu beziehen. Neben einem Auskunftsdienst, der eine intermodale Verbindungsauskunft auf Basis von Soll- und Echtzeitdaten, die Anzeige der aktuellen und prognostizierten Verkehrslage einzelner Verkehrsmittel im Gesamtnetz sowie auf bestimmten Routen und die das Monitoring der Fahrt eines Verkehrsteilnehmers beinhaltet, soll dem Systemnutzer auch die Möglichkeit gegeben werden, selber Meldungen über (gestörte) Verkehrsinfrastrukturen in das System einzupflegen. In personalisierter Form kann der Nutzer neben seinen persönlichen Präferenzen der Verkehrsmittel- und Steckenwahl auch seine bereits durchgeführten Wege analysieren. Weitere Details zum Hauptsystem werden in der o.g. Leistungsbeschreibung spezifiziert.
Entwicklung eines dynamischen, intermodalen Verkehrsinformationsystems für den Ballungsraum Frankfurt Rhein-Main. Die Stadt Frankfurt am Main und ihre Aufgabenträgerorganisation traffiQ (AG) haben das Ziel, die Mobilität der Bevölkerung trotz wachsenden Verkehrsaufkommens im Ballungsraum Frankfurt Rhein-Main nachhaltig sicherzustellen. Dabei steht neben einem flüssigen Verkehrsablauf vor allem die Förderung der umweltfreundlichen Abwicklung des Mobilitätsbedarfs der Bevölkerung im Vordergrund. Mit dem Projekt DIVIS (Dynamisches Intermodales VerkehrsInformationsSystem) strebt der AG die technische und organisatorische Verknüpfung aller Verkehrsträger im Ballungsraum Frankfurt Rhein-Main an. DIVIS soll dabei Informationen bereits existierender ÖV- und IV-Systeme zusammenführen und sowohl Daten als auch Informationen entlang vorhandener und neuer öffentlicher Leitstrategien und Maßnahmen verknüpfen. Dabei ist es Ziel von DIVIS, bei gleichzeitiger Empfehlung attraktiver und zuverlässiger intermodaler und dynamischer Routen für die Reisenden, vorhandene Verkehrsinformationen sowohl im Regelbetrieb als auch in Störfallsituationen effizient an den Fahrgast zu übermitteln. Hier arbeitet der Vorhabensträger eng mit der Integrierten Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt Rhein-Main GmbH (IVM), der Universität Frankfurt sowie weiterer regionaler Akteure zusammen, um eine weitreichende Wirkung von DIVIS in der Region nachhaltig sicherzustellen. DIVIS muss daher zum einen offen für jeglichen potenziellen Datenlieferanten sein, der einen Beitrag zu multi- und intermodaler Verkehrsinformation leisten kann. Auf der anderen Seite soll DIVIS die Informationsverteilung vereinfachen. Flächige Verkehrsdaten und die Möglichkeit der flächigen Versorgung der Reisenden mit aktuellen Informationen vor, während und auch nach der Reise; beides zeichnen DIVIS aus. Gegenstand der Ausschreibung ist die Erstellung eines dynamischen, intermodalen Verkehrsinformationssystems für den Ballungsraum Frankfurt Rhein-Main nach den fachlichen und technischen Vorgaben des Auftraggebers. Maximal drei Bewerber haben ab Januar 2011 vier Monate Zeit ihre Testumgebungen aufzubauen. Nach intensiven Werbekampagnen des AG sollen die Testumgebungen während des Hessentags 2011 (10.6 - 19.6.2011) in Oberursel und der Frauenfußball-WM 2011 (26.6.-17.7.2011) in Frankfurt am Main in den Fokus der Öffentlichkeit rücken und auch noch darüber hinaus allen Bürgern und Besuchern des Ballungsraums Franfurt Rhein-Main zur Verfügung stehen. Der AG wird den maximal 3 ausgewählten Bewerbern im Vorfeld der Implementierung (etwa Mitte Dezember 2010) ein Datenkonzept für die Testumgebung sowie eine Auswahl innovativer Anwendungsfälle aus dem Bereich intermodaler Auskünfte zur Verfügung stellen. Auf Basis vorhandener Soll- und Echtzeitdaten soll der Bieter ein System bereitstellen, das multi- und intermodale Auskünfte berechnen kann. Der Bieter soll nach den Vorgaben des AG innovative Anwendungsfälle durch sein System realisieren. In enger Abstimmung mit dem Bewerber wird festgelegt, welche innovativen Anwendungsfälle innerhalb des Budgetrahmens für die Testumgebung umgesetzt und in die individuellen Informationssysteme eingebunden werden können. Die innovativen Anwendungsfälle bauen letztlich auf der verkehrlichen Verknüpfung folgender zu beauskunftender Verkehrsmittel auf: — IV: Motorisierter IV, Rad-, Fußverkehr, — ÖV: ÖV (Nah-, Regional- und Fernverkehr), Taxi, Bike Sharing, — Sowie Informationen zu POI und OOI, Wetter, Veranstaltungen sowie den persönlichen Referenzen der Nutzer sollen in die Auskunft einfließen und bei der Empfehlung von Routenempfehlungen berücksichtigt werden, — Optional steht es dem Bieter frei, weitere verkehrliche Informationen zu beauskunften, wenn ihm die entsprechenden Daten für die Testumgebung vorliegen. Der AG wird für die individuellen (mobile Lösungen für die verschiedenen Betriebssysteme mobiler Endgeräte, Web-Anwendungen) und kollektiven Informationsmedien, wie stationäre Anzeiger, dynamische Wegweiser etc., Frontend-Systeme zur Verfügung stellen. Der Bewerber muss diese Systeme über eine Schnittstelle anbinden und darüber mit Daten versorgen. Eine detaillierte Beschreibung zur geforderten Testumgebung wird nach Bewertung der Teilnahmeanträge an die maximal 3 Bewerber versendet und im Rahmen von Bewerbergesprächen im Dezember 2010 besprochen. Die ausgeschriebene Leistung umfasst die Erstellung und den technischen Betrieb eines dynamischen, intermodalen Verkehrsinformationssystems für den Ballungsraum Frankfurt Rhein-Main. Der Bewerber mit dem besten Angebot erhält den Zuschlag Ende 2011. Aufbauend auf der Testumgebung und einem umfassenden Datenkonzept muss das System in der Lage sein, im Vergleich zur Testumgebung deutlich mehr Informationen zu verarbeiten und breit zustellen. Der Bieter gewährleistet durch einen modularen Aufbau des Systems die Integration der im umfassenden Datenkonzept vorgesehenen Daten in die Systemfunktionen. Die Performance des Systems darf nicht durch die Integration dieser und weiterer Informationen eingeschränkt werden. Ebenso muss das System in der Lage sein, bei Aktualisierung und Erweiterung der Kartengrundlage den Systembetreiber zu unterstützen. Das System muss unabhängig vom Umfang, Größe und Detaillierungsgrad der Kartengrundlage und der vorhandenen Daten funktionieren. Weiterhin behält sich der AG vor, durch den Bieter einen Frontend als mobile Lösungen für die verschiedenen Betriebssysteme mobiler Endgeräte sowie für die Web-Anwendungen nach den Vorgaben des AG erstellen zu lassen. Für das System wird durch den AG ein Betreibermodell erarbeitet. Für den technischen Support des Systems ist der Bieter, der den Zuschlag erhält, zuständig. Abweichend von der Regelung für die Testumgebung wird nicht ausgeschlossen, dass der Bieter für den inhaltlichen Support des Hauptssystems beauftragt werden kann. In jedem Fall stellt der Bieter dem Betreiber zur vollständigen inhaltlichen Pflege einen browserbasierter Systemzugang (Standardbrowser) für textliche, graphische, kartographische und photovisuelle Informationen zur Verfügung. Dieser Zugang soll es ermöglichen, öffentliche Strategien (Regeln) aus dem Verkehrsmanagement bei der Auskunft zu berücksichtigen, zu aktualisieren und in Echtzeit zu verändern. Die innovativen Anwendungsfälle für das Hauptsystem sind umfangreicher als für das Testsystem und werden im Rahmen der Leistungsbeschreibung detaillierter spezifiziert. Im Hauptsystem sollen grundsätzlich alle Verkehrsmittel im Ballungsraum Frankfurt Rhein-Main beauskunftet werden. Später müssen auch neue Verkehrsangebote integrierbar sein. — IV: Motorisierter IV, Rad-, Fußverkehr, — ÖV: ÖV (Nah-, Regional- und Fernverkehr), Taxi, Velotaxi, Bike Sharing, Car Sharing / Autovermietung, Mitfahrgelegenheit, Flugzeug, Schiffsverkehr, — Sowie Informationen zu POI und OOI, Wetter, Veranstaltungen sowie den persönlichen Referenzen der Nutzer sollen in die Auskunft einfließen und bei der Empfehlung von Routenempfehlungen berücksichtigt werden. Das System muss in der Lage sein, sowohl einem anonymen als auch einem personalisierten Systemnutzer detaillierte Informationen zu seiner Reisekette entsprechend seines Informationsbedürfnisses bereitzustellen. Dies betrifft insbesondere Umsteigepunkte zwischen Verkehrsmitteln sowie den Weg zum Verkehrsmittel und den Weg vom Verkehrsmittel zum Zielpunkt entsprechend der Nutzeranfrage und Nutzeranforderungen als passgenaue Information. Es steht dem Systemnutzer frei, Informationen in textlicher, graphischer, kartographischer und/oder photovisueller Hinsicht zu beziehen. Neben einem Auskunftsdienst, der eine intermodale Verbindungsauskunft auf Basis von Soll- und Echtzeitdaten, die Anzeige der aktuellen und prognostizierten Verkehrslage einzelner Verkehrsmittel im Gesamtnetz sowie auf bestimmten Routen und die das Monitoring der Fahrt eines Verkehrsteilnehmers beinhaltet, soll dem Systemnutzer auch die Möglichkeit gegeben werden, selber Meldungen über (gestörte) Verkehrsinfrastrukturen in das System einzupflegen. In personalisierter Form kann der Nutzer neben seinen persönlichen Präferenzen der Verkehrsmittel- und Steckenwahl auch seine bereits durchgeführten Wege analysieren. Weitere Details zum Hauptsystem werden in der o.g. Leistungsbeschreibung spezifiziert.
Ort der Leistung Frankfurt am Main, Kreisfreie Stadt🏙️ Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Dienstleistungsauftrag
Verordnung: Europäische Gemeinschaften
Originalsprache: Deutsch 🗣️
Verfahren
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot
Angebotsart: Gesamtangebot
Art des öffentlichen Auftraggebers: Andere
Haupttätigkeit: Sonstiges
Öffentlicher Auftraggeber Identität
Name des öffentlichen Auftraggebers: traffiQ Lokale Nahverkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH
Land: Deutschland 🇩🇪 Kontakt
Internetadresse: http://www.traffiQ.de🌏