Unternehmens- und Managementberatung

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Geschäftsstelle Erster Engagementbericht. Zweckwidmung. Die Bundesregierung/das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) beabsichtigt, in dieser Legislaturperiode den Ersten Engagementbericht vorzulegen. Eine entsprechende Beauftragung ergibt sich aus dem Beschluss des Deutschen Bundestages vom 19.3.2009. Der Bericht soll - auf einen Schwerpunkt konzentriert - die Entwicklung des bürgerschaftlichen Engagements darstellen. Dabei soll der Stand der Engagementpolitik einschließlich der politischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des bürgerschaftlichen Engagements in Deutschland berücksichtigt werden. Der Bericht soll Grundlage für notwendige politische Entscheidungen sein, Perspektiven erschließen und Handlungsempfehlungen zur Entwicklung einer nachhaltigen Engagementpolitik geben. Als Schwerpunkt des Ersten Engagementberichtes wurde „Bürgerschaftliches Engagement von Unternehmen“ festgelegt. Der Bericht soll von einer noch einzusetzenden Sachverständigenkommission verantwortet werden. Diese wird sich aus Wissenschaftlern/innen, Vertretern/innen der Stakeholder, der Unternehmen sowie der Arbeitnehmer/innen zusammensetzen. Die Bundesregierung erarbeitet zum Bericht der Sachverständigenkommission eine Stellungnahme und legt beide Teile als Ersten Engagementbericht im Frühjahr 2012 dem Bundestag vor. Der Bericht soll schon während seiner Erarbeitung in der Öffentlichkeit und Fachwelt kommuniziert werden. Ab Oktober 2010 soll eine Geschäftsstelle eingerichtet werden, die ihre Arbeit unverzüglich aufnehmen soll. Diese soll die Sachverständigenkommission umfassend unterstützen. Die Einrichtung und Betreibung der Geschäftsstelle durch einen geeigneten Träger/eine Trägergemeinschaft ist Zweck dieser Ausschreibung. Aufgaben der Geschäftsstelle. Zentrale Aufgabe der Geschäftsstelle ist es, die Sachverständigenkommission beim Prozess der Berichtserstellung zu begleiten, umfassend, zuverlässig und auf hohem fachlichen Niveau inhaltlich und administrativ zu unterstützen sowie Entwürfe der Berichtsfassungen zu erarbeiten, die von der Kommission zu unterschiedlichen Zeitpunkten beraten sowie endabgenommen werden. Die Geschäftsstelle koordiniert die Sitzungen der Kommission, organisiert Veranstaltungen und fungiert als Schnittstelle zwischen BMFSFJ und Kommission. Sie nimmt die Anregungen der Kommission und des Ministeriums auf und integriert sie in den Prozess der Berichtserstellung. Zu den Aufgaben der Geschäftsstelle gehören die Bereiche Inhaltliche Bearbeitung/Beratung/Koordination inklusive Öffentlichkeitsarbeit sowie Verwaltung/Organisation insbesondere in Abstimmung mit dem Kommissionsvorsitz. a) Die inhaltliche Bearbeitung/Beratung/Koordination umfasst: — Themenspezifische wissenschaftliche Ausarbeitungen/Zuarbeiten, — Schaffung einer Primärempirie und sekundär-statistische Analysen, — qualitative Fallstudien, — Recherchen, insbesondere Literaturrecherchen, — Vortrag/Einbringung eigener wissenschaftlicher Arbeiten/Beiträge/Konzepte (z.B. für Analysen, Recherchen, Veranstaltungen, Hearings, Anhörungen), — inhaltliche Vorbereitung, Durchführung und Teilnahme an Kommissionssitzungen sowie Nachbereitung, — Expertisenvorschläge, — Berichte über Sachstand und Ergebnisse der Kommissionsarbeit an das BMFSFJ, — redaktionelle Zuarbeiten und Textbeiträge, — Konzept, Redaktion und Korrektur von Veröffentlichungen, — Erarbeitung von Kurzfassungen des Berichts in Deutsch und in Englisch in gedruckter und in elektronischer internettauglicher Form unter Beachtung des Corporate Design der Bundesregierung, — Publikation des Berichts (Bericht, Zwischenergebnisse, Expertisen) inklusive Herstellung der endkorrigierten und druckfertigen Fassung, — Kommunikationskonzept, — Nachbereitende Kommunikation des veröffentlichten Berichts (z.B. Fachtagung), — Entwürfe für Beantwortungen von (journalistischen) Anfragen und für andere Bereiche der Öffentlichkeitsarbeit. b) Die Verwaltung/Organisation umfasst: — Gesamtmittelverwaltung des Projekthaushaltes/Projektcontrolling, — Reise- und Tagungskostenverwaltung und -abwicklung für Geschäftsstelle und Sachverständigenkommission (Die Bezahlung der Kosten erfolgt aus dem unter Punkt II.2.1. genannten Gesamtwert), — Abwicklung Honorarkosten der Sachverständigenkommission (Die Bezahlung der Honorarkosten erfolgt aus dem unter Punkt II.2.1 genannten Gesamtwert), — Vergaben (z.B. Expertisen, freihändige Vergaben), — Projekt-Datenverwaltung und Aktenführung, — Adressverwaltung für Geschäftsstelle und Sachverständigenkommission, — Sicherstellung einer elektronischen Dokumentenübergabe bei Projektende, — administrative Abwicklung von Veröffentlichungen im Zusammenhang mit Bericht (Zwischenergebnisse, eigentlicher Bericht, Expertisen), — Unterstützungsarbeiten für Kommission und einzelne Kommissionsmitglieder, — Vorbereitung, Durchführung von Kommissionssitzungen (auch an wechselnden Tagungsorten) mit Nachbereitung, — erstellen, versenden, dokumentieren der Sitzungsprotokolle, — Vorbereitung und Durchführung von Befragungen, Anhörungen, Ad-hoc-Treffen, Workshops u.ä. (auch an wechselnden Tagungsorten) mit Nachbereitung, — Vorbereitung und Organisation von Veranstaltungen mit Nachbereitung, — Terminkoordination, — Funktion der Ansprechstelle für Sachverständige und BMFSFJ. Anforderungen an den Auftragnehmer/die Auftragnehmer. Die Geschäftsstelle verfügt über ein eigenständiges wissenschaftliches Profil, einschlägige Kompetenz in Forschung und Wissensmanagement zum Thema und angrenzenden Wissenschafts- und Forschungsbereichen. Erwartet werden Kenntnisse hinsichtlich der internationalen Forschung und der aktuellen Statistiken auf diesem Gebiet. Die Fähigkeit zur Kommunikation mit dem politischen und fachlichen Umfeld wird vorausgesetzt ebenso wie Abstimmung und kontinuierlicher Austausch über Vorgehensweisen und Ergebnisse mit BMFSFJ und Sachverständigenkommission. Es muss gewährleistet sein, dass der/die Auftragnehmer die wissenschaftlichen Erkenntnisse in einer allgemeinverständlichen und für eine breitere Öffentlichkeit interessanten Weise darstellen und vermitteln kann/können. Folgende konkrete wissenschaftliche Anforderungen werden gestellt: — Interdisziplinarität. Der/die Auftragnehmer sollte/n ein breites interdisziplinäres Kompetenzspektrum aufweisen. Von besonderer Bedeutung sind einerseits sozialwissenschaftliche Kompetenzen, vorzugsweise aus dem Bereich der Soziologie und/oder Politikwissenschaft und andererseits wirtschaftswissenschaftliche Kompetenzen, insbesondere im Bereich der Volkswirtschaftslehre. Erwartet wird von dem/den Auftragnehmer/n eine fundierte sozialwissenschaftliche Fachkompetenz in den Themenfeldern bürgerschaftliches Engagement von Individuen und Organisationen, speziell von Unternehmen. In diesem Kontext wird eine entsprechende sozialwissenschaftliche Expertise zu engagementpolitisch relevanten Kernbereichen des BMFSFJ und den zentralen Querschnittsthemen vorausgesetzt (z. B. bildungs- oder freizeitwissenschaftliche Kompetenzen, um die engagementpolitische Bedeutung unternehmerischer Aktivitäten im Schulsystem oder im Freizeitbereich zu erfassen). Erwartet wird von dem/den Auftragnehmer/n eine wirtschaftswissenschaftlich-institutionenökonomische Expertise zu Regelbildungen zwischen Markt und Staat als grundlegendem Bestandteil für bürgerschaftliches Engagement von Unternehmen. Des weiteren sollte Expertise zu den wirtschaftsethischen Implikationen des gesellschaftlichen Engagements von Unternehmen vorhanden sein. Die Anschlussfähigkeit institutionenökonomischer Analyseergebnisse an die sozialwissenschaftliche Forschung zum bürgerschaftlichen und speziell unternehmerischen bürgerschaftlichen Engagement ist zu gewährleisten. — Methodenkompetenz. Ein wesentliches Merkmal des/der Antragsteller ist die hohe fachliche Methodenkompetenz im Bereich der empirischen Forschung. Erwartet werden sehr gute Kenntnisse und ein erfahrener Umgang mit quantitativen und qualitativen Verfahren der Datengenerierung und -auswertung. Dies gilt speziell für die Generierung und Analyse größerer Datensätze. Erwartet wird der Zugang zu einem Individualdatensatz, um eine eigenständige unternehmensbezogene Datenbasis zu generieren. Vorausgesetzt wird dabei die Beherrschung moderner quantitativer Analyseverfahren zur Primärdatenanalyse. Darüber hinaus sind Daten über gesellschafts- und engagementpolitische Positionen und Sichtweisen von Stakeholdern zum bürgerschaftlichen und unternehmerischen Engagement zu generieren. Dazu werden einschlägige Kenntnisse und Erfahrungen beim Umgang mit Methoden der qualitativen Sozialforschung vorausgesetzt. — Netzwerkkompetenz. Von der/n Auftragnehmer/n wird ein Kommunikationskonzept erwartet. Dies setzt Zugangsmöglichkeiten zu maßgeblichen Stakeholdern und Multiplikatoren (z.B. BBE, Landesnetzwerke bürgerschaftlichen Engagements) und zu gesellschaftlichen Gruppen im Dritten Sektor (z.B. bedeutende Verbände, Stiftungen, Nichtregierungsorganisationen, Medien) voraus. Zudem ist mit Blick auf den Schwerpunkt Corporate Citizenship ein vorhandener direkter Zugang zu Unternehmen, Betrieben und Unternehmensverbänden notwendige Bedingung für die erfolgreiche Erarbeitung des Berichts. Eine gute Vernetzung zu Unternehmen und Verbänden ist unabdingbar sowohl für die Gewinnung belastbarer Daten als auch für die Akzeptanz der im Engagementbericht erarbeiteten Handlungsempfehlungen. — Kommunikationskompetenz. Da bereits bei der Berichtserfassung ein Kommunikationskonzept für die Verbreitung der Ergebnisse über das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen zu verfolgen ist, werden eingespielte Kommunikationskanäle zu Öffentlichkeit und Unternehmen erwartet, da die Unternehmen als Adressaten des Schwerpunktes des Engagementberichtes eng eingebunden werden sollen, um die Umsetzung der zu erarbeitenden Empfehlungen zu erleichtern. Die kommunikative Begleitung der Kommissionsarbeit ist bereits während der laufenden Arbeiten sicherzustellen. Die Geschäftsstelle sollte entsprechend den beschriebenen Aufgabenblöcken personell (wiss. Leitung, wiss. Mitarbeit/Leitungsvertretung, Sachbearbeitung und Bürosachbearbeitung) und technisch-räumlich ausgestattet sein.

Deadline

Die Frist für den Eingang der Angebote war 2010-07-12. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2010-06-24.

Wer? Wie? Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2010-06-22 Auftragsbekanntmachung
2010-10-14 Bekanntmachung über vergebene Aufträge
Auftragsbekanntmachung (2010-06-22)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Titel: Unternehmens- und Managementberatung
Volltext:
“Geschäftsstelle Erster Engagementbericht. Zweckwidmung. Die Bundesregierung/das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)...”    Mehr anzeigen
Ort der Leistung
Berlin 🏙️
Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Dienstleistungsauftrag
Verordnung: Europäische Gemeinschaften, mit GPA-Beteiligung
Originalsprache: Deutsch 🗣️

Verfahren
Verfahrensart: Beschleunigtes Verhandlungsverfahren
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot
Angebotsart: Gesamtangebot
Art des öffentlichen Auftraggebers: Ministerium oder sonstige zentral- oder bundesstaatliche Behörde
Haupttätigkeit: Sonstiges

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Name des öffentlichen Auftraggebers: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Land: Deutschland 🇩🇪
Kontakt
Internetadresse: www.bmfsfj.de 🌏

Referenz
Daten
Veröffentlichungsdatum: 2010-06-24 📅
Absendedatum: 2010-06-22 📅
Einreichungsfrist: 2010-07-12 📅
Versanddatum der Vertragsunterlagen: 2010-07-08 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer (Legacy): 182057-2010
ABl. S-Ausgabe: 120/2010

Objekt
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Unternehmens- und Managementberatung 📦
Projektmanagement, außer Projektüberwachung von Bauarbeiten 📦
Projektgestaltung, außer Projektgestaltung von Bauarbeiten 📦
Entwurfsberatung 📦
Beratung im Bereich Öffentlichkeitsarbeit 📦
Veranstaltung von Ausstellungen, Messen und Kongressen 📦
Betriebsmittelverwaltung 📦
Quelle: OJS 2010/S 120-182057 (2010-06-22)
Bekanntmachung über vergebene Aufträge (2010-10-14)
Objekt
Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Vergebene Aufträge

Verfahren
Vergabekriterien
Nicht definiert
Angebotsart: Entfällt

Referenz
Daten
Veröffentlichungsdatum: 2010-10-19 📅
Absendedatum: 2010-10-14 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer (Legacy): 309083-2010
ABl. S-Ausgabe: 203/2010
Verweist auf Bekanntmachung: 182057-2010

Objekt
Zuschlagsdetails
Erteilter Auftrag: Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, an den der Auftrag vergeben wurde Humboldt-Universität zu Berlin (FORBE) Philippstr. 13, Haus 11 10115 Berlin DEUTSCHLAND
Quelle: OJS 2010/S 203-309083 (2010-10-14)