Sportstätten im demografischen Wandel
Ausgangslage:
Sportstätten und demografischer Wandel sind nicht nur für die relevanten Fachkreise von großer Bedeutung. Die Politik braucht Entscheidungsgrundlagen zur Bewertung der bestehenden Sportstätten und deren Neuausrichtung, um sachgerechte (Investitions-) Entscheidungen treffen zu können.
Es wird jedoch nirgends der Bedarf quantifiziert und/oder konkret gesagt, was zu tun ist. Ebenso können bisher weder Kosten oder konkrete weitere Anforderungen an die Leistungs- und Kostenträger (u. a. Kommunen und private Anbieter), in einer Mittelfristbetrachtung in Erfahrung gebracht werden.
Bisherige Publikationen beschränken sich auf die Aussagen „Es muss eine bessere Angebotsstruktur geschaffen werden“, „Sporthallen verlieren an Bedeutung“, „Wandelbare Sportstätten im Mittelpunkt der Planung“.
Der bisherige Umgang mit dem Thema besitzt die Schwerpunkte: „Trends und Veränderung im Sportverhalten älterer Personen“ und geht von der Aussage hin zu „verstärkte multifunktionale Ausrichtung“. Dies ist zweifelsohne ein wertvoller Einstieg in das Thema. Ebenso die allgemeine Entwicklung hin zu Generationen übergreifenden Sportartenangeboten wie z. B. Wandern, Walking, Radfahren, Golf, Wintersport. Besonders hervorzuheben ist hier, dass trotz der Flut an Trendsportarten seit den achtziger Jahren zu beobachten ist, dass aus der einen oder anderen ehemaligen Trendsportart auch eine Generationen übergreifende Sportart entsteht (z. B. Golf, Fitness, Inliner).
Unklar ist jedoch, inwiefern sich das bestehende Sportstättenangebot konkret verändern muss und welche Investitionen einerseits und mögliche Einsparungen andererseits zu erwarten sind. Ein Nebenergebnis wäre, dass durch ein altersgerechtes Sportstättenangebot und dessen Nutzung eine Stärkung der Gesundheit älterer Menschen erreicht würde.
Aufgaben/Ziele:
Bei dem Forschungsvorhaben ist von der Definition des Sports, wie sie allen bisherigen Untersuchungen des BMWi und des BISp zugrunde gelegt wird (Definition der Universität Mainz mit 71 Sportarten) und der im Auftrag des BMWi ermittelten Sportstätten auszugehen. Auf dieser Grundlage soll ein wissenschaftlich fundiertes Mengen- und Wertegerüst entwickelt werden, welches auf „Nutzer-“ Mengen und auf Ebene der Sportstätten den Wert und die Menge abbildet. Damit soll erstmalig eine deutschlandweite Planungsbasis für die Sportstätteninfrastruktur bis 2030 ermöglicht werden.
Forschungsziele im Detail:
— Erstellung eines Mengengerüsts auf Basis von Daten zum Sportverhalten der Bevölkerung sowie zur bestehenden Sportinfrastruktur und Fortschreibung anhand der Daten der öffentlichen Statistik zur Bevölkerungsentwicklung.
— Ableitungen des Mengengerüsts auf Investitionen und Kosteneinsparungen sowie weitere volkswirtschaftliche Folgeaktivitäten.
— Gewünschter Exkurs der Studie im folgenden Themenfeld (maximal 10 Seiten):
Sportinfrastruktur im Zusammenhang mit dem ansteigenden Grad der Pflegebedürftigkeit der Bevölkerung und der damit verbundenen Auswirkungen. Hierbei ist explizit gewünscht, dass nicht nur die 71 Sportarten berücksichtigt werden, sondern auch Gesundheitssport und sportnahe Reha-Maßnahmen erörtert und quantifiziert werden.
— Welche Möglichkeiten haben Kommunen, Vereine und private Sportstättenbetreiber, sich auf die veränderten Wünsche und Bedürfnisse immer älter werdender Sportlerinnen und Sportler einzustellen.
— Welche alternativen Finanzierungsmöglichkeiten bestehen zu den heute üblichen (gewünscht als Exkurs, Umfang im Forschungsbericht ca. 5 Seiten).
(Weiter siehe Abschnitt VI.3)
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-10-23.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-10-02.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2013-10-02
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Auftragsbekanntmachung
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2013-11-27
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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